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Maut-Regelungen in Europa

Andere Länder, andere Straßengebühren – ein Überblick über aktuelle Maut-Regelungen in Europa.

Veröffentlicht am 27.01.2017

Wer mit dem Auto durch Europa reist, muss sich auf eine Reihe von unterschiedlichen Maut-Regelungen einstellen, bei denen es auch immer wieder Änderungen gibt.

Änderungen in Ungarn, Tschechien und bald auch Deutschland

So wurde am 1. Jänner 2017 in Ungarn die Vignettenpflicht ausgeweitet: Die komplette Autobahn M86 ist nun mautpflichtig. Das betrifft auch die bisher vignettenfreie, nahe der österreichischen Grenze gelegene Strecke Szombathely – Répcelak. In Tschechien braucht man hingegen seit Anfang 2017 auf einigen Autobahnstrecken, insbesondere den Umfahrungen größerer Städte, keine Vignette mehr. So sollen die Ortsdurchfahrten weiter entlastet werden. Und in Deutschland ist die Einführung einer Mautpflicht für Pkw zwar geplant, derzeit müssen Reisende dort jedoch noch keine Mautgebühr bezahlen.

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Länder mit Vignette und E-Vignette

Vignette: Eine klassische Vignette zum Aufkleben ist in Österreich, Slowenien und der Schweiz für Pkw und Motorräder Pflicht. In Tschechien und Bulgarien gilt die Vignettenpflicht nur für Pkw, Motorräder sind ausgenommen.

E-Vignette: Ein elektronisches Vignettensystem gibt es in Ungarn, Rumänien und in der Slowakei. Hier wird beim Kauf das Kennzeichen in einer Datenbank gespeichert. Die Kontrolle erfolgt elektronisch über einen Kennzeichenabgleich. “Beim Aufnehmen des Fahrzeugkennzeichens an der Verkaufsstelle passieren gerade in Ungarn jedoch immer wieder Fehler”, warnt ÖAMTC-Touristikerin Kristina Tauer. “Um eine Strafverfügung zu vermeiden, sollte daher unbedingt die Richtigkeit der Daten überprüft werden, bevor man den Beleg unterschreibt.” Sobald man signiert hat, fallen für jede Änderung Gebühren an. Der Beleg sollte übrigens nach Ablauf der Gültigkeit noch zwei Jahre aufbewahrt werden, falls es nachträglich noch eine Beanstandung geben sollte. Am dem kommenden Jahr wird es auch in Österreich eine digitale Vignette zusätzlich zur herkömmlichen Klebevignette geben.

Gültigkeit: Die Wochenvignette gilt in Slowenien, Bulgarien und Rumänien für genau sieben Tage, in Tschechien und der Slowakei hingegen an zehn aufeinander folgenden Tagen. “Wer also z. B. von Samstag bis Samstag nach Slowenien reist, muss bereits zwei 7-Tages-Vignetten zu je 15 Euro, alternativ eine Monatsvignette für 30 Euro, kaufen”, hält Tauer fest. Die Schweizer Autobahnvignette gibt es generell nur für eine Gültigkeitsdauer von 14 Monaten, eine Kurzzeit-Vignette gibt es nicht. “Generell sollte man die Rechnung für die Vignette im Ausland während der Reise unbedingt mit sich führen. Teilweise wird das auch von der Polizei kontrolliert”, rät die ÖAMTC-Touristikerin.

Streckenbezogene und City-Maut:

Streckenbezogene Maut: Die zurückgelegte Strecke auf den jeweiligen Straßen ist die Grundlage für die Berechnung der Straßenbenutzungsgebühr in vielen europäischen Ländern – darunter Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Polen, Portugal, Serbien, Spanien und Türkei. “Für die Bezahlung sind fixe Mautstellen eingerichtet, die häufig Kredit- und Bankomatkarten akzeptieren”, weiß die ÖAMTC-Expertin. “Dennoch lohnt es sich, ausreichend Kleingeld in der jeweiligen Landeswährung dabei zu haben, falls die Kartenzahlung nicht möglich ist.”

City-Maut: Einige Innenstädte, beispielsweise London, heben Gebühren für die Einfahrt mit dem Auto ein. Hier ist meist keine direkte Zahlung in bar oder mit Kreditkarte möglich. Stattdessen ist eine vorherige Registrierung im Internet, per SMS, Telefon oder Post (mittels Formular) notwendig.

Im ÖAMTC Routenplaner können neben Strecke und Fahrzeit auch anfallende Mautkosten vor Reiseantritt berechnet werden.


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