Stelvio Quadrifoglio: Die Nordschleife brennt. Die Kreditkarte auch!

Den Alfa Romeo Stelvio gibt es jetzt auch als Topversion Quadrifoglio. Vom Allradantrieb über das Sperrdifferential bis zum Biturbo ist alles drin. Allein: Günstig wird das nicht.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 03.11.2017

Alfa Romeo baut auch SUV. Den Schock haben wir überwunden. Auch, weil Alfa uns das mit dem Stelvio recht leicht gemacht hat. Jetzt schiebt die Marke das Topmodell nach, das traditionell Quadrifoglio (zu deutsch: vierblättriges Kleeblatt) heißen wird. Die Eckdaten wären selbst für Sportwagen noch sehenswert: 510 PS, 600 Newtonmeter, null auf hundert in 3,8 Sekunden.

Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio auf der Nordschleife

Diese Eckdaten des Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio haben den Konzern wohl motiviert das SUV auf die Nordschleife zu schicken. Dort brannte er 7.51,7 Minuten ins Geläuf, was derzeit der Rundenrekord für SUV ist. Die Frage, ob es Sinn ergibt Geländewagen-Qualität in Nordschleifen-Zeiten zu messen, lassen wir an dieser Stelle unbeantwortet. Versprechen aber baldigst einen Kommentar zu dem Thema.

7.51,7 Minuten im Stelvio Quadrifoglio

Aber nichts desto trotz, diese Zeit ist beeindruckend. Basis der Leistung ist der 2,9-Liter große V6-Bi-Turbomotor, der in Zusammenarbeit mit Ferrari entstand. Das Triebwerk ist zu großen Teilen aus Aluminium gefertigt. In Summe stehen 510 PS zur Verfügung. Das Drehmoment von 600 Newtonmeter liegt zwischen 2.500 und 5.000 Touren an.

Abgestimmtes Getriebe

Passend dazu wurde die Achtgang-Automatik neu abgestimmt. Ist der Race-Modus aktiviert führt das Getriebe einen Gangwechsel in 150 Millisekunden durch. Die Höchstgeschwindigkeit des Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio liegt bei 283 Stundenkilometer, den Paradesprit erledigt das SUV in 3,8 Sekunden. Beeindruckend. Sind es doch immerhin 1.830 Kilogramm, die am Motor hängen.

lfa Romeo Stelvio Quadrifoglio
© Bild: Alfa Romeo
510 PS, 600 Newtonmeter. Ein SUV, sie zu richten.

Um überhaupt auf diesen Wert zu kommen, musste die Kardanwelle aus Kohlefaser und große Teile der Karosserie und des Fahrwerks aus Aluminium gefertigt werden. Angeblich gönnt sich der Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio derart aufgebaut 9,0 Liter auf hundert Kilometer.

Allradantrieb und Sperrdifferential

Vor allem, weil der Antrieb die Leistung auf die Straße bringt. Der Biturbo schickt die Kraft zunächst gen Hinterachse. Bei normalen Fahrbedingungen ist der Stelvio Quadrifoglio also als Hecktriebler unterwegs. Erst bei anspruchsvollem Untergrund oder ambitionierter Fahrweise schickt der Allradantrieb Q4 bis zu 50 Prozent der Kraft nach vorne.

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© Bild: Alfa Romeo
Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio – zu erkennen am kleinen Kleeblatt auf der Seite.

Um die Physik beherrschbar zu halten ist der Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio serienmäßig mit der „Chassis Domain Body Control“ ausgestattet. Sie ist das fahrdynamische Gehirn des Fahrzeugs und koordiniert die Fahrdynamikregelung (als die unterschiedlichen Fahrmodi), den Allradantrieb, das Sperrdifferential (das zwischen den beiden Hinterrädern die Kraft verteilt), das Fahrstabilitätsprogramm und die Federeinstellungen der Active Suspension.

Preis für den Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio

Doch das alles hat seinen Preis – 109.000 Euro. Das ist der Basispreis in Österreich (ab sofort bestellbar). Neben den technischen Spielereien mit dabei: Ledersitze und ein Infotainmentsystem mit 6,5-Zoll-Display und 3D-Navigation (Stichwort: Konnektivität).


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