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Quell: Surprise

Der Racing Rookie, zum zweiten Mal in Teesdorf, war ein Quell der Überraschungen. Sieger, Teilnehmerinnen im Finale, Burschen im Acker und solche, die erst gar nicht teilnehmen wollten: alle aus dem Häuschen.

01.08.2018 Online Redaktion

Eigentlich könnte man glauben, dass in Teesdorf alles routiniert und gewohnt abläuft, da es mit zwei Terminen jährlich der geübteste aller Vorausscheidungstermine ist. Nur kommen Überraschungen meistens überraschend, und so war ein Teilnehmer völlig ratlos, als er bei einer sehr ungefährlichen Kurve am Handlingparcours tief in den Acker vordrang und eine Staubwolke losließ, die nach mehreren Verletzten aussah. Verletzt wurde zum Glück niemad, auch das Auto blieb heil. Die übrigen Überraschungen waren dennoch erfreulicher. So etwa die einer Teilnehmerin, die erst gar nicht ans Teilnehmen dachte, sondern nur zusehen wollte. Dann war da aber noch ein Platz frei und sie eh schon da. Die Schleuderplatte könne sie zwar nicht, aber der Racing Rookie ist schließlich zum Üben da. Naja, wird halt mitgemacht. Generell zeigte sich bei den beiden Mädchengruppen, dass sie gar nicht mit einem großartigen Ergebnis rechnen. „Gegen die Burschen hab ich eh keine Chance“ war etwa von einer zu hören, die es nach Kartfahren und Nasshandling auf den dritten Platz schaffte und nur auf der Schleuderplatte etwas patzte.

Zwei Damen fanden sich unter den ersten Acht, mit ein paar Teilnahmen und ein bisschen Erfahrung auf der Schleuderplatte mehr sollte dann auch das Finale kein Problem sein. Dass Frauen jedoch kein Monopol auf Understatement haben, zeigte einer, der komplett überrumpelt war, als sein Name im Finale aufgerufen wurde. Denn eigentlich wollte er schon nach Hause fahren und war erleichtert, dass er noch geblieben war, um seine Chance wahrzunehmen. Bei den Finalisten ist der Überrumpelungsgrad durchwachsen: Von relativ überwältigt bis total unberührt ist alles dabei, was vielleicht auch an ihren derzeitigen Lebensabschnitten liegt.

Die Gewinner von Teesdorf II

Hier die Ergebnislisten als Pdf-Dateien

Alexander Osinger, 20

Der Maschinenbau-Student führt ein recht beschauliches Leben. Am liebsten verbringt er seine Zeit mit Hund und Freundin, und auch in seinem Mercedes kommt der Opa in ihm durch. Der ist zwar ein A45 AMG, aber richtig gewetzt werden von ihm eher der VW up und Caddy beim Getränke ausliefern. Versteh einer die Welt. Vielleicht haucht ihm eine Rallye-Saison im Fiesta ST ein bisschen Vernunft ein, auf der Schleuderplatte konnte er jedenfalls schon reüssieren. Ein guter Freund ist Personal Trainer und wird ihn fürs Finale fit machen. Die Priorität liegt auf Brust und Bizeps, weil man die Beine im Auto nicht sieht.

© Bild: Jürgen Skarwan

Sebastian Peham, 19

Nach eigener Aussage hat er seine Leistung auf der Schleuderplatte den zwei Briochestangerln in der Früh zu verdanken. Der frisch gebackene HTL-Absolvent führt momentan ein Leben wie ein junger Hund. Das Kellnerieren beim Heurigen in der Wachau veranlasst ihn zu regelmäßigen Qualitätskontrollen des Weins, die Maturareise am Segelboot war äußerst gemütlich. Ab Oktober beginnt der Zivildienst beim Samariterbund, „da kannst gscheit owezahn“, meint ein Kollege. Sebastian korrigiert: „Rallye fahren!“ Wenn dann vor dem Finale das Frühstück passt, sollte das kein Problem sein.

© Bild: Jürgen Skarwan

Felix Wejrowsky, 19

Während andere Teilnehmer den Racing Rookie als Training für den Racing Rookie sehen und es meist erst beim dritten oder vierten Anlauf ins Finale schaffen, gelingt es ihm gleich bei seiner Premiere. Klar, nach einem beinahe absolvierten Jahr freiwillig beim Bundesheer ist der zukünftige WU-Student voll im Saft und kontrolliert seine Muskelfasern und Nervenstränge nach Belieben. Seine spärliche Freizeit verbringt er mit Freunden und der Pflege seines 1er-BMW. Vielleicht peppt eine Rallye-Saison dann seinen Alltag auf, damit er vom Studium nicht plötzlich unterfordert ist.

© Bild: Jürgen Skarwan

Franz Lehensteiner, 20

Bei seinem ersten und letzten Antritt schafft er sagenhafte 101,6 Punkte auf der Schleuderplatte, wirkt nach seinem souveränen Sieg aber dennoch fast gelangweilt. Das ist aber irgendwie verständlich, wenn man regelmäßig mit alten italienischen Sportwägen zu tun hat. Der gelernte Mechaniker arbeitet nämlich fast ausschließlich an alten Maseratis und Ferraris, da ist jedes Auto eine Sensation. Standfestigkeit muss er dabei in den vielen langen Nächten beweisen, fürs Finale geht er daher nur noch ein bisschen Mountainbiken und versucht, ein bisschen abzuschalten.

© Bild: Jürgen Skarwan

Alle Termine des Racing Rookie 2018

Finale

Anmeldung für die Geburtsjahrgänge 1997–2001 unter: www.racingrookie.at

Anmeldegebühr € 30

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