Mercedes GLS 500: Der Coup

Vom rechten Weg abzukommen, muss nicht das Schlechteste sein, und es war dieses Auto, das alles ins Rollen gebracht hat. Eine Lebensbeichte von Viktoria N. 

Autorevue Magazin
Veröffentlicht am 25.12.2016

Alles begann damit, dass Dworschak mich mit seinem Mercedes zum Waschen schickte. Es war als Akt der Demütigung gedacht, der Schuss aber sollte, wie sich schlussendlich zeigte, nach hinten losgehen. Ich hatte Dworschak nicht geliefert, was er wollte. Zum dritten Mal. Seine Forderungen waren unmöglich zu erfüllen, ich hab’ ihm gesagt, das geht einfach nicht, Dworschak! Da explodierte er. Vor versammelter Mannschaft. Er schrie mit rotem Kopf und grotesk verzerrtem Gesicht, wer ich denn glaubte zu sein, ihm so etwas ins Gesicht zu sagen, vor allen? Geht nicht, gibt’s nicht, brüllte er. Natürlich. Alles. Machbar. Wenn ich mich hineinhängen würde, richtig hineinhängen in die Arbeit, mich in den Wind stellen, zupacken, kämpfen würde. Aber du, seine Stimme war plötzlich ganz ruhig und die Worte tropften voll Häme von seinen Lippen, du willst dir ja die Hände nicht schmutzig machen, mein feines Fräulein Viktoria!

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