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457,9 km/h: Der Koenigsegg Agera RS ist noch immer das schnellste straßenzugelassene Serienauto der Welt

Auch nach Bugattis 490,484 km/h-Lauf bleibt der Koenigsegg Agera RS das schnellste Serienauto mit Straßenzulassung. Das war der 457,9 km/h-Lauf der Schweden aus der Ego-Perspektive.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 08.09.2019

Im September 2019 hat Bugatti bekannt gegeben, mit einem “Vorserienfahrzeug eines Chiron-Derivats” die magische 300-mph-Marke geknackt zu haben. Das ist noch keinem Hersteller zuvor gelungen. Exakt 490,484 km/h (304,773 mph) erreichte der Chiron-Prototyp auf der Test- und Prüfstrecke in Ehra-Lessien in Niedersachsen. In einer Aussendung verkündete Bugatti dann noch, in der Wüste Nevadas hätte man um weitere 25 km/h schneller sein können – ein eindeutiger Seitenhieb auf Koenigsegg. Die Schweden hatten Ende 2017 mit einem durchschnittlichen Top-Speed von 446,9 km/h (berechnet aus zwei Läufen in entgegengesetzter Richtung, um den Einfluss von Faktoren wie Wind, Gefälle etc. zu eliminieren) und 457,9 km/h Spitze einen neuen Geschwindigkeitsrekord für Serienautos mit Straßenzulassung eingefahren. Ein Rekord, der trotz Bugattis Bemühungen immer noch steht.

Video: 457,9 km/h im Koenigsegg Agera RS

Koenigsegg “gratuliert” Bugatti

Bugattis beeindruckenden Top-Speed ließ Koenigsegg natürlich nicht lange unkommentiert. In einem Interview mit dem Top Gear Magazine gratulierte ein Sprecher des schwedischen Autobauers Bugatti zum Überschreiten der 300-mph-Marke – natürlich nicht ganz ohne Unterton: “Das ist eine großartige Leistung”, so der Sprecher. “Wenn die homologierte Serienversion des selben Fahrzeugs schneller als 457,9 km/h – oder 446,9 km/h als Durchschnitt aus zwei Läufen in entgegengesetzter Richtung – fahren kann, dann wird es die Krone vom Agera RS übernehmen, der bis jetzt das schnellste Serienfahrzeug ist.” Und, ganz abgesehen davon: “Wir haben es bereits in der Vergangenheit gesagt und sagen es jetzt wieder: Eine High-Speed-Variante des Jesko sollte in der Lage sein, schneller als 300 mph zu fahren.” Es ist also wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis Koenigsegg seinen eigenen Rekord wieder einmal in den Schatten stellt.

Koenigsegg vs. Bugatti: Überflügeln ist Programm

Schon im November 2017 hatte Koenigsegg seinen eigenen 0-400-0 km/h-Rekord pulverisiert. Den hatten die Schweden aber erst aufgestellt, nachdem sich Bugatti im September des selben Jahres mit einer beeindruckenden Bestzeit gebrüstet hatte: Der Chiron hatte einen Lauf von o auf 400 und wieder zurück auf 0 km/h in 41,96 Sekunden absolviert und damit den Weltrekord für dieses Manöver eingefahren. Die Freude bei den Franzosen sollte allerdings nicht lange währen, denn offenbar hat man bei Koenigsegg Gefallen daran gefunden, Bugattis Leistungen zu überflügeln. Bereits im Oktober hatten die Schweden die 0-400-0 km/h-Zeit des Chiron um über 5 Sekunden unterboten.

Rekordjahr 2017

Doch damit nicht genug: Bei einem neuerlichen Versuch im US-Bundesstaat Nevada brach der Agera RS Ende 2017 seinen eigenen Rekord und absolvierte den Stunt, für den der Bugatti 41,96 Sekunden gebraucht hatte, in gerade einmal 33,29 Sekunden. “Ganz nebenbei” brach der Koenigsegg inmitten der amerikanischen Wüste noch ein paar weitere Rekorde, darunter jenen für den schnellsten “fliegenden”, also mit maximaler Geschwindigkeit gefahrenen, Kilometer auf einer öffentlichen Straße (445.54 km/h) sowie die höchste Geschwindigkeit auf einer öffentlichen Straße (457,94 km/h). Damit und mit einem durchschnittlichen Top-Speed von 446.97 km/h (berechnet aus zwei Läufen in entgegengesetzter Richtung) ist der Agera RS außerdem das schnellste Serienfahrzeug mit Straßenzulassung der Welt – ein Titel, den Bugatti auch mit dem 1.500 PS starken Chiron angestrebt hatte. Um diesen Titel will Bugatti aber wohl nicht mehr kämpfen, denn unmittelbar nach dem 300 mph-Lauf hat CEO
Stephan Winkelmann angekündigt, dass man sich aus der Jagd nach neuen Geschwindigkeitsrekorden für Serienfahrzeuge zurückziehen wolle.


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