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Dieser "selbstgebaute Ferrari Enzo" fährt mit zwei Turbojet-Triebwerken

Dieser „selbstgebaute Ferrari Enzo“ fährt mit zwei Turbojet-Triebwerken

„Ich habe alles von Google oder YouTube gelernt“: Dieser Kalifornier hat ein Supercar gebaut, das auf einem ferngesteuerten Ferrari Enzo basiert und von zwei Turbojet-Triebwerken angetrieben werden soll.

Zuletzt aktualisiert am 04.03.2020

„Die meisten Leute glauben erst, dass ich verrückt bin“, sagt Ryan McQueen. Der Grund dafür ist das Projekt, an dem der US-Amerikaner seit 15 Jahren in seiner Garage arbeitet: Ein selbstgebautes Supercar namens „Insanity“, das von nicht nur einem, sondern gleich zwei Rolls-Royce-Viper-Turbojet-Triebwerken angetrieben werden soll.

Google und YouTube

Dabei ist McQueen mit seinem Nachnamen, den er mit einem legendär motorbegeisterten und einem animierten motorisierten Filmstar teilt, eigentlich prädestiniert für ein Projekt wie dieses. Seine persönliche Vorgeschichte zeigt hingegen keine einschlägige Veranlagung: Wie man schweißt, glasfaserverstärkte Kunststoffe formt oder gar mit Jet-Triebwerken umzugehen hat, hat sich der heute 44-jährige mithilfe zahlreicher Online-Videos einfach im Selbststudium beigebracht. „Ich habe alles von Google oder YouTube gelernt, oder dadurch, anderen Leuten zuzuhören“, sagt der Kalifornier im Interview mit dem lokalen Nachrichtensender CTV.

Ein ferngesteuerter Ferrari Enzo, ein Overhead-Projektor und zwei Turbojet-Triebwerke

Unter diesen Voraussetzungen ist es wenig verwunderlich, dass das Projekt noch vor der Fertigstellung bereits 15 Jahre in Anspruch genommen hat. 2005 hat McQueen damit begonnen, die Karosserie aufzubauen – eine Aufgabe, die ihn fünf Jahre lang beschäftigen sollte. Sie basiert auf einem maßstabsgetreuen, ferngesteuerten Ferrari Enzo, dessen Karosserie McQueen in 26 Teile geschnitten und als Vorlage für seinen eigenen Wagen mithilfe eines Overhead-Projektors zehnfach vergrößert hat. Die Turbojet-Triebwerke, mit denen McQueen seine Konstruktion antreiben will, wurden in den 1950er Jahren entwickelt und kamen in verschiedenen Kampfflugzeugen der britischen und amerikanischen Luftwaffe zum Einsatz. In das gesamte Projekt hat der Amerikaner knappe 90.000 US-Dollar investiert.

Erste Testfahrt 2020 geplant

Noch 2020 soll es endlich so weit sein: McQueen plant den ersten Testlauf mit „Insanity“. Bei niedrigen Geschwindigkeiten, wie er betont: Nur etwa 160 km/h soll das selbstgebaute Doppeljet-Supercar bei der ersten Probefahrt erreichen. Die potenziellen Höchstgeschwindigkeit beziffert McQueen mit etwa 600 km/h.

Für die Zukunft plant McQueen, mit „Insanity“ bei Airshows und anderen Events in ganz Nordamerika aufzutreten. Der Name des DIY-Supercars geht übrigens auf die Frau des Erbauers zurück: Sie hatte die Idee einst als „verrückt“ bezeichnet.

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