Ford Model T und eine neue Zeit

Ford Model T. Das Auto hatte heftig geübt, um 1908 endgültig in Schwung zu ­kommen, und der reichte für 19 Jahre, mehr als 15 Millionen Exemplare.

Autorevue Magazin
Veröffentlicht am 30.01.2017

Ein Artikel aus der Autorevue vom Februar 2012.

Die Hal-Roach-Filmstudios hatten mehrere kreativ modifizierte Ford T-Modelle, und Stan Laurel und Oliver Hardy durften damit Blödsinn anstellen. Die Autos waren da längst gut abgetragene Gebrauchte, eines war zur Banane gebogen, ein anderes seitlich plattgedrückt, eines zur Ziehharmonika gefaltet, eines konnte auf Befehl auseinanderfallen, es kam auf mehrere Auftritte. Obendrein zeigten Laurel und Hardy 1929 im Kurzfilm „Two Tars“ eindrucksvoll, wie kleine Rüpelhaftigkeiten im Verkehrsstau zur fein zelebrierten Devastierung umstehender Ford Model T führen können, auch wenn man gerade die ­Damenhüte der Beifahrerinnen trägt. Während der neun Drehtage wurde der Bestand an Ford T jedenfalls ordentlich dezimiert, was durch Alltagsbetrieb alleine kaum möglich war: Durch die simple Technik konnte ein Ford T von jedem am Leben gehalten werden, der des Öffnens der Motor­haube und des Führens eines Schraubenschlüssels mächtig war. Die Ersatzteile konnte der Dorfschmied herstellen, und wegen der hohen Produktionszahl (über 15 Millionen bis 1927) sind Ersatzteile bis heute wohlfeil. Rund 150.000 Exemplare haben überlebt.

Jetzt weiterlesenUm den Inhalt zu sehen musst du eingeloggt seinEinloggen
oder hier registrieren

Voriger
Nächster