33 Mal geblitzt – in vier Stunden: Lamborghini-Fahrer soll 42.000 Euro Strafe zahlen

Innerhalb von nur 4 Stunden beging der Fahrer eines gemieteten Lamborghini Huracán in Dubai 33 Verkehrsdelikte, die ihn insgesamt insgesamt 175.000 VAE-Dirham kosten sollten. Die Strafhöhe wurde schließlich reduziert, und der Tourist bezahlte.

14.02.2019 Online Redaktion

Gäbe es einen Weltrekord für die höchsten Verkehrsstrafen innerhalb der kürzesten Zeit, würde er wohl dem Briten zustehen, der im Dubai-Urlaub im Sommer 2018 in nur vier Stunden 33 Vergehen in Höhe von insgesamt 175.000 VAE-Dirham angesammelt hat. Umgerechnet entspricht das Strafzahlungen von 42.000 Euro, die der 25-jährige zu leisten hatte. Wie er das fertig gebracht hat? Mit einem Lamborghini Huracán – und einem mutmaßlichen Fuß aus Blei.

Mit bis zu 230 km/h durch Dubai

Mit seinem luxuriösen Mietwagen wollte sich der junge Mann offenbar nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten – und wurde deshalb von jedem einzelnen Radar auf seiner Strecke geblitzt, wie das Nachrichtenmagazin The National berichtet. Geschwindigkeiten zwischen 126 und 230 km/h hat die Dubaier Polizei in ihren Aufzeichnungen.

Zwei Mal in einer Minute geblitzt

Zwischen 2 Uhr 31 und 6 Uhr 26 – morgens – wurde das Supercar 33 Mal geblitzt, davon 32 Mal auf der Sheikh Zayed Straße und ein Mal auf der Garn Al Sabkha Straße. Innerhalb von einer Minute tappte – oder raste – der Huracán sogar gleich zwei Mal in die Radarfalle. Für die mitunter stark überhöhte Geschwindigkeit werden Strafen in einer Gesamthöhe von 70.000 VAE-Dirham (ca. 16.800 Euro) fällig. Weitere 105.000 VAE-Dirham (ca. 25.200 Euro) musste der Brite berappen, um den Lamborghini von der Polizei zurückholen zu können, die den Wagen beschlagnahmt hat. Zumindest in der Theorie – in der Praxis befand sich der Huracán vorerst nämlich immer noch in der “Obhut” des bleifüßigen Touristen.

Rechtliche Probleme

Bei Bekanntwerden der kuriosen Strafansammlung war es noch alles andere als gesichert, ob bzw. wie viel der Brite tatsächlich bezahlen würde. Die Mietwagenfirma hatte ihre Sorgen um die Zukunft des Supercars zum Ausdruck gebracht: Für zwei Tage mit dem Lamborghini habe der Brite 6.000 VAE-Dirham (ca. 1.400 Euro) bezahlt und seinen Pass als Sicherheit hinterlegt, so Faris Iqbal vom Saeed Ali Rent a Car. Die Verkehrsstrafen laufen allerdings auf den Namen des Eigentümers – ein gängiges Problem in Dubai, wie The National berichtet.

Strafhöhe reduziert – Tourist bezahlt

Wenige Tage später habe sich der Tourist allerdings bereit erklärt, eine reduzierte Summe von 117.000 VAE-Dirham (ca. 28.200 Euro) zu bezahlen. Seinen Aufenthalt in Dubai hatte der Urlauber um eine Woche verlängern müssen, da er seinen Reisepass ja bei der Mietwagenfirma abgegeben hatte.

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