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0-400-0 km/h in 31,49 Sekunden: Koenigsegg bricht eigenen Rekord [+Onboard-Video]

Koenigsegg kann’s nicht lassen: Ein Regera unterbot den 0-400-0 km/h-Rekord, den die Schweden bereits im Jahr 2017 mit einem Agera RS aufgestellt hatten, um weitere 1,8 Sekunden.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 16.10.2019

Wie lange benötigt ein Auto, um aus dem Stillstand auf 400 km/h zu beschleunigen und wieder komplett abzubremsen? Diese Frage beschäftigt Koenigsegg seit 2017, als die Schweden besagten Stunt mit einem Agera RS erst in 36,44 Sekunden, später sogar in 33,29 Sekunden absolvierten. Ende September 2019 brach schließlich ein Regera den firmeneigenen Weltrekord mit einem 0-400-0-km/h-Lauf in 31,49 Sekunden. Im Oktober veröffentlichte Koenigsegg noch ein Onboard-Video, das den neuen Rekordlauf aus der Ego-Perspektive zeigt:

Onboard-Video: 0-400-0 km/h in 31,49 Sekunden

Mit einem Gang auf 403 km/h

Die Umgebung ist in dem Video zwar nicht zu erkennen. Dafür ist das, was es zu hören gibt, umso interessanter: Da der Regera bekanntermaßen nur einen Gang hat, bleiben die gewohnten Gangwechsel aus, was sich in einer ungewohnten Geräuschkulisse niederschlägt. “Das war eine gute Gelegenheit, die wahren Fähigkeiten des einzigartigen Direct Drive-Systems des Regeras zu veranschaulichen”, kommentierte CEO Christian Koenigsegg. “Da der Regera nur einen Gang hat, mussten wir diesen vom Stillstand bis zur Rekord-Spitzengeschwindigkeit von 403 km/h, begrenzt durch die Drehzahl, nutzen.”

Speed in Serie

Der neue Weltrekord wurde von Werksfahrer Sonny Persson auf einem Flugfeld in der Nähe der schwedischen Stadt Lidköping eingefahren. Koenigsegg betont, dass es sich bei dem Rekord-Regera um ein “voll homologiertes Serienfahrzeug” handelt, dessen “luxuriöse Ausstattung und Sitze” auch beim Sprint auf dem Flugfeld im Auto verblieben sind. Als einzige Modifikationen, die vor dem Rekordlauf durchgeführt wurden, nennt Koenigsegg die Nachrüstung eines Überrollkäfigs sowie eines Vierpunktgurtes.

© Bild: Koenigsegg

Koenigegg vs. Bugatti: Die endliche Geschichte

Die Geschichte, die diesem neuerlichen Rekord vorausgeht, ist eine etwas längere. Sie beginnt im September 2017, als Bugatti mit einer beeindruckenden Bestzeit aufhorchen ließ: Der Chiron hatte einen Lauf von o auf 400 und wieder zurück auf 0 km/h in 41,96 Sekunden absolviert und damit den Weltrekord für dieses Manöver eingefahren. Die Freude bei den Franzosen sollte allerdings nicht lange währen – denn offenbar hat man bei Koenigsegg Gefallen daran gefunden, Bugattis Leistung zu überflügeln. Bereits im Oktober 2017, also gerade einmal ein Monat nach Bugattis ursprünglichem Rekord, hatte ein Kundenfahrzeug, ein 1360 PS starker Agera RS, die 0-400-0 km/h-Zeit des Chiron um über 5 Sekunden unterboten. Doch damit nicht genug: Bei einem weiteren Versuch im November 2017 konnte der Agera RS sogar seinen eigenen Rekord brechen und den Stunt, für den der Bugatti 41,96 Sekunden gebraucht hatte, in gerade einmal 33,29 Sekunden absolvieren.

2017: Das Jahr der Rekorde

Ganz nebenbei hatte der Koenigsegg inmitten der Wüste Nevadas Ende 2017 noch ein paar weitere Rekorde aufgestellt, darunter jenen für die höchste Geschwindigkeit auf einer öffentlichen Straße (457.49 km/h) sowie den schnellsten “fliegenden”, also mit maximaler Geschwindigkeit gefahrenen, Kilometer auf einer öffentlichen Straße (445.54 km/h). Mit einem durchschnittlichen Top-Speed von 446.97 km/h (berechnet aus zwei Läufen in entgegengesetzter Richtung, um den Einfluss von Faktoren wie Wind, Gefälle etc. zu eliminieren) war der Agera RS außerdem schneller als jedes Serienfahrzeug mit Straßenzulassung vor ihm – eine Errungenschaft, um die sich in weiterer Folge auch Bugatti mit einem Prototypen bzw. Sondermodell des Chiron bemühte.

Die ganze Geschichte über das inoffizielle Wettrennen zwischen Bugatti und Koenigsegg zur 300-mph-Marke lest ihr hier.


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