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Fiestival of Speed beim Racing Rookie in Saalfelden

Im malerischen Saalfelden gibt der Beat der Charts den Takt vor, die Vorausscheidung zum Racing Rookie findet ganz nebenbei statt.

06.08.2018 Online Redaktion

Beflügelt von Bergluft und Kulisse träumen die Finalisten vom ganz großen Wurf. Der Fiesta ist für manche nur Zwischenstopp zum Weltruhm.

Natürlich kann man sagen, der Racing Rookie siebt aus knapp 500 Teilnehmern so viele aus, dass am Ende nur ein Bester übrig bleibt, der sich den ganzen Ruhm und den Rallye-Fiesta im Wert von 40.000 Euro krallt. Nervöse Transpiration, Zittern und Übelkeit sind dann das übliche Programm, begleitet von einer Note aus Ehrgeiz und Selbstzweifel.

Oder man nimmt es als lässigen Tag inmitten eines begeisternden Panoramas aus Bergen und Seen, inmitten dessen man sich im Rallye-Fiesta im Schleudermodus auf dem Rutschbelag austoben und die Grenzen der Haftreibung erfahren kann. Begleitet von geschmackvollen Beats aus den Outdoor-Boxen ist in Saalfelden alles ein bisschen beschwingter, weswegen sich die Rookies tendenziell für die weniger nervenzerfetzende Auslegung der Veranstaltung entscheiden. Warum wir aus dem Saalfelden-Termin noch kein Festival gemacht haben, ist uns selbst nicht ganz klar. Es wird aber ohnehin fleißig gejohlt, wenn einer auf der Schleuderplatte mit elegantem Heckschlenker jeder Pylone im letzten Moment noch ausweichen kann, nur um dann doch um Haaresbreite von zwei Brüdern auf den dritten Platz verwiesen zu werden. Die zwei Brüder können wiederum ihr Glück nicht fassen und lassen am Wahrheitsgehalt alttestamentarischer Geschichten zweifeln, wenn sich jeder Bruder mit dem jeweils anderen mit freut. Alles happy peppi in Saalfelden, also. Dass so viel gute Laune zu teils übermütigen Prognosen der Finalisten für die eigene Zukunft führt, ist natürlich möglich. Aber wer weiß, vielleicht gibt die Realität ihnen ja Recht.

Video zum Racing Rookie in Saalfelden:

Die Gewinner von Saalfelden

Hier die Ergebnislisten als Pdf-Dateien

Maximilian Platter, 21

Trotz Fehler ist er Vormittags-Erster, wahrscheinlich wegen seiner rasanten Geschwindigkeit. Die strebt er auch im Doppelstudium in Innsbruck an, das er noch vor 35 abschließen möchte. Wie es danach ausschaut, weiß der Südtiroler nicht. Ist aber auch egal, er vertreibt sich derweil die Zeit auf seiner Honda CB 450 S oder mit Sex, Drugs und Rock’n’Roll. Als Gitarrist einer Cover-Band, der demnächst von den Eltern in eine WG zieht, steht dem ausschweifenden Lebensstil nichts mehr im Weg. Der komplette Ruin kann ja noch bis 27 warten, dann klappt es vielleicht vorher noch mit Rallye-Karriere und Studium.

© Bild: Jürgen Skarwan

Florian Wiesinger, 21

Zum dritten Mal dabei, darf er sich das erste Mal im Finale um den Rallye-Fiesta messen. Als Rennfahrer wäre er jedenfalls besonnen, weil er sich die Meinung von Anderen gern anhört. Er konstruiert Kurbelwellen bei BAP Rotax, die Motoren für alles herstellen, was Spaß macht: Quads, Flugzeuge, Jetskis. Die Kart-Europameisterschaft führte ihn dorthin, seine nächsten Karriereschritte sind Sieger des Racing Rookie, Rallye-Weltmeister, internationale Berühmtheit und das Auskosten von Jetskis und Leichtflugzeugen in den Seychellen. Für die nötigen Briefkastenfirmen sucht er noch externe Expertise, aber prinzipiell ist der Plan bombensicher.

© Bild: Jürgen Skarwan

Thomas Premm, 17

Erst seit zwei Monaten mit Führerschein ausgestattet, profitiert der jüngere von seinem älteren Bruder, ebenfalls Nachmittags-Finalist. Er spielt lieber Fußball als in Auto-Träumen zu schwelgen, mehr als ein bisschen Gran Turismo mitspielen auf der Playstation hat ihn nicht interessiert. Nur neulich hat ihn Alexander mit einem Abarth 595 vom Fußballtraining abgeholt, den sie sich dann zu zweit vorgeknöpft haben. Neben Fußball und Freunden könnte sich also doch noch eine Auto-Leidenschaft anbahnen. Beim Finale wird er sich noch ein paar Tipps vom erfahrenen Bruder geben lassen, um ihn dann heimtückisch mit dem Fiesta aus der letzten Kurve zu werfen.

© Bild: Jürgen Skarwan

Alexander Premm, 19

Einmal nimmt er den kleinen Bruder im Abarth mit, und schon paniert der ihn auf der Kartbahn und steht mit ihm im Finale. Aber keine Spur von biblischem Bruderzwist, im Gegenteil: Alexander freut sich, seinen Job als älterer Bruder richtig gemacht zu haben. Auf der Schleuderplatte war er eh vorn, also ist die Welt noch im Gleichgewicht. Wenn der jüngere Bruder im Finale gewinnt, lässt Alexander die Schmach hinter sich und geht studieren. Zum Beispiel Management und Technologie in München. Davor schlägt er sich noch als Sanitäter auf einem internationalen Pfadfinderlager mit 4000 Kindern durch. Wenn er das übersteht, ist das Finale ein Leichtes.

© Bild: Jürgen Skarwan

Alle Termine des Racing Rookie 2018

Finale

Anmeldung für die Geburtsjahrgänge 1997–2001 unter: www.racingrookie.at

Anmeldegebühr € 30

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