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Teslas “Sentry Mode” erwischt immer mehr Schlüsselkratzer

Mit dem “Sentry Mode” setzte Tesla eine Maßnahme gegen Diebstahl und Vandalismus. Immer wieder erwischt das Überwachungssystem Schlüsselkratzer in flagranti.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 06.09.2019

Um eine Maßnahme gegen Auto-Einbrüche, Diebstahl und Vandalismus zu setzen, hat Tesla im Februar den “Sentry Mode” eingeführt: Dieses Überwachungssystem nutzt die Kameras des Autopiloten, um verdächtige Aktivitäten rund um das geparkte Fahrzeug aufzuzeichnen. Wie sich herausstellt, kann die neue Funktion durchaus nützlich sein: Mit Hilfe zweier via “Sentry Mode” aufgenommenen Videos konnte bereits eine Frau in den USA ausfindig gemacht werden, die mutwillig ein Tesla Model 3 mit ihrem Schlüssel zerkratzt hat (die Details und dazugehörigen Videos findet ihr weiter unten.) Leider kein Einzelfall: In den vergangenen Monaten tauchten immer wieder Videos von Personen auf, die ihren Aggressionen angesichts fremder Teslas mit gezückten Schlüsseln Ausdruck verleihen. Ein Brite scheint es besonders ernst zu meinen und verpasst einem Model 3, das seinem Besitzer zum Zeitpunkt der Attacke gerade einmal sechs Tage lang gehört hatte, ein neues Muster:

In den USA wird besonders häufig von Vandalismus gegen Teslas berichtet. Diverse Sentry-Mode-Aufnahmen bestätigen das:

Ein weiteres auf YouTube veröffentlichtes Video zeigt zwei Männer, im Zerkratzen eines Model 3 ein gemeinsames Hobby gefunden zu haben scheinen:

Tesla-Besitzer bitten um Hilfe

Oft bitten die Tesla-Besitzer mit Hilfe der Videos um Hilfe bei der Identifizierung der Schlüsselkratzer. In manchen Fällen kann aber auch die Polizei die Täter anhand der Aufnahmen ausforschen. Ende März berichtete V-Logger TesLatino von einem solchen Fall.

“Sentry Mode” zeichnet gleich zwei Attacken auf

In dem ersten Video ist zu sehen, wie eine Frau einem Kind die Tür eines neben dem Tesla geparkten Wagens öffnet, während sie mit der linken Hand hinter dem Rücken zwei Mal über den Lack des Model 3 kratzt. TesLatino erklärt, der kurze Clip sei ihm von einem Freund geschickt worden. Dieser habe später noch eine zweite Aufnahme gefunden, die eine vorhergegangene Attacke der selben Frau gegen sein Elektroauto zeigt:

Die zweite Schlüssel-Attacke gegen das Tesla Model 3:

Der Besitzer habe die Frau auf den Aufnahmen nicht erkannt – er geht daher davon aus, dass der Attacke eine Abneigung gegen Tesla zugrunde liegt. Insbesondere in den USA gehen die Emotionen gegen Elektroautos oft hoch, wie beispielsweise auch das Phänomen des ICE-ings zeigt. Wie die Website electrek.co berichtet, hat der Besitzer des Model 3 das Videomaterial an die Polizei übermittelt. Berichten zufolge soll die Täterin aufgrund der Aufnahmen bereits ausgeforscht worden sein.

Zweistufiger Überwachungsmodus

Die Funktionsweise des neuen Überwachungsmodus erläutert Tesla in einem Blog-Eintrag vom 13. Februar. Registriert der “Sentry Mode” eine “minimale Gefahr” wie jemanden, der sich an das Auto lehnt, werden die Kameras aktiviert. Eine dementsprechende Nachricht wird auch auf dem Touchscreen im Cockpit angezeigt. Bei einer heftigen Attacke – beispielsweise, wenn jemand ein Fenster einschlägt – wird zudem die Alarmanlage aktiviert, die Helligkeit des Touchscreens erhöht und Musik mit maximaler Lautstärke abgespielt. Der Besitzer erhält eine Benachrichtigung auf seinem Smartphone, die Videoaufzeichnung des Zwischenfalls wird auf einem USB-Datenträger gespeichert. Verfügbar ist der “Sentry Mode” für die Modelle 3, S und X, die nach August 2017 gebaut wurden.


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