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Teslas “Sentry Mode” erwischt wieder zwei Schlüsselkratzer

Mit dem “Sentry Mode” setzte Tesla in den USA eine Maßnahme gegen Diebstahl und Vandalismus. Immer wieder erwischt das Überwachungssystem Schlüsselkratzer in flagranti.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 16.05.2019

Um eine Maßnahme gegen Auto-Einbrüche, Diebstahl und Vandalismus zu setzen, hat Tesla im Februar den “Sentry Mode” eingeführt: Dieses Überwachungssystem nutzt die Kameras des Autopiloten, um verdächtige Aktivitäten rund um das geparkte Fahrzeug aufzuzeichnen. Wie sich herausstellt, kann die neue Funktion durchaus nützlich sein: Mit Hilfe zweier via “Sentry Mode” aufgenommenen Videos konnte bereits eine Frau in den USA ausfindig gemacht werden, die mutwillig ein Tesla Model 3 mit ihrem Schlüssel zerkratzt hat (die Details und dazugehörigen Videos findet ihr weiter unten.) Jetzt hat das Überwachungssystem wieder zwei Schlüsselkratzer in flagranti erwischt: Ein auf YouTube veröffentlichtes Video zeigt zwei Männer, die den Lack eines Model 3 mit einem Autoschlüssel bearbeiten.

Tesla-Besitzer bittet um Hilfe bei der Identifizierung

Danach stellen sich die beiden wieder vor den Tesla und scheinen sich sichtlich über ihr Werk zu freuen – womit sie wohl nicht rechnen ist, dass sie sich so nur noch deutlicher vor der Kamera präsentieren. Anschließend steigen sie in einen neben dem Model 3 geparkten Dodge RAM – natürlich nicht, ohne vorher noch die Tür gegen den Tesla zu knallen. Ausfindig gemacht werden konnten die beiden Männer trotz der deutlichen Aufnahmen noch nicht. Aufgrund einer “Lücke” im Sentry-Video ist die Nummerntafel des Dodges nicht ersichtlich, weshalb der Tesla-Besitzer um Hilfe bei der Identifizierung der beiden Männer bittet.

Kein Einzelfall

Ende März hat V-Logger TesLatino bereits mit zwei Videos Aufmerksamkeit erregt, die vom Tesla eines Bekannten im Sentry Mode aufgezeichnet wurden.

“Sentry Mode” zeichnet gleich zwei Attacken auf

In dem ersten Video ist zu sehen, wie eine Frau einem Kind die Tür eines neben dem Tesla geparkten Wagens öffnet, während sie mit der linken Hand hinter dem Rücken zwei Mal über den Lack des Model 3 kratzt. TesLatino erklärt, der kurze Clip sei ihm von einem Freund geschickt worden. Dieser habe später noch eine zweite Aufnahme gefunden, die eine vorhergegangene Attacke der selben Frau gegen sein Elektroauto zeigt:

Die zweite Schlüssel-Attacke gegen das Tesla Model 3:

Der Besitzer habe die Frau auf den Aufnahmen nicht erkannt – er geht daher davon aus, dass der Attacke eine Abneigung gegen Tesla zugrunde liegt. Insbesondere in den USA gehen die Emotionen gegen Elektroautos oft hoch, wie beispielsweise auch das Phänomen des ICE-ings zeigt. Wie die Website electrek.co berichtet, hat der Besitzer des Model 3 das Videomaterial an die Polizei übermittelt. Berichten zufolge soll die Täterin aufgrund der Aufnahmen bereits ausgeforscht worden sein.

Zweistufiger Überwachungsmodus

Die Funktionsweise des neuen Überwachungsmodus erläutert Tesla in einem Blog-Eintrag vom 13. Februar. Registriert der “Sentry Mode” eine “minimale Gefahr” wie jemanden, der sich an das Auto lehnt, werden die Kameras aktiviert. Eine dementsprechende Nachricht wird auch auf dem Touchscreen im Cockpit angezeigt. Bei einer heftigen Attacke – beispielsweise, wenn jemand ein Fenster einschlägt – wird zudem die Alarmanlage aktiviert, die Helligkeit des Touchscreens erhöht und Musik mit maximaler Lautstärke abgespielt. Der Besitzer erhält eine Benachrichtigung auf seinem Smartphone, die Videoaufzeichnung des Zwischenfalls wird auf einem USB-Datenträger gespeichert. Verfügbar ist der “Sentry Mode” für die Modelle 3, S und X, die nach August 2017 gebaut wurden – und (zumindest vorerst) nur in den USA.


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