Racing Rookie 2022: Es gibt kein schlechtes Wetter

Racing Rookie 2022, die vierte Vorausscheidung. Unsere Finalisten für den großen Showdown in Melk stehen fest.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 03.08.2022

Samstag, 30. Juli, Saalfelden am Steinernen Meer. Die schnelle Adresse heißt Hohlwegen 4, dort liegt das ÖAMTC Fahrtechnikzentrum Saalfelden, der Ort des Geschehens für die Anwärter zum Racing Rookie 2022. Ein kleines Stück weiter stadtauswärts liegt das neue Experience Center der ÖAMTC Fahrtechnik, welches zwar für die Rookies keine Rolle spielte, dem interessierten Autofahrer aber nicht verschwiegen bleiben sollte.

Racing Rookie 2022: Es gibt kein schlechtes Wetter
© Bild: Christoph Jordan

Saalfelden hat trotz seiner wunderbar malerischen Landschaft im Sommer ein Problem: Man ist ständig nass. Entweder knallt die Sonne runter, dass man im eigenen Schweiß gebadet wird, oder es regnet. Und auch dabei gibt es gravierende Unterschiede. Wie die Adresse schon sagt, liegt Hohlwegen zwischen zwei Bergmassiven, wo die Wolken schön hängen bleiben und sich ausregnen können. Das ist der traditionelle Landler, ein ergiebiger Dauerregen. So waren die vormittäglichen Kartrennen mehr ein Bewerb nach dem Motto: Wie halte ich das Ding auf Kurs und drehe mich nicht ein. Jedenfalls eine Aufgabe, die wirklich Fingerspitzengefühl verlangte. Beim Zeitslalom im 350 PS-starken Ford Focus RS war der Regen weniger gravierend, der hat Allradantrieb und krallt sich wunderbar im Asphalt. Hinter der Schleuderplatte gab es leider nix zum Verkrallen. Der ladenneue Rutschbelag verhielt sich mustergültig und tat das, was er sollte: Er simulierte blankes Eis. Und das so gut, dass die Fahrtechnik-Kapazunder Gnade mit den Rookies hatten, und im Vorfinale das zu treffende Geschwindigkeitsfenster etwas senkten.

Racing Rookie 2022: Es gibt kein schlechtes Wetter
© Bild: Christoph Jordan

Am Nachmittag wurde das Fahrtechnikzentrum dann mit Sonne geflutet, das Pinzgau zeigte seine schönste Wetterseite. Die Kartbahn trocknete sukzessive ab, die letzten drei Gruppen des Tages durften sich bei perfekten Bedingungen matchen und waren dabei – um ein Gespür für den Zeitunterschied zu bekommen – etwa doppelt so schnell wie die Vormittagsrookies. Pünktlich zum Abschlussbewerb schickte der Wettergott noch eine kurze Gewitterfront vom deutschen Eck runter, sodass die Bedingungen auf der Schleuderplatte – wie am Vormittag – sehr anspruchsvoll blieben. Einziger Unterschied zum Vormittagsbewerb: Statt künstlicher Bewässerung gab es natürliche.

Die Finalisten

Wir gratulieren den Finalisten und stellen im Kurzportrait vor:

Thomas Traußnig

Thomas Traußnig war auf positive Art und Weise aus dem Häuschen: „Damit hab’ ich nicht gerechnet. Jetzt muss ich meinen Urlaub noch g’schwind umbuchen.“ Er ist zum dritten Mal dabei, war jedes Mal im Tagesfinale – und ist immer auf der Rutschplatte gescheitert. Ob er Motorsport betreibt? „Ja, ich bin schon 3 Rallyes gefahren, aber immer mit Leihautos.“ Da würde der Rallye-Fiesta wohl ein gutes Zuhause finden.

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© Bild: Christoph Jordan

Thomas Traußnig

Xaver Krißmer

Xaver Krißmer hat von seinem Bruder über den Racing Rookie erfahren und ist bei seinem ersten Antritt gleich ins Finale gekommen. Das rutschen dürfte ihm liegen, fährt er doch privat einen heckgetriebenen Ford Sierra. In seiner Heimat Imst schneit es im Winter doch öfters. Was ihm am Bewerbstag am besten gefallen hat? „Der Handlingparcours. Da nimmst du viel für die Praxis mit.“

Racing Rookie 2022: Es gibt kein schlechtes Wetter
© Bild: Christoph Jordan

Xaver Krißmer

Nick Haberl

Nick Haberl kommt aus Fladnitz/Teichalm und hat beruflich mit Motoren zu tun, ist er doch Konstrukteur bei der AVL in Graz. Aber auch privat hat er sich vom Motorsport anstecken lassen, fährt doch sein Cousin in der Österreichischen Rallyemeisterschaft. „Na klar würd’ ich das auch gerne – wenn da nicht die finanzielle Hürde so hoch wäre.“ Vielleicht klappt es für den 20-jährigen nun beim dritten Antritt.

Racing Rookie 2022: Es gibt kein schlechtes Wetter
© Christoph Jordan

Nick Haberl

Matthias Haas

Matthias Haas ist aus Buch in Tirol angereist. Sein Bezug zum Motorsport: „Hm. Eigentlich fahre ich nur verdammt gerne Auto! Möglich, dass mich mein Vater angesteckt hat, denn der ist Berufskraftfahrer und fährt LKW, Bus und Taxi.“ Von seinen Eltern hat er auch vom Racing Rookie erfahren. Auch beruflich hat das Auto für den 19-Jährigen einen hohen Stellenwert, macht Matthias doch gerade eine Ausbildung zum KFZ-Techniker.

Racing Rookie 2022: Es gibt kein schlechtes Wetter
© Christoph Jordan

Matthias Haas

Alle Termine des Racing Rookie 2022

Der Racing Rookie 2022 steht in den Startlöchern. Pro Qualifikationstermin werden 96 Startplätze vergeben. Sie finden in den ÖAMTC-Fahrtechnik­zentren Teesdorf, Melk sowie Saalfelden statt. 24 Rookies erhalten die Chance, im großen Finale am Wachauring in Melk anzutreten. Der Hauptpreis ist heiß: Zu gewinnen gibt es einen rennfertig umgebauten Ford Fiesta ST samt individuellem Startpaket (exklusives Fahrercoaching, OSK-Fahrer­lizenz, Ausrüstung). Gewinnen kann natürlich nur, wer sich auch rechtzeitig anmeldet: Alle detaillierten Informationen rund um den Ablauf, die Termine, die genauen Teilnahmebedingungen sowie natürlich die Möglichkeit zur Anmeldung gibt’s online unter racingrookie.at

Qualifikation

9.7.2022 – ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Teesdorf (NÖ) – hier der Nachbericht
16.7.2022 – ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Melk / Wachauring (NÖ) – hier der Nachbericht
23.7.2022 – ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Teesdorf (NÖ) – hier der Nachbericht
30.7.2022 – Experience Center Saalfelden/Brandlhof (S) – hier der Nachbericht

Finale

12. und 13. August – ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Melk / Wachauring (NÖ) – hier der Nachbericht