Patrick Ernzen ©2018 Courtesy of RM Sotheby's

Gericht entscheidet: Der Ferrari 250 GTO ist offiziell ein Kunstwerk

Weltpremiere für ein Auto: Ein Gericht in Bologna erkannte dem Ferrari 250 GTO den Status eines Industriedesign-Kunstwerks zu.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 21.06.2019

Im August 2018 wechselte das Exemplar mit der Chassis-Nummer 3413 im Rahmen der prestigeträchtigen Monterey Car Week für 48,4 Millionen US-Dollar (ca. 41,6 Mio. Euro) den Besitzer und ist damit das (bis dato) teuerste Auto, das jemals bei einer öffentlichen Versteigerung den Besitzer wechselte. Der Ferrari 250 GTO ist aber nicht nur das teuerste Auto der Welt, sondern auch ein wahres Kunstwerk – und das ab sofort hochoffiziell: Ein Gericht in Bologna entschied, dass der Wagen ein Industriedesign-Kunstwerk ist, daher unter dem Schutz des Urheberrechts steht und dementsprechend vor Plagiaten geschützt werden muss.

Weltpremiere: Erstes Auto mit Kunstwerk-Status

Das Urteil ist eine Weltpremiere: Erstmals wird das Urheberrecht an einem Autodesign anerkannt und dem Wagen damit de facto der Status eines Kunstwerks zugesprochen. Ferrari hatte einen Antrag zum Schutz des Designs des Ferrari 250 GTO vor Plagiaten gestellt.

Auch die Vespa ist ein Industriedesign-Kunstwerk

Auch ein anderes italienisches Fahrzeug ist hochoffiziell ein Industriedesign-Kunstwerk – allerdings kein Auto: 2017 hatte ein Gericht in Turin der Vespa diesen Status zugesprochen. Er gilt für alle Varianten der Vespa, die seit 1948 auf den Markt gekommen sind, beschlossen die Richter. Das Gericht urteilte somit, dass die chinesische Gesellschaft Zhejiang Zhongneng Industry Group keine “Klone” der legendären Vespa in Italien verkaufen darf. Der chinesische Konzern produzierte ein Modell mit dem Namen “Ves”, der dem Original Vespa besonders ähnlich war. Der Vespa-Hersteller Piaggio war darauf gegen die chinesische Gesellschaft vor Gericht gezogen.


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