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Reifen: Was man über Pkw-Pneus wissen muss

Reifen: Was man über Pkw-Pneus wissen muss

Alles, was man über Reifen wissen muss: Welche Modelle sind die besten, worauf muss man achten und wie erhöht man die Lebensdauer seiner Pneus?

Online Redaktion
Veröffentlicht am 08.03.2022

Die Reifen bringen das Auto in Kontakt mit der Straße und beeinflussen daher sowohl das Fahrverhalten als auch die Sicherheit maßgeblich. Die wichtigsten Informationen rund ums Thema Autoreifen haben wir hier für euch zusammengefasst – inklusive weiterführender Links.

Welche Reifen sind die besten?

„Welche Reifen sind die besten?“ Diese Frage mag man sich vor dem Kauf neuer Pneus stellen, wird sie aber kaum selbst beantworten können – und die Produktbeschreibungen der Hersteller lesen sich natürlich immer gut. Objektive Informationen über die Qualitäten eines Reifens liefern die Tests von ÖAMTC & ADAC, ARBÖ oder VKI.

Testergebnisse - etwa von ÖAMTC und ADAC - bieten eine gute Entscheidungshilfe vor dem Kauf neuer Reifen.
© Bild: ÖAMTC
ÖAMTC und ADAC testen jährlich zahlreiche Sommer- und Winterreifenmodelle, die Ergebnisse werden rechtzeitig vor dem Beginn der jeweiligen Saison veröffentlicht.

Diese Organisationen testen regelmäßig zahlreiche Sommer- und Winterreifen verschiedener Hersteller und Dimensionen. In die Bewertung fließen diverse wichtige Aspekte wie Fahrverhalten, Geräuschentwicklung, Kraftstoffverbrauch oder Verschleiß ein. Die Ergebnisse geben nicht nur einen Überblick darüber, welche Reifen nach objektiven Kriterien besonders empfehlenswert sind, sondern zeigen auch auf, welche Modelle man sich im Sinne der Sicherheit lieber nicht zulegen sollte.

Reifen rund ums Jahr

In unseren Breitengraden gibt es zwischen den Jahreszeiten eklatante Temperaturunterschiede, und auch die Fahrbahnbedingungen fallen im Winter anders aus als im Sommer – von Schnee und Eis bis zu glühend heißem Asphalt. Sommer- und Winterreifen wurden speziell für die Herausforderungen der jeweiligen Jahreszeit entwickelt und sorgen so für mehr Sicherheit auf den Straßen.

Sommerreifen

Sommerreifen sind härter als Winterreifen und halten somit auch hohen Temperaturen gut Stand. Ein Blick auf das Profil offenbart ausgeprägte Längsrillen, die mit viel Wasser auf der Fahrbahn fertig werden und somit dem gefürchteten Aquaplaning vorbeugen können.

Vor dem Kauf neuer Sommerreifen bieten die Ergebnisse der Reifentests von ÖAMTC & ADAC, ARBÖ oder VKI eine gute Entscheidungshilfe.

» Mehr dazu: Alles Wissenswerte rund ums Thema Sommerreifen sowie einen Überblick der aktuellen Testsieger findet ihr hier.

Winterreifen

Winterreifen sind durch ihre weichere Gummimischung für eine optimale Performance bei niedrigen Temperaturen ausgelegt. Das Profil mit breiten, tiefen RiIlen und zahlreichen Lamellen sorgt auch bei Schnee- und Eisfahrbahn für einen guten Grip.

Reifen: Was man über Pkw-Pneus wissen muss
© Bild: istock.com / LeManna

Die Verwendung von Winterreifen ist in Österreich von 1. November bis 15. April vorgeschrieben, sofern winterliche Fahrbahnbedingungen herrschen. Bei durchgehender Schnee- bzw. Eisfahrbahn sind stattdessen auch Schneeketten an mindestens zwei Antriebsrädern erlaubt. Das nennt man „situative Winterausrüstungspflicht“.

Vor dem Kauf neuer Winterreifen bieten die Ergebnisse der Reifentests von ÖAMTC & ADAC, ARBÖ oder VKI eine gute Entscheidungshilfe.

» Mehr dazu: Alles Wissenswerte rund ums Thema Winterreifen sowie einen Überblick der aktuellen Testsieger findet ihr hier.

Ganzjahresreifen

Einen Spagat zwischen den spezifischen Qualitäten von Winter- und Sommer-Pneus sollen Ganzjahresreifen schaffen. Verfügt ein solcher Reifen über die „M+S“-Kennzeichnung bzw. das Schneeflockensymbol, kann er auch als Winterreifen genutzt werden – sprich, der in Österreich von 1. November bis 15. April geltenden situativen Winterausrüstungspflicht wird mit einem solchen Modell nachgekommen.

Die Vorteile von Ganzjahresreifen liegen auf der Hand: Mit ihnen entfällt der ansonsten zwei Mal pro Jahr anstehende Reifenwechsel. Außerdem muss nur ein Satz Reifen gekauft werden.

Es gibt aber auch Nachteile, die auf Kosten der Fahrsicherheit gehen können. So performen Ganzjahresreifen bei Hitze bzw. Schnee und Eis nicht so gut wie ihre auf die jeweiligen Jahreszeiten spezialisierten Pendants, wie diverse Tests zeigen. Sie bleiben also weiterhin eine Kompromisslösung für Wenigfahrer und kommen nicht an die Qualitäten guter Sommer- bzw. Winterreifen heran.

» Mehr dazu: Zu den Ergebnissen des letzten Ganzjahresreifen-Tests von ÖAMTC und ADAC geht’s hier.

Welche Profiltiefe braucht ein Reifen?

Das Reifenprofil sorgt für den nötigen Grip, verdrängt bei Nässe den Wasserfilm auf der Fahrbahn und ist für eine sichere Fahrt von höchster Bedeutung. Daher müssen die Reifen zumindest eine gesetzlich festgelegte Mindestprofiltiefe aufweisen, um auf österreichischen Straßen genutzt werden zu dürfen.

Diese Werte dürfen bei Pkw-Reifen keinesfalls unterschritten werden:

  • Sommerreifen: 1,6 mm
  • Winterreifen, Ganzjahresreifen, Spikereifen – Radialbauart: 4 mm
  • Winterreifen, Ganzjahresreifen, Spikereifen – Diagonalbauart: 5 mm

» Mehr dazu: Welche Mindestprofiltiefen für verschiedene Reifenarten in Österreich vorgeschrieben sind, erfahrt ihr hier.

Diese Mindestprofiltiefe ist als absolute Untergrenze zu verstehen. Im Sinne der Fahrsicherheit sollte man schon neue Reifen aufziehen, bevor man sie erreicht.

» Mehr dazu: So kann man die Profiltiefe ganz einfach messen.

Reifenkennzeichnung

Reifen gibt es in zahlreichen verschiedenen Ausführungen. Wichtige Spezifikationen wie die Größe, die Bauart, der Last- oder der Geschwindigkeitsindex finden sich direkt auf den Reifen und sind dort auf den ersten Blick ersichtlich, sofern man die Zahlen und Buchstaben richtig zu deuten weiß.

Reifen: Was man über Pkw-Pneus wissen muss
© Bild: Tamara Schögl

Bevor neue Reifen gekauft werden, muss dringend auf die zugelassenen Dimensionen geachtet werden. Diese finden sich in der Zulassungsbescheinigung des Fahrzeugs.

Felgenkennzeichnung

Die Felgen sind quasi das Herzstück des Rades und erfüllen damit nicht nur eine wichtige funktionelle Aufgabe, sondern können auch den Look eines Autos drastisch verändern. Doch natürlich ist die Optik nicht das wichtigste Entscheidungskriterium – primär muss die Felge zum Reifen und damit zum Fahrzeug passen.

Eine Buchstaben-Zahlen-Kombination direkt auf der Felge gibt Aufschluss über deren Beschaffenheit – und verrät, ob man die Wunsch-Felge auch wirklich für das eigene Auto nutzen darf.

» Mehr dazu: Was bedeutet der Code auf der Autofelge?

Die Zulassungsbescheinigung und evtl. das CoC-Papier geben Aufschluss über die Dimensionen, die die für das betreffende Fahrzeug genutzten Reifen aufweisen sollten.
© Bild: Beigestellt
Die Zulassungsbescheinigung und evtl. das CoC-Papier geben Aufschluss über die Dimensionen, die die für das betreffende Fahrzeug genutzten Reifen aufweisen sollten. Auch die zugelassenen Felgen finden sich hier.

Der richtige Umgang mit Reifen

Damit die Reifen ihre wichtigen Aufgaben möglichst lange möglichst gut erfüllen können, sollte man beim Umgang mit ihnen ein gewisses Know-how mitbringen. Die Punkte, die es zu beachten gilt, reichen von den „Basics“ wie der Befüllung über reifenschonendes Fahrverhalten bis zur richtigen Einlagerung der Autoreifen und Tipps zur Felgenwäsche.

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Reifendruck

Eine wichtige Rolle spielt auch der Reifendruck. Ist dieser nicht gut eingestellt, kann das zu erhöhtem Treibstoffverbrauch, verstärktem Verschleiß und verändertem Fahrverhalten führen.

Für Neuwagen ist ein automatisches Reifendruckkontrollsystem seit 2014 verpflichtend. Bei älteren Autos, die nicht über ein solches System verfügen, sollte man den Reifendruck allerdings regelmäßig manuell überprüfen.

» Anleitung: Wie man den richtigen Reifendruck ermittelt und diesen auch gleich überprüft haben wir hier für euch zusammengefasst.

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Reifenwechsel und -einlagerung

Für alle, die nicht mit Ganzjahresreifen fahren, steht zwei Mal im Jahr ein Reifen- bzw. Räderwechsel am Programm. Die situative Winterausrüstungspflicht endet in Österreich am 15. April – wenn das Wetter es zulässt, kann ein Wechsel aber auch schon früher sinnvoll sein.

» Mehr dazu: Wann ist der passende Zeitpunkt für einen Reifenwechsel?

Den Reifenwechsel kann man mit der richtigen Ausrüstung in der eigenen Garage erledigen. Wer sich das nicht zutraut oder schlicht keine Lust oder Zeit hat, kann aber auch eine beliebige Werkstatt mit der Aufgabe betrauen.

» Mehr dazu: Wie man einen Reifen- bzw. Räderwechsel selbst durchführt – die Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Nach dem Umstecken müssen die eben abmontierten Reifen eine Saison lang untergebracht werden – zum Beispiel in der eigenen Garage. Wurden die Reifen in der Werkstatt gewechselt, können sie auch gleich dort eingelagert werden. Die Preisunterschiede dafür sind aber mitunter groß – ein Vergleich im Vorfeld kann sich also bezahlt machen.

» Mehr dazu: Große Preisunterschiede bei Reifenwechsel und Einlagerung – warum sich der Vergleich lohnt.

Werkstätten lagern die Reifen der Kunden bis zum nächsten Umstecken entgeltlich ein.
© Bild: istock.com/gopixa

Wissenswertes rund ums Thema Reifen

Ihr möchtet gerne mehr zum Thema Reifen erfahren – zum Beispiel, wie sie hergestellt werden, aus welchen Teilen sie bestehen oder was der Unterschied zwischen Diagonal- und Radialreifen ist? Oder ihr habt euch immer schon gefragt, was es mit der „Behaarung“ neuer Reifen auf sich hat? Hier werdet ihr fündig:

Fazit

Die Reifen sind die Verbindung zwischen Auto und Straße – wer sicher unterwegs sein und nebenbei noch den Fahrspaß erhöhen und den Verbrauch minimieren möchte, sollte also zumindest über die Basics rund um die schwarzen Schlappen Bescheid wissen.


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