Susanne Hofbauer
KELLERSTÖCKL ISABELL

Unterwegs durch Österreich: Neben Reben leben

Eine Fahrt Ins Südburgenland, die kleinste Weinbauregion des Landes, wo man zwischen Wäldern auf traumhaft entrückte Lagen stößt, wunderbar essen und sich danach zwischen den Reben zur Ruhe begeben kann.

Autorevue Magazin
Veröffentlicht am 12.11.2016

Es gibt ein Phänomen auf Reisen, das verlässlich funktioniert (probieren Sie es einmal aus, Sie werden sehen): Fährt man durch eine Gegend und stellt fest, dass dort Wein wächst, will man Halt machen. Mais, Weizen, Wald, Wiesen verströmen in der Regel weniger Wirkung, Wein aber macht neugierig. Vielleicht nicht gleich. Der Wunsch braucht ein paar Kilometer, bis er greift und sich ausbreitet. Aber je länger man dahinschnürt auf der Schnellverbindung, die einen hergetragen hat, je länger man dabei die gekämmte Rebenlandschaft anschaut, diese akkuraten Stockzeilen an den Hügeln, diese appetitlichen Terrassen in bester Sonnenlage, dieses manierliche Webmuster der Weingarten-Anlagen, desto anziehender wirken sie. Man bemerkt Dörfer am Fuße der Hügel und Kellergassen, die wie Perlenschnüre auf halber Höhe durch das grüne oder vielleicht auch schon herbstbunte Cordmuster der Rieden verlaufen, und biegt dann gerne ab bei nächster Gelegenheit, um sich ein Bild aus der Nähe zu machen.

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