Locker machen im Straßenverkehr – Was mich nicht aufregt

Der Straßenverkehr ist eine emotionale Falle. Das ein oder andere Verhalten bringt Fahrer zum Kochen. Doch diese Fauxpas verzeihe ich. Und ihr?

18.10.2017 Online Redaktion

Es gibt die sieben Todsünden im Straßenverkehr. Meine persönlichen zumindest; die sind wahrscheinlich bei jedem Fahrer anders. Doch es gibt auch die Dinge die den ein oder anderen Fahrer unfassbar aufregen, die ich aber locker weglächle. Fauxpas hin oder her.

1) Parkplatzschleicher

Mal eben schnell lässt sich eben oft kein Parkplatz finden. Wer deswegen durch die Gassen schleicht, als hätte das Fahrwerk Rheuma, dem sei diese Zeit gegönnt. Versprochen, ich fahre auch nicht dicht auf.

Ein beinahe leerer Parkplatz. Opel-Werk Bochum.
© Bild: APA

2) Blitzstarter

Es ist vorhersehbar, dass eine Ampel auch mal wieder grün wird. Trotzdem ist manch einer vom plötzlichen Farbwechsel überrascht und kommt nicht vom Fleck. Soll so sein. Wie lange man in der Stadt von A nach B braucht ist von so vielen Zufällen abhängig, da müssen ohnehin abgelenkte Fahrer nicht auch noch gestresst werden.

© Bild: FRANK RUMPENHORST/EPA/picturedesk

3) Radfahrer

Horrorgeschichten von Radfahrern kennt jeder Autolenker. Das gilt auch umgekehrt. Ich versuche auf Radfahrer enorm viel Rücksicht zu nehmen, egal wie deppert gerade einer fährt… und selbst dann regen sie mich nicht auf. Was vor allem daran liegt, dass ich in einem klimatisierten Auto sitze und meine Lieblingsmusik höre.

© Bild: Andreas Riedmann

Wenn der Radfahrer wüsste, wie anstrengend das Lenken im Alfa 4C Spider ist, tät er gleich gar nicht mehr so moralisch überlegen dreinschauen, nur weil er die paar Kurven auf den Sölkpass hinaufgestrampelt ist.

4) Wo geht es lang

Habe ich vor mir einen Wagen mit einem Nummernschild, das darauf schließen lässt, dass die Person vor mir sich nicht auskennt wie in seiner Westentasche, dann lasse ich etwas mehr Abstand. Vielleicht sucht der Fahrer die richtige Abfahrt oder einen Laden. In fremden Ortschaften erbitte ich mir so viel Geduld dann allerdings auch.

© Bild: Werk/press-inform/autorevue

5) Elefantenrennen

Klar, wenn ein Lkw einen anderen überholt, weil der einen Stundenkilometer langsamer ist, dann kann das nerven. Weil eben schnell mal eine Fahrzeugkolonne hinten aufläuft. Aber mal ehrlich… die haben Termindruck, sind überlastet und haben vielleicht vorher zwei Stundenlang nur die Heckplane des anderen gesehen. Sollen sie halt.

© Bild: Ford

6) Schleicher

Bei Geschwindigkeitsschildern handelt es sich um eine erlaubte Höchstgeschwindigkeit. Nicht um die verlangte Mindestgeschwindigkeit. Sollte also jemand „zu langsam“ fahren, ist mir das mehr als nur Recht. Wenn er sich bei dieser Geschwindigkeit wohl fühlt und sich sicher bewegt ist das doch im Sinne aller Verkehrsteilnehmer.

Bentley Continental GT Speed Coupe W12
© Bild: Bentley

7) Verkehrsberuhigung

Überall werden 30er Zonen eingerichtet, Parkplätze vernichtet und Fußgängerzonen ausgewiesen. Von mir aus. Die Städte wachsen und die Menschen, die in die Stadt ziehen, fahren nicht mehr Auto. In Wien gibt es auf 1.000 Anwohner nur 371 Autos. Der Bezirk Fünfhaus hat mit 276 Autos den geringsten Motorisierungsgrad in ganz Österreich. Die Städte wurden einst für Menschen in Autos geplant und gebaut, jetzt wird eben umgedacht.

Fußgängerzone Mariahilfer Straße

So sieht’s aus: Fußgängerzone von der Andreas- bis zur Kirchengasse, rundherum sogenannte Begegnungszonen. Man beachte auch die neuen Einbahnregelungen rundherum!

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