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Winterreifentest 2018: Die besten Pneus auf Eis und Schnee

Alle Ergebnisse des ÖAMTC-Winterreifentests 2018. Heuer standen 28 unterschiedliche Reifen-Modelle in den Dimensionen 175/65 R14 T und 205/55 R16 H auf dem Prüfstand.

27.09.2018 Online Redaktion

Der alljährliche Winterreifentest des österreichischen Verkehrsclubs ÖAMTC – der gemeinsam mit seinem deutschem Pendant, dem ADAC und weiteren Partnern durchgeführt wird – dient Kunden als Richtwert beim Kauf neuer Winterreifen. Wir haben die Ergebnisse des großen Winterreifentests 2018 zusammengefasst.

Ein Ergebnis des Winterreifentests 2018: Aufholjagd der No-Name-Reifen

Die qualitative Aufholjagd von bisherigen No-Name-Reifen ist bei Winterreifen weniger ausgeprägt als bei den jüngsten Sommerreifen-Tests. An ein paar Namen im Mittelfeld haben wir uns schon gewöhnt, etwa Esa-Tecar, dem Produkt einer schweizerischen Kfz-Teile-Handelsvereinigung, die ihre Reifen bisher bei Goodyear produzieren ließ, und die auch bei uns im Fachhandel angeboten wurden. Oder Sava. Der slowenische Reifenhersteller, der seit 1997 ebenfalls zu Goodyear gehört.

Grafik: Alle Ergebnisse und Noten des Winterreifentests 2018 auf einen Blick

Klicke auf die Grafik, um sie zu vergrößern

So schneiden die preisgünstigen Winterreifen ab

Auch heuer sind diese preisgünstigen Reifen bei der schmalen Dimension wieder im Mittelfeld gelandet, genauso wie der koreanische Nexen bei der breiten Dimension. Getestet wurden diesmal eine echte Kleinwagendimension 175/60 R 14 und die überhaupt meistverkaufte Dimension, die vor allem auf Golf und Co passt, aber auch auf etwas größere Limousinen noch, nämlich 205/55 R 16.

Einen ausführlichen Bericht zum Winterreifentest 2018 lesen Sie in der November-Autorevue.

Gravierende Unterschiede bei Testergebnissen auf Eis und bei Nässe

Interessanterweise schneiden in den reinen Wintereigenschaften und vor allem auf Eis fast alle Marken ganz gut ab, die Spreu trennt sich vom Weizen bei Nässe. Das ist aber der im Winter am häufigsten vorkommende kritische Straßenzustand.

Video: Der Winterreifentest 2018

2 Reifen durchgefallen

Ganz durchgefallen ist in jeder Kategorie jeweils ein Reifen. Bei den schmäleren ist es der Nankang. Dieser stammt von einem taiwanesischen Hersteller, der die meisten Reifen in China produziert. Bei den Kompaktwagenreifen hat ein Neuling kein akzeptables Ergebnis geschafft. Könnte aber sein, dass wir von dieser Marke trotzdem noch öfter hören werden. Laufenn ist nämlich eine eigens für den europäischen Markt gegründete Tochter des koreanischen Hankook, sie entwickelt und produziert auch in Europa.

Semperit enttäuscht

Gut bekannt hingegen, aber ebenfalls schlecht im Ergebnis: Der ehemals österreichische Reifenhersteller Semperit, der schon seit Jahrzehnten zum Continental-Konzern gehört. Er hat es in beiden Dimensionen nur an die vorletzte Stelle geschafft, gilt in beiden Fällen als gerade noch akzeptabel. Das ist insofern alarmierend, als Semperit seinen ursprünglichen Ruf vom Winterreifenspezialisten aus dem Land der Berge bis vor kurzem noch glaubwürdig nachklingen lassen konnte. Jetzt hilft nicht einmal mehr Sentimentalität als Verkaufsargument.

© Bild: ÖAMTC

Interessantes Ergebnis bei unterschiedlichen Dimensionen

Zusätzlich haben diesmal die Autofahrerclubs und Konsumentenschützer auch unterschiedliche Dimensionen bei Winterreifen getestet und ein durchaus interessantes Ergebnis herausgearbeitet. Die schmälere Winterreifendimension bringt mehr Fahrkomfort durch die bessere Federwirkung der deutlich höheren Reifenflanken, ist in der Anschaffung billiger und durch das bessere Aquaplaningverhalten insgesamt auch sicherer. Dieses Ergebnis ist aber nicht auf Sommerreifen übertragbar. Außerdem: Bei breiteren Reifen ist es oft nicht mehr möglich, Schneeketten zu montieren, da der nötige Bauraum im Radkasten nicht mehr ausreicht.

Einen ausführlichen Bericht zum Winterreifentest 2018 lesen Sie in der November-Autorevue.

© Bild: ÖAMTC

 

Ab wann gilt die Winterreifenpflicht in Österreich?

Von 1. November bis 15. April des Folgejahres gilt in Österreich die “witterungsbedingte Winterausrüstungspflicht”, Pkw müssen daher bei Schnee, Matsch oder Eis entweder Winterreifen, oder Schneeketten auf mindestens zwei Antriebsräder montiert haben.

Alles zum Thema Winterreifen

Wie etwa den aktuellen ÖAMTC-Winterreifentest, Allgemeines zur Winterreifenpflicht, wann Winterreifen am billigsten sind, wo ihr einen Preisvergleich beim Reifenwechsel machen könnt und vieles mehr findet ihr in unserer großen Winterreifen-Übersicht.

Was benötigt ein Reifen, damit er ein Winterreifen ist?

  • In Österreich wird ein Reifen nur dann als Winterreifen angesehen, wenn auf diesem der Aufdruck „M+S“, „M.S.“ oder „M&S“ zu finden ist. Das „M“ steht hier für Matsch, das „S“ für Schnee.
  • Ganzjahresreifen werden daher nur dann als Winterreifen gestattet, wenn sie über solch eine Kennzeichnung verfügen.
  • Bei Spezialreifen muss, damit diese als Winterreifen gelten, die Aufschrift “ET”, “ML” oder “MPT” aufgebracht sein.

Was bedeutet die Aufschrift/der Code (bestehend aus Zahlen und Buchstaben) auf dem Reifen?

  • Nennbreite des Reifens in Millimeter
  • Verhältnis von Flankenhöhe (Schafthöhe) zur Laufflächenbreite in Prozent
  • Handelt es sich um einen Diagonal- oder Radialreifen? (Also die Bauweise der Karkasse)
  • Wie groß ist der Felgendurchmesser in Zoll?
  • Welcher Wert (in Kilogramm) ergibt Tragfähigkeitsindex?
  • Wie hoch ist die maximale Geschwindigkeit laut Geschwindigkeitsindex (Geschwindigkeitskategorie)?
  • zusätzliche Bezeichnungen

Ein Beispiel und eine Grafik zur Erklärung findet ihr hier.

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