Andreas Riedmann
Report: Das Auto als Rohstoffquelle

Report: Das Auto als Rohstoffquelle

Ohne funktionierende Kreislaufwirtschaft ist keine vernünftige Energiebilanz möglich. Doch zu viel Schrott verschwindet einfach. Mit ressourcenintensiven Elektroautos wird das Thema jetzt erst richtig brennend.

Autorevue Magazin
Veröffentlicht am 24.04.2019

Ein Beitrag aus der Autorevue Mai 2019

Das Problem ist nicht neu, aber deshalb nicht weniger brisant: Der Verband österreichischer Entsorgungsbetriebe VOEB warnt eindringlich vor dem Abfluss von Rohstoffen in Form von alten Automobilen. Ihr Präsident, Hans Roth, betont, dass bei in Österreich verkauften Fahrzeugen die Rohstoffkreise geschlossen gehalten werden können, jedoch nur, wenn die Alt­autos im Land bleiben. Nach einer Untersuchung der ARGE Shredder, der Vereinigung der österreichischen Shredderunternehmen, werden nur 60.000 Altautos in österreichischen Anlagen ordnungsgemäß verwertet. Rund 220.000 Autos gelangen über Zwischenhändler in den Osten und nach Afrika. Das bedeutet, wenn in Rohstoffbilanzen von Kreislaufwirtschaft die Rede ist, kann das nicht der gelebten Realität entsprechen. Besonders heikel erscheint dies, wenn man diese Zahlen auf künftige Elektroantriebe hochrechnet, wo der Einsatz an wertvollen Rohmaterialien noch unvergleichlich höher ist als bei konventionellen Autos.

Jetzt weiterlesenUm den Inhalt zu sehen musst du eingeloggt seinEinloggen
oder hier registrieren

Voriger
Nächster