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Renault Mégane RS Trophy: Vorn spielt die Musik

Der Renault Mégane R.S. Trophy kann bestellt werden. Der Vollblutsportler verschärft die Baureihe über den R.S. hinaus und wird ab Anfang 2019 ausgeliefert.

20.07.2018 Online Redaktion

Manchmal muss es mehr sein. Breiter. Härter. Schärfer. In der Kompaktklasse ist längst die Liebe zum Sport wieder aufgeflammt. Und sie lodert so heiß wie nie, weswegen Renault den Mégane R.S. noch einmal nachschärft und als Trophy auf die Straße lässt. Dort gilt es, dem Honda Civic Type R die Kundschaft streitig zu machen. Der hält den Rekord für frontgetriebene Fahrzeuge am Nürburgring (7:34,8 Minuten). Und das ist eben die Prestige-Leitwährung.

Renault Megane RS Trophy
© Bild: Renault

Renault Mégane R.S. Trophy

Der Namenszusatz Trophy bedeutet, dass der Wagen jetzt 300 PS und 420 Newtonmeter an die Vorderachse feuert. Zumindest in der Variante mit dem 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe EDC samt Schaltpaddles (wer selbst schalten möchte, der muss mit 400 Newtonmetern auskommen). Im Vergleich zum normalen R.S. (also ohne Trophy) sind das 20 PS und 30 Newtonmeter mehr.

Um etwas mehr Leistung aus dem 1,8-Liter zu kitzeln wurde ein Lagersystem für den Turbolader aus Keramik statt aus Stahl verbaut. Das minimiert die Reibungswerte und erhöht die Effizienz. Kein Wunder, der Lader rotiert mit knapp 200.000 Umdrehungen pro Minute. So kann auch der höhere Abgasdruck kompensiert werden.

Renault Megane RS Trophy
© Bild: Renault

Das Fahrwerk der Rekordhoffnung

Der Renautl Mégane R.S. Trophy bekommt selbstverständlich die dynamische Allradlenkung 4Control. Bei niedrigen Geschwindigkeiten schlagen die Hinterräder bis zu 2,7 Grad in entgegen­gesetzter Richtung zur Vorderachse ein. Bei höheren Geschwindigkeiten steuern die Hinterräder bis zu einem Grad in die gleiche Richtung wie die Vorderräder.

Mit viel Liebe zum Detail widmeten sich die Ingenieure außerdem dem Fahrwerk. Die Erwähnung des Nürburgring-Rekords ist kein Zufall. Die Franzosen dürften den Image-Booster bald in Angriff nehmen. Dafür erhielt der Renault Mégane R.S. Trophy um 25 Prozent straffere Stoßdämpfer, um 30 Prozent steifere Federn und um 10 Prozent festere Querstabilisatoren. Die mechanische Torsen-Differenzialsperre an der Vorderachse ist obligat.

Renault Megane RS Trophy
© Bild: Renault

Gewicht sparen, Sound optimieren

Entschleunigt wird übrigens per Verbundguss-Bremsscheiben aus Grauguss und Aluminium. Ein Material-Potpourri, das 1,8 Kilogramm an ungefederter Masse pro Rad spart. Noch mehr Gewicht verliert, wer in der Aupfreisliste die 19-Zöller namens „Fuji“ ankreuzt (zwei Kilo weniger pro Rad).

Renault Megane RS Trophy
© Bild: Renault

Im neuen Renault Mégane R.S. Trophy feiert außerdem die Auspuffklappe im Endschalldämpfer seine RS-Premiere. Es geht darum, den Fahrzeugsound zu optimieren. Bei geschlossener Klappe soll eine sonore Geräuschkulisse möglichst wenig Aufmerksamkeit auf sich ziehen (innen wie außen). Wer sie per Knopfdruck öffnet verringert den Strömungswiderstand, die Abgase nehmen den direkten Weg und der Sound passt sich der Motorleistung an.

Preise für den Mégane R.S. Trophy

Die Preise für Österreich wird Renault in Kürze nennen, in Deutschland beginnt der Renault Mégane R.S. Trophy bei 38.590 Euro für die Version mit Handschaltung. Wer ein Auto mit Doppelkupplungsgetriebe will muss 40.490 Euro investieren. Zum Vergleich: Der Honda Civic Type R kostet hierzulande 40.990 Euro.

Renault Megane RS Trophy
© Bild: Renault

 

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