Reifen: 10 Tipps zur Pflege

Neben dem richtigen Fahrstil sorgen diese 10 Tipps zur Pflege der Reifen für mehr Sicherheit beim Autofahren und obendrein kann noch Geld gespart werden.

21.12.2018 Online Redaktion

Ob Luxuskarosse mit sämtlichen Sicherheitsfeatures oder alte Rostlaube, bei einem Detail gibt es keinen Unterschied: Der Kontakt eines Reifens zur Fahrbahn findet auf einer Fläche statt, der gerade mal so groß wie eine Postkarte ist. Intakte Reifen sorgen nicht nur für Fahrsicherheit sondern auch für geringeren Kraftstoffverbrauch und besseren Fahrkomfort. Grund genug, um auf die Reifen und deren Pflege regelmäßig einen Blick zu werfen.

Diese 10 Tipps (unterteilt in Punkte, die ihr selber machen könnt und Dinge, die lieber der Profi übernimmt) zur Reifenpflege gilt es zu beachten:

6 Tipps zur Reifenpflege, die ihr selbst umsetzen könnt

1 – Sichtkontrolle auf Profiltiefe, Abnützung und Schäden

Unerlässlich ist ein regelmäßiger Blick auf die Reifen, um deren Grad der Abnützung zu prüfen. Die Profiltiefe sollte dabei bei Sommerreifen laut Gesetz mindestens 1,6 mm betragen, bei Winterreifen 5 mm. Aber Achtung: Dabei handelt sich um die absoluten Mindestwerte. Denkt im Sinne der Sicherheit darauf, dass die Profilrinnen das Wasser unter den Reifen aufnehmen und somit Kontrolle über das Fahrzeug verleihen. Mehr Profiltiefe bedeutet auch mehr Wasser, das aufgenommen werden kann. Ein tieferes Profil verhilft aber auch bei trockener Fahrbahn zu einem kürzeren Bremsweg, da dieses besser am Untergrund haftet.

Außerdem wichtig bei der Sichtkontrolle: Auf eine gleichmäßige Abnützung bzw. Profiltiefe achten – ist dies nicht der Fall, kann diese auf eine mangelhafte Achsgeometrie hinweisen, die umgehend von einer Fachwerkstatt behoben werden sollte.

© Bild: HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com

Bei sichtbaren Schäden an den Pneus, zum Beispiel nach einer Kollision mit einem Randstein: Bitte nicht nur die Reifen wechseln, sondern unbedingt die nächste Werkstatt anpeilen: Nur hier kann festgestellt werden, wie sehr die Außenhaut und auch die Karkasse eines Reifens in Mitleidenschaft gezogen wurde oder ob etwa auch die Spur/Achsgeometrie noch intakt ist.

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2 – Fahrverhalten

Auch das eigene Fahrverhalten entscheidet darüber, wie sehr eure Reifen abgenutzt werden bzw. wann diese gegen neue getauscht werden müssen. Bordsteinrempler, häufiges und abruptes Bremsen und zu hohe Geschwindigkeiten bei Kurvenfahrten sorgen für eine deutlich schnellere Abnützung der Reifen.

© Bild: LARRY W. SMITH / EPA / picturedesk.com

3 – Luftdruck

Zu geringer bzw. auch zu hoher Luftdruck im Reifen wird häufig unterschätzt, führt aber zu enorm negativen Auswirkungen auf die Fahrsicherheit, den Bremsweg, den Fahrkomfort oder auch den Spritverbrauch. Bei Automodellen, die noch nicht über eine automatische Kontrolle des Reifendruckes verfügen, gilt es somit, den Luftdruck wirklich regelmäßig (alle 2-4 Wochen) zu überprüfen. Es sollten dabei nicht nur die angegebenen Normwerte eingehalten werden, sondern auch das Gewicht der Beladung berücksichtigt werden und der Luftdruck entsprechend angepasst werden.

4 – Richtige Reifen auf der Hinterachse

Neue bzw. die weniger abgenutzten Reifen sollte immer auf die Hinterachse des Autos montiert werden, unabhängig von Front- oder Heckantrieb. Das gewährleistet eine bessere Straßenhaftung und somit Kontrolle des Fahrzeuges beim Bremsen bzw. auch bei engen Kurven sowie auch bei nasser Fahrbahn.

5 – Lagerung der Reifen

Auch die Lagerung der Reifen hat Einfluss darauf, wie lange diese unversehrt und verkehrssicher bleiben. Die Reifen bei der Lagerung daher nicht für einen längeren Zeitraum übereinander stapeln. Der Keller als Lagerraum ist in den meisten Fällen ebenso leider wenig geeignet, da Reifen im Idealfall in einem gut belüfteten, trockenen und temperierten Raum gelagert werden sollten. Ebenso sollten Witterungseinflüsse oder direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden, um die Eigenschaften der Pneus nicht negativ zu beeinflussen.

Ein ausreichender Abstand zu diversen Chemikalen, Lösungsmitteln etc. versteht sich von selbst.

Wer über keinen geeigneten Lagerraum verfügt, für den ist es möglicherweise die beste Lösung, die Reifen beim Reifenhändler oder der Werkstatt seines Vertrauens zu lagern – viele davon bieten diesen Service kostengünstig oder gar kostenlos an.

6 – Alter der Reifen

Unabhängig vom äußeren Zustand, der Profiltiefe oder der Lagerung der Reifen gibt es eine gewisse Altersgrenze, ab der Reifen gegen neue getauscht werden sollten, da die Gummimischung im Laufe der Zeit härter, weniger elastisch und im Extremfall sogar so spröde wird, dass sie brechen kann.

Unsere Empfehlung: Spätestens nach 5 Jahren sollten Reifen gegen neue getauscht werden oder von einem Experten untersucht werden, um der Sicherheit weiter Vorrang zu geben.

Übrigens: Das Alter bzw. Produktionsdatum lässt sich an dem vierstelligen Code auf der Reifenflanke ablesen. Beginnend mit “DOT” folgt eine vierstellige Zahl, die beiden ersten Zahlen stellen die Produktionswoche dar, die beiden letzten das Produktionsjahr.

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4 Dinge, um die sich ein Profi kümmern sollte

7 – Reparaturen

Reparaturen am Reifen jeder Art sollten ausschließlich von einem Fachmann durchgeführt werden, der die entsprechenden Werkzeuge und auch Prüfgeräte zur Verfügung hat. Gerade die Reifen sind ein Teil des Fahrzeuges, der aufgrund der Gummimischung besonders empfindlich ist. Bei unsachgemäßer Reparatur können (oft unwissentlich und nicht sichtbar), noch größere Schäden angerichtet werden, die zu einem erheblichen Sicherheitsrisiko führen. Die Reifen sind eindeutig die falsche Stelle, an der man bei Reparaturarbeiten sparen sollte.

8 – Auswuchten

Unwuchte Reifen erzeugen Vibrationen, die nicht nur bei den Reifen selbst zu einer schnelleren und ungleichmäßigen Abnutzung führen. Auch auf die Aufhängung, die Lager oder das gesamte Lenksystem nimmt solch ein Problem negativen Einfluss. Ein Auswuchten der Räder ist daher unerlässlich, und zwar immer dann, wenn ein Ausgleichsgewicht nicht mehr an der richtigen Stelle sitzt, neue Reifen gekauft werden bzw. Reifen gewechselt werden.

9 – Spureinstellung

Ob die Achsen und Räder eines Autos richtig ausgerichtet sind, ist oft nicht auf den ersten Blick erkennbar. Erst nach längerer Fahrzeit mit mangelhafter Achsgeometrie erweisen sich etwa einseitig abgefahrene Reifen als Hinweis darauf.

© Bild: Alessandro Holler

Ist das der Fall, oder ist man in ein größeres Schlagloch oder an eine Bordsteinkante gefahren, sollten die Reifen in einem Fachbetrieb wieder ausgewuchtet werden. Nur so ist man vor einer mangelhaften Straßenlage, schneller und ungleichmäßiger Abnutzung der Reifen und auch höherem Spritverbrauch geschützt.

10 – Ventile

Um die Dichtigkeit der Reifen und damit den konstant richtigen Reifendruck (und damit auch die Sicherheit) zu gewährleisten, sollten auch die Ventile bzw. Ventilklappen in einem guten Zustand sein. Da sich die Komponenten der Ventile im Laufe der Zeit abnutzen, sollten diese spätestens beim halbjährlichen Reifenwechsel ebenso kontrolliert und im Bedarfsfall vom Fachmann gewechselt werden. Ein Ventilwechsel in Eigenregie steht weder hinsichtlich Sicherheit noch finanziell dafür – ein Wechsel durch den Fachmann ist relativ kostengünstig und sorgt auch hier für Sicherheit.

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