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Handyparken in Österreich: So funktioniert's [Ratgeber]

Handyparken in Österreich: So funktioniert’s [Ratgeber]

Wie das Service Handyparken funktioniert, welche Gebühren dafür anfallen und welche anderen Anbieter für elektronische Parkscheine in Österreich aktiv sind.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 20.10.2021

In 35 Städten in Österreich können Kurzpark-Gebühren mit dem Service „Handyparken“ auch via Handy bzw. Smartphone bezahlt werden. Die wichtigsten Informationen rund ums Handyparken mit dem gleichnamigen Anbieter findet ihr hier im Überblick.

Was ist Handyparken?

In vielen Städten in ganz Österreich gibt es gebührenpflichtige Kurzparkzonen, die durch entsprechende Verkehrszeichen und gegebenenfalls auch durch blaue Bodenmarkierungen gekennzeichnet sind. Die Gebühren, die für das Kurzparken fällig werden, beruhen auf landesrechtlichen Regelungen und können von Stadt zu Stadt variieren. Vielerorts gibt es die Möglichkeit, die Parkgebühren auch via Handy bzw. Smartphone zu entrichten. In Österreich weit verbreitet ist das Service Handyparken, das von der A1 Telekom Austria AG betrieben wird und in Wien ohne Transaktionsgebühren genutzt werden kann. Es gibt aber noch weitere Anbieter für elektronische Parkscheine in Österreich – eine Übersicht dazu gibt’s hier.

In einigen Städten Österreichs sind noch weitere Anbieter für elektronische Parkscheine aktiv. Weitere Infos dazu findet ihr hier.

Wo ist Handyparken verfügbar?

Aktuell (Stand: Oktober 2021) ist das Service Handyparken in 35 österreichischen Städten in 8 Bundesländern verfügbar:

  • Wien (hier gelten abweichende Regelungen als in den anderen Städten)
  • Niederösterreich: Amstetten, Baden, Klosterneuburg, Korneuburg, Krems, Mödling, Perchtoldsdorf, Schwechat, Stockerau, St. Pölten, Tulln, Wiener Neustadt
  • Oberösterreich: Braunau, Gmunden, Linz, Ried im Innkreis, Schärding, Steyr, Wels
  • Salzburg: Salzburg Stadt, Zell am See
  • Tirol: Hall in Tirol, Innsbruck
  • Kärnten: Klagenfurt, Pörtschach, Spittal, Velden, Villach
  • Steiermark: Gleisdorf, Graz, Weiz
  • Burgenland: Eisenstadt, Neusiedl am See, Oberwart

Sowohl in Kurzparkzonen als auch auf einigen privaten Parkplätzen kann mit Handyparken bezahlt werden.

Wie funktioniert Handyparken?

Wie der Name schon sagt, benötigt man zur Nutzung von Handyparken ein Handy oder Smartphone. Außerdem muss ein Konto unter Angabe der Rufnummer, E-Mail-Adresse und weiterer persönlicher Daten angelegt werden. Das kann man entweder mit der Handyparken-App für Android oder iPhone direkt am Smartphone oder über die Website des Anbieters erledigen.

In einigen Städten ist es verpflichtend, bei der Nutzung eines elektronischen Parkscheins eine Parkvignette des jeweiligen Anbieters gut sichtbar an der Windschutzscheibe anzubringen.

Wie kann man einen Parkschein mit Handyparken buchen?

Parkscheine können entweder per SMS oder über die kostenlose App für Android oder iPhone gebucht werden. In Wien muss vor der Buchung eines Kurzparkscheins ein Guthaben aufgeladen werden, in anderen Städten wird jeder Parkschein einzeln via paybox abgerechnet – weitere Informationen zu den Bezahlmöglichkeiten in Handyparken gibt’s hier.

Bei der Buchung eines Parkscheins in der App wird die gewünschte Stadt ausgewählt, das Kennzeichen eingegeben und die Parkdauer ausgewählt. Bei der Buchung eines Parkscheins via SMS muss eine Nachricht an die Nummer 0664 660 6000 geschickt werden. Die SMS muss zumindest die beabsichtigte Abstelldauer beinhalten, beim Parken in einer anderen Stadt oder mit einem anderen Kennzeichen als üblich müssen auch noch die diesbezüglichen Informationen in einem festgelegten Format mitgeschickt werden. Alle Informationen zur Parkschein-Buchung via SMS oder App im Detail findet ihr direkt auf der Handyparken-Website.

Über Handyparken sind alle Parkscheine verfügbar, die es auch in Papierform gibt – in Wien sind das der kostenlose 15-Minuten-Parkschein sowie kostenpflichtige Optionen zwischen 30 und 180 Minuten. Über gültige Parkscheine wird man direkt in der App oder via SMS informiert.

Screenshots: So funktioniert die Handyparken App am Smartphone.
© Bild: Screenshots Handyparken-App auf Android
Screenshots von der Handyparken-App am Android-Smartphone. V.l.n.r.: Der Stadtplan von Wien mit den Kurzparkzonen in der Übersicht, die Parkschein-Buchung und die Aufladung des Guthabens.

Welche Bezahlmöglichkeiten gibt es?

Beim Bezahlen muss zwischen Kurzparkzonen in Wien und anderen Städten unterschieden werden. Für das Kurzparken in Wien wird ein Parkguthaben via App oder über die Website des Betreibers aufgeladen, als Bezahlmöglichkeiten stehen dafür in der App paybox und Kreditkarte zur Verfügung, auf der Website kann man darüber hinaus auch noch via Online-Banking (EPS) bezahlen. Achtung: Das Guthaben kann nur für das Parken in Wiener Kurzparkzonen genutzt werden.

Gut zu wissen: Alle Informationen zu den Kurzparkzonen in Wien findet ihr hier.

In allen anderen Städten wird jeder Parkschein direkt über paybox oder per Handyrechnung bezahlt. Die entsprechenden Einstellungen können in der Handyparken-App vorgenommen werden. Für ein paybox-Konto wird je nach gewähltem Modell zumindest eine Aktivierungsgebühr, ggf. auch ein monatliches Entgelt fällig. Alle Informationen zu paybox findet ihr direkt auf der Website.

Wie viel kostet Handyparken?

Die Kurzpark-Gebühren sind nicht österreichweit einheitlich geregelt und können von Stadt zu Stadt variieren. Die jeweiligen Kosten sind direkt in der App bzw. auf der Website von Handyparken ersichtlich.

Zusätzlich zu den Kurzpark-Gebühren selbst kann bei der Buchung eines Parkscheins über Handyparken aber auch ein Service-Entgelt anfallen.

Kein Service-Entgelt für Parkscheine verrechnet Handyparken für Kurzparkzonen in Wien, Villach und Klagenfurt. In allen anderen Städten werden je Buchung in einer Kurzparkzone € 0,18 fällig.

Andere Anbieter für elektronische Parkscheine

Neben Handyparken gibt es in einigen österreichischen Städten auch weitere Anbieter für elektronische Parkscheine bzw. die Bezahlung der Parkgebühren auf privaten Parkflächen. Hier findet ihr die wichtigsten Infos dazu im Überblick.

EasyPark

EasyPark ist in 2.200 Städten Europas aktiv. In Österreich kann man das Service hier nutzen:

  • Wien
  • Niederösterreich: Baden, Dürnstein, Klosterneuburg, Krems, Melk, Neunkirchen
  • Oberösterreich: Bad Hall, Braunau, Linz, Freistadt
  • Salzburg: Bischofshofen, Salzburg, Zell am See
  • Steiermark: Graz, Leoben, Liezen, Bad Aussee, Altaussee
  • Tirol: Innsbruck, St. Johann

Bei EasyPark zahlt man in Österreich 15% der Parkgebühr als Transaktionsgebühr, je nach Stadt aber mindestens aber 20 bzw. 49 Cent. Alle Informationen zum Parken mit Easypark gibt’s direkt auf der Website des Anbieters.

ParkNow

ParkNow ist in vielen Städten in Österreich und Deutschland verfügbar. Hierzulande kann der Anbieter an diesen Standorten genutzt werden:

  • Wien (nur Parkhäuser)
  • Oberösterreich: Bad Ischl, Braunau am Inn, Linz, Schärding
  • Niederösterreich: Baden, Krems
  • Vorarlberg: Bludenz, Bregenz, Dornbirn, Feldkirch, Hard, Lauterach, Lochau, Lustenau, Schruns, Schwarzach, Wolfurt
  • Steiermark: Graz, Grundlsee
  • Tirol: Innsbruck, Telfs
  • Salzburg: Salzburg, Zell am See

Für Privatkunden gibt es zwei verschiedene Pakete mit unterschiedlichen Grundgebühren, Servicegbühren etc. Alle Informationen zum Parken mit ParkNow gibt’s direkt auf der Website des Anbieters.

Park And More

Das Service Park And More steht in Österreich in folgenden Städten zur Verfügung:

  • Steiermark: Graz (+ Graz WKO)
  • Tirol: Innsbruck
  • Salzburg: Salzburg, Zell am See
  • Niederösterreich: Baden
  • Oberösterreich: Braunau am Inn, Linz

Bei Park And More zahlt man 20 Cent Transaktionskosten, je Benachrichtigungs-SMS werden zudem 15 Cent fällig. Auf der Website des Anbieters findet ihr alle Informationen zum Parken mit Park And More.

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