Zuletzt erreichen uns weniger gute Nachrichten, aus Nizza. © Paul Gilham/Getty Images
Zuletzt erreichen uns weniger gute Nachrichten, aus Nizza. © Paul Gilham/Getty Images
 

++ Neuigkeiten von Jules Bianchi ++

9 Monate nach seinem tragischen Unfall erlag Jules Bianchi seinen schweren Kopfverletzungen.

18.07.2015 APA

++ 18.07.2015 ++ Bianchis Eltern geben den Tod ihres Sohnes bekannt

Wie seine Eltern in der Nacht auf Samstag auf Facebook mitteilten, starb Bianchi am Freitagabend im Alter von 25 Jahren im Krankenhaus im südfranzösischen Nizza. Die Familie erklärte in der am frühen Samstagmorgen verbreiteten Erklärung: „Jules hat bis zum Ende gekämpft, wie er es immer gemacht hat, aber gestern ist sein Kampf zu Ende gegangen.“ Die Familie dankte dem medizinischen Personal des Krankenhauses, das den im Koma liegenden Jules Bianchi „mit Liebe und Hingabe“ gepflegt habe. Sein Rennstall Manor bestätigte den Tod.

++ 13.07.2015 ++ Bianchis Vater betreffend Genesung „weniger optimistisch“

„Normalerweise muss es in den ersten sechs Monaten Fortschritte geben. Jetzt sind es schon neun Monate, Jules ist noch immer nicht aufgewacht und es gibt keine signifikanten Fortschritte“, erklärte Philippe Bianchi am Montag im französischen Radio. „Die Zeit vergeht und ich bin weniger optimistisch als ich noch zwei oder drei Monate nach dem Unfall gewesen bin“, sagte Philippe Bianchi.

++ 21.05.2015 ++ „Tatsache, dass er kämpft, gibt uns Kraft“

Rund sieben Monate nach dem folgenschweren Formel-1-Unfall von Jules Bianchi hofft seine Familie unvermindert auf seine Genesung. „Die Tatsache, dass er kämpft, gibt uns viel Kraft“, sagte Vater Philippe Bianchi dem französischen TV-Sender Canal Plus beim Grand Prix von Monaco. „Das Wichtigste ist, dass Jules am Leben ist.“

Nach Angaben des Vaters liegt der 25-Jährige weiter in seiner Heimatstadt Nizza im Koma und wird behandelt. Die Situation für die Familie sei allerdings weiter nicht leicht. „Jeder Tag ist sehr schwer“, räumte Bianchis Vater ein. „Heute sind wir in einer Situation, die stagniert. Denn die neurologische Entwicklung von Jules ist nicht so, wie wir sie uns wünschen würden.“

Bianchi hatte vor einem Jahr in Monaco mit Rang neun die ersten Punkte überhaupt für das Hinterbänkler-Team Marussia eingefahren. Während der diesjährigen Auflage erinnert das Nachfolgeteam Manor an den Franzosen und seinen Coup mit Armbändern. Darauf sind Bianchis Initialen und die Daten des denkwürdigen Tages vermerkt.

++ 31.12.2014 ++ Jules Bianchi „kämpft weiterhin“

Jules Bianchi ist weiterhin „ohne Bewusstsein, kann aber selbstständig atmen“ und bekommt die „beste Behandlung“ in Nizza, so seine Familie in einer Mitteilung.

++ 03.12.2014 ++ Bianchi hat nicht ausreichend gebremst

Das Expertengremium, das Jules Bianchis Unfall untersuchen sollte, ist zu einem Ergebnis gekommen. Der Franzose hat nicht ausreichend gebremst, wie der internationale Automobilverband (FIA) am Mittwoch bekannt gegeben. Der Franzose habe trotz Warnflaggen die Geschwindigkeit nicht genügend verringert und daher die Kontrolle über seinen Boliden verloren.

Das Expertengremium stellte in seinem 396-seitigen Bericht zudem fest, dass ein Mechanismus an Bianchis Auto, der in Gefahrensituationen das Gas deaktivieren und den Motor abstellen soll, nicht richtig funktionierte. Es sei aber unklar, inwiefern sich dies auf die Aufprall-Geschwindigkeit bei dem Unfall ausgewirkt habe. Diese soll 126 km/h betragen haben.

Den Rennkommissaren und den Streckenposten attestierte die Kommission korrektes Verhalten in der Situation. In der Runde vor Bianchis Unfall war der deutsche Sauber-Pilot Adrian Sutil an gleicher Stelle von der Strecke abgekommen. Deshalb war das Bergungsfahrzeug aktiviert worden. Zu dem FIA-Gremium gehörten neben dem ehemaligen österreichischen Formel-1-Piloten Alexander Wurz u.a. auch die ehemaligen Teamchefs Ross Brawn und Stefano Domenicali sowie Ex-Weltmeister Emerson Fittipaldi.

++ 19.11.2014 ++ Jules atmet selbstständig und befindet sich nicht mehr in künstlichem Koma

Beinahe 7 Wochen nach Jules‘ Unfall in Suzuka haben die Eltern von Jules Bianchi bekanntgegeben, dass sich Jules‘ Zustand insofern verbessert hat, dass er stabil genug ist, um von Yokkaichi in die Universitätsklinik Nizza verlegt zu werden, in der er vor Kurzem eingetroffen ist. Jules befinde sich nicht mehr im künstlichen Koma, ist aber immer noch bewusstlos. Seine Vitalfunktionen sind stabil und er kann sogar selbstständig atmen. Seine Ärzte stufen seinen Zustand jedoch immer noch als „kritisch“ ein.

Jules befindet sich jetzt auf der Intensivstation in der Obhut der Professoren Raucoules und Ichai, wo seine Verfassung auch von Professor Paquis, Leiter der Neurochirurgie, überwacht wird.
„Wir sind dankbar, dass die nächste Phase von Jules‘ Behandlung in der Nähe von zu Hause, wo er umgeben von seiner Familie und Freunde weiter unterstützt werden kann, stattfindet. Wir haben nichts als Lob für die hervorragende Betreuung durch das Mie Prefectural General Medical Center. Wir empfinden dem medizinischen Personal gegenüber enorme Dankbarkeit für alles, was sie für Jules und auch für unsere Familie in dieser sehr schwierigen Zeit getan haben. Insbesondere möchten wir unseren Dank an die Ärzte Kamei und Yamamichirichten, und auch an Herrn Ogura, alle Teil des Teams, die für die Betreuung von Jules in Japan zuständig waren.“

++ 30.10.2014 ++ Zustand weiterhin „kritisch, aber stabil“

Knapp vier Wochen nach seinem schweren Unfall befindet sich Formel-1-Pilot Jules Bianchi weiter in einem „kritischen, aber stabilen“ Zustand. Dies teilte seine Familie in einem Schreiben seines Rennstalls Marussia am Donnerstag mit. Der 25-Jährige wird den Angaben zufolge weiter in einem Krankenhaus im japanischen Yokkaichi versorgt. Obwohl es keine neuen Informationen gebe, wolle sich Bianchis Familie für die große Anteilnahme bedanken, hieß es.

 

++ 15.10.2014 ++ Marussia weist Vorwürfe nach Bianchi-Unfall zurück

Das Formel-1-Team Marussia hat einen Medienbericht vehement zurückgewiesen, wonach es den verunglückten Jules Bianchi vor dessen folgenschwerem Unfall vor zehn Tagen in Suzuka zum Schnellfahren aufgefordert hätte. Marussia betonte in einer Presseerklärung am Mittwoch zudem, dass der Franzose sein Tempo verlangsamt habe, als im Grand Prix von Japan doppelt Gelbe Flaggen geschwenkt wurden.

Team ist über Vorwürfe „schockiert und wütend“

„Das Marussia F1 Team ist schockiert und wütend über diese Vorwürfe“, schrieb der Rennstall. Sie seien komplett falsch. Das Team habe keine andere Wahl, als sich dazu zu äußern. Die Aufzeichnung und auch die Abschrift des vollständigen Funkverkehrs zwischen Bianchi und dem Team würden klar belegen, dass das Team zu keinem Zeitpunkt vor Bianchis Unfall den Piloten angehalten hätte, schneller zu fahren.

Der Bericht von „Sport Bild“

Die deutsche Zeitschrift „Sport Bild“ hatte am Mittwoch berichtet, dass Marussia Bianchi über Funk dazu aufgefordert hätte, schnell zu fahren, um einen Rivalen hinter sich zu halten. Unter Berufung auf eine Nachricht aus Kreisen des Internationalen Automobilverbandes (FIA) hieß es dort auch, Bianchi habe sein Tempo nicht verlangsamt.

++ 14.10.2014 ++ Stellungnahme von Marussia zum Gesundheitszustand von Jules Bianchi

Der schwer verunglückte Formel-1-Pilot Jules Bianchi befindet sich laut Angaben seines Rennstalles Marussia weiter in einem „kritischen, aber stabilen Zustand“. Das gab das Formel-1-Team am Dienstag, neun Tage nach dem folgenschweren Unfall im Grand Prix von Japan in Suzuka, in einer Stellungnahme bekannt. „Eine Reihe von medizinischen Herausforderungen musste bewältigt werden und die Situation bleibt herausfordernd“, hieß es in der Teammitteilung.

++ Vater von Jules Bianchi meldet sich zu Wort

Der Formel-1-Fahrer Jules Bianchi kämpft weiterhin um sein Leben. Die Situation sei „verzweifelt. Bei jedem Telefonklingeln wissen wir, dass es das Krankenhaus sein könnte, das uns sagt, dass Jules tot ist“, sagte Vater Philippe in einem Exklusivgespräch der italienischen Zeitung „La Gazzetta dello Sport“ (Dienstag).

Noch nie hat jemand einen so schweren Unfall überlebt

Die Ärzte hätten gesagt, dass noch nie jemand einen so schweren Unfall überlebt habe und es an ein Wunder grenze, dass Jules Bianchi noch lebe. Der 25-Jährige war beim Grand Prix von Japan in Suzuka am 5. Oktober auf regennassem Asphalt von der Strecke abgekommen und mit seinem Marussia unter einen Bergungskran gerast. Bianchi erlitt bei dem Aufprall schwere und weitreichende Hirnverletzungen. Er war unmittelbar nach der Einlieferung in ein Krankenhaus in Yokkaichi notoperiert worden.

Familie durchlebt Albtraum

„Es ist hart, in einer Woche ist das Leben unserer Familie zerstört worden“, betonte Philippe Bianchi. „Was machen wir, wie machen wir das hier, weit weg von allem? Wir durchleben einen Albtraum.“

Die Familie Bianchi ist mit tragischen Motorsportereignissen vorbelastet.

++ 10.10.2014 ++ Nach Bianchi-Unfall: Tempolimit in Gefahrenbereichen geplant

Der Internationale Automobilverband (FIA) plant nach dem schweren Unfall von Jules Bianchi ein Tempolimit in entsprechenden Gefahrensituationen und -bereichen. „Es ist wahrscheinlich besser, die Entscheidung, das Tempo zu verlangsamen, den Fahrern abzunehmen“, sagte FIA-Renndirektor Charlie Whiting am Freitag bei einer Pressekonferenz in Sotschi.

Umsetzung beim GP von Russland „höchst unwahrscheinlich“

Bereits am 11. Oktober wollen sich die Verantwortlichen mit den Teamchefs über die Art und Weise der Umsetzung austauschen. Whiting geht jedoch davon aus, dass ein entsprechendes Tempolimit bei der Russland-Grand-Prix-Premiere am Wochenende noch „höchst unwahrscheinlich“ ist.

Erste Ergebnisse der internen Untersuchung

Die interne Untersuchung des Unfalls von Bianchi hatte ergeben, dass nicht alle Fahrer ihr Tempo an der entsprechenden Stelle, wo doppelte Gelbflaggen gezeigt wurden, gleichermaßen verlangsamt hatten.

Weitere Untersuchungen

Mit welcher Wucht und Geschwindigkeit Jules Bianchi in Suzuka mit seinem Marussia unter das Heck des Krans raste, ist noch nicht sicher. Dazu seien erst noch weitere Untersuchungen unter anderem von GPS-Daten notwendig, erklärte Whiting.

++ Statement zu geschlossenem Cockpit

Zum Thema geschlossenes Cockpit, das teilweise gefordert worden war, sagte Whiting, dass die Forschungen dazu weiterlaufen würden. Diese Cockpits seien zunächst aber vor allem zum Schutz gegen Räder gedacht, die sich an Autos gelöst hätten und zur Gefahr werden könnten. 2009 war Formel-2-Pilot Henry Surtees auf diese Weise ums Leben gekommen.

++ Jean Todt: „Es betrifft mich sehr“

Den vorläufigen Bericht des Unfalls von Bianchi bekam am Freitag auch FIA-Präsident Jean Todt. Er reichte ihn an ein Expertengremium in der FIA weiter und erwartet nun deren Vorschläge zur weiteren Verbesserung der Sicherheit. „Wir dürfen nicht noch einmal vor so seiner Situation stehen“, betonte der Verbandschef, der den 25-jährigen Bianchi seit zehn Jahren kennt. „Als Mensch ist es für mich sehr hart. Es betrifft mich sehr“, räumte Todt ein. „Jedes einzelne Leben ist wichtig, wir müssen das Äußerste leisten.“

++ Pressekonferenz in Sotschi

Rennleiter Whiting betonte in der 75-minütigen Pressekonferenz in Sotschi, dass sämtliche Abläufe im Zusammenhang mit dem Unfall in Suzuka am vergangenen Sonntag nicht besser hätten geregelt werden können. Die FIA führte dazu auch nicht-veröffentlichte Bilder von den Streckenkameras vor, die die Abläufe der Unfälle von Adrian Sutil und Bianchi zeigten.

Transport per Krankenwagen statt Helikopter

Die zuständigen Mediziner erklärten, dass der Transport per Krankenwagen statt Helikopter ebenfalls keinerlei negativen Einfluss auf den Zustand Bianchis gehabt habe. Der zeitliche Unterschied der beiden Transportmittel betrage etwa sieben Minuten.

++ Aus Respekt vor Bianchi startet Marussia in Sotschi doch nur mit einem Auto

Marussia wird bei der Formel-1-Premiere in Russland aus Respekt vor seinem verunglückten Piloten Jules Bianchi nur mit einem Auto antreten. Das gab das Team am Freitag vor dem ersten Freien Training in Sotschi bekannt. Man habe die Rennkommissare schriftlich darüber informiert, dass der zweite Wagen zurückgezogen wird.

Am Donnerstag stand noch Ersatzpilot Alexander Rossi (USA) auf der offiziellen Meldeliste des Internationalen Automobilverbandes. Das Team sei aber der Meinung, dass es angesichts der schwierigen Umstände angemessen sei, nur den Wagen mit Stammpilot Max Chilton einzusetzen. Die Crew von Bianchi baute ein zweites Auto auf, das laut Teamangaben sogar rennbereit sei, aber an diesem Wochenende in der Garage bleiben soll.

++ 9.10.2014 ++ Rossi startet anstelle von Bianchi

Der US-Pilot Alexander Rossi wird beim Großen Preis von Russland in Sotschi anstelle von Jules Bianchi für Marussia starten. Das geht aus der offiziellen Teilnehmerliste der Formel-1-Premiere in Sotschi hervor, die der Internationale Automobilverband am Donnerstag veröffentlichte. Rossi wird auf dem neuen Kurs im Olympiapark in Sotschi sein Renndebüt geben.

++ Maßnahmen nach Bianchi-Unfall

Die Fahrer der Formel-1-Pilotengewerkschaft (GPDA) wollen am Freitag auf ihrer Sitzung über mögliche Maßnahmen nach dem Unfall von Jules Bianchi diskutieren. „Wir müssen dort unsere nächsten Schritte bereden, wie wir den Sport unterstützen können, damit er noch sicherer wird“, sagte der aktuelle WM-Zweite Nico Rosberg von Mercedes am Donnerstag in Sotschi.

F1-Boliden zukünftig mit geschlossenem Cockpit?

Welche Möglichkeiten genau besprochen werden sollen, sagte Rosberg nicht. Es gebe bestimmte Themen, er wolle aber nicht darauf eingehen, betonte der 27-Jährige. Ob bei dem Treffen über F1-Boliden mit geschlossenem Cockpit diskutiert werden ist nicht bekannt.

++ Jean-Eric Vergne startet Aktion für Jules Bianchi

Die Formel-1-Piloten wollen mit einer gemeinsamen Aktion beim Grand Prix von Russland Anteil am schweren Schicksal ihres Kollegen Jules Bianchi nehmen. Im Fahrerlager wurden Aufkleber verteilt mit der Startnummer 17 des Franzosen und den Worten: Alle sind bei Jules. Landsmann Jean-Eric Vergne von Toro Rosso veröffentlichte ein Foto mit den Stickern und eines mit seinem eigenen Helm samt Aufkleber.

++ 8.10.2014 ++ Williams äußert sich nach Bianchis Unfall über geschlossene Cockpits

Die stellvertretende Teamchefin des Williams-Rennstalls hat sich für geschlossene Cockpits in der Formel 1 ausgesprochen. „Das ist etwas, das wir bedenken sollten, wenn es der Sicherheit dient“, sagte Claire Williams am Mittwoch in London.

++ 7.10.2014 ++ Gesundheitszustand von Jules Bianchi laut Familie „kritisch, aber stabil“

Formel-1-Pilot Jules Bianchi ist nach seinem schweren Unfall beim Großen Preis von Japan in „einem kritischen, aber stabilen Zustand“, er habe sich eine „diffus axonale Verletzung“ zugezogen. Dies teilte seine Familie am Dienstag mit. Ihr Sohn bleibe auf der Intensivstation des Mie Generalkrankenhauses in Yokkaichi. „Er hat ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten“, hieß es in der vom Marussia-Team verschickten Presseerklärung weiter.

Bianchi-Familie bedankt sich für Anteilnahme

Bianchis Angehörige erklärten: „Dies ist eine sehr schwierige Zeit für unsere Familie“, aber die weltweite Unterstützung und Anteilnahme für Jules seien eine Quelle großen Trostes gewesen. Der Franzose war am Sonntag in Suzuka in ein Bergungsfahrzeug gerast.

++ FIA leitet Untersuchung zum Unfall von Jules Bianchi ein

Zwei Tage nach dem schweren Unfall von Formel-1-Pilot Jules Bianchi beim Grand Pris von Japan hat der Internationale Automobilverband (FIA) hat eine Untersuchung eingeleitet. Wie die britische Zeitung „The Telegraph“ (Dienstag) berichtete, hat FIA-Präsident Jean Todt den Rennleiter Charlie Whiting zu einem entsprechenden Bericht aufgefordert.

++ Schumacher-Arzt in Japan eingetroffen

Am Dienstag (Ortszeit) traf Bianchis Familie und Gerard Saillant, der Arzt der Michael Schumacher seit Jahren betreut und in den schwersten Wochen des Deutschen nach dessen Unfall in Meribel die behandelnden Mediziner unterstützt hatte, in Japan ein.

++ Unfall-Video von Bianchis Crash

Auf der Videoplattform youtube ist ein Amateurvideo des schweren Unfalls von Jules Bianchi aufgetaucht. In etwa einer Stunde wurde der etwas mehr als 3 Minuten lange Clip bereits knapp 1 Million Mal aufgerufen. Mittlerweile ist das Video gesperrt.

++ FIA: Gesundheitszustand von Jules Bianchi „kritisch, aber stabil“

Formel-1-Pilot Jules Bianchi befindet sich weiter in Lebensgefahr. Sein Gesundheitszustand sei „kritisch, aber stabil“ und weiter „sehr, sehr ernst“, erklärte FIA-Sprecher Matteo Bonciani am Montagabend vor dem Krankenhaus in Yokkaichi mit. Die Eltern von Bianchi hatten den Internationalen Automobil-Verband (FIA) um diese Mitteilung gebeten.

++ 6.10.2014 ++ Internationale Pressestimmen zum Grand Prix von Japan

Der Mercedes-Doppelerfolg rückt angesichts des schweren Unfalls von Jules Bianchi in den internationalen Pressestimmen in den Hintergrund. Lewis Hamilton im Interview über die Wetterbedingungen in Suzuka, den Unfall von Bianchi und seinen Sieg.

++ Erklärung von Marussia

„Mit Blick auf den Informationsfluss bezüglich Jules‘ Gesundheitszustand respektieren wir die Wünsche der Familie Bianchi und leisten diesen Folge. Zusammen mit Jules‘ Betreuung genießen sie für uns höchste Priorität. Deshalb bitten wir um Geduld und Verständnis, wenn es um weitere Meldungen bezüglich gesundheitlicher Dinge geht, die wir in Absprache mit dem Krankenhaus in Yokkaichi, wo Jules behandelt wird, erst dann kommunizieren, wenn es angemessen erscheint. Vertreter des Marussia-Teams und der Scuderia Ferrari werden im Krankenhaus bleiben, um Jules und der Familie Bianchi beizustehen.“

© Bild: Clive Mason / Getty Images

© Bild: Clive Mason / Getty Images

++ „Kein Kommentar“ der Klinik

„Kein Kommentar“ lautet vorerst die Standardantwort auf Fragen zum Zustand des im Formel-1-Grand-Prix von Japan schwer verunglückten Franzosen Jules Bianchi. Auch das Krankenhaus in Yokkaichi, in dem der Marussia-Pilot am Sonntag nach seinem Horror-Unfall in Suzuka operiert worden war, wollte sich am Montag nicht offiziell zu seinem derzeit prominentesten Patienten äußern.

Weiterer Behandlungsverlauf noch unklar

Damit war vorerst unklar, ob es Bianchi den Umständen entsprechend gut gehe, er ein zweites Mal operiert bzw. künstlich beatmet werden musste oder nicht. Die Internationale Automobil-Verband (FIA) hatte am Sonntag mitgeteilt, dass der 25-Jährige schwere Kopfverletzungen erlitten habe und im Mie-General-Krankenhaus in Yokkaichi operiert worden sei.

++ 5.10.2014 ++ Bianchi hat laut L’Equipe erste Operation gut überstanden

Jules Bianchi hat eine erste Operation wegen seiner schweren Kopfverletzungen beim Großen Preis von Japan offenbar gut überstanden. Nach Angaben der französischen Fachzeitung „L’Equipe“ muss der 25-Jährige nach dem Eingriff nicht mehr künstlich beatmet werden. Bianchi könne wieder selbstständig atmen.

++ Bianchi muss notoperiert werden

Formel-1-Pilot Jules Bianchi ist nach seinem schweren Unfall beim Grand Prix von Japan am Kopf operiert worden. Der Franzose zog sich beim 15. Saisonlauf am Sonntag in Suzuka schwere Kopfverletzungen zu. Das teilte der Internationale Automobilverband FIA einige Stunden nach dem Rennen mit. Der Marussia-Pilot werde derzeit im Mie-General-Krankenhaus operiert.

Bianchi erlitt Hämatom im Kopf

Danach soll Bianchi auf der Intensivstation weiter behandelt werden. Bianchis Vater Philippe sagte dem französischen Sender France 3, sein Sohn habe ein „Hämatom im Kopf“. Der medizinische Eingriff werde im Hospital in Tsu vorgenommen. Jules Bianchi war in der Dunlop-Kurve von der regennassen Strecke gerutscht und in der Auslaufzone ins Heck eines Bergungsfahrzeugs gekracht.

Adrian Sutil am Unfallort. © Bild: Clive Mason / Getty Images

Adrian Sutil am Unfallort. © Bild: Clive Mason / Getty Images

Unglückliche Verkettung der Ereignisse

Das Fahrzeug war gerade damit beschäftigt gewesen, den ebenfalls in dieser Kurve von der Piste gerutschten Boliden des deutschen Sauber-Fahrers Adrian Sutil zu entfernen. Danach wurde Bianchi mit einem Krankenwagen in das nur wenige Kilometer von der Rennstrecke entfernte Krankenhaus gefahren.

Bianchis Unfall hatte Rennabbruch zur Folge

Kurz nach dem schweren Unfall brach die Rennleitung den Grand Prix ab. WM-Leader Lewis Hamilton gewann das Rennen vor seinem Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg.

Lauda: „Rennfahren bleibt gefährlich“

Die Formel 1 hat in den vergangenen Jahrzehnten die Sicherheitsstandards stark verbessert. Seit 1994, als der Brasilianer Ayrton Senna und der Österreicher Roland Ratzenberger am schwarzen Wochenende von Imola ums Leben kamen, ist kein Pilot mehr bei einem F1-Grand-Prix tödlich verunglückt.

„Wenn lange nichts passiert, dann gewöhnen sich die Leute daran. Und wenn dann wieder etwas passiert, dann sind alle überrascht. Aber Rennfahren ist und bleibt gefährlich“, meinte Österreichs dreifacher Formel-1-Weltmeister Niki Lauda, 1976 selbst Opfer eines schweren Unfalls.

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