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1933 Marmon Sixteen Five-Passenger Sedan by LeBaron
 

Marmon Sixteen, 16-Zylinder-Reihenhaus

Die Liste der 16-Zylinder-Motoren ist enden wollend. Ein guter Grund um ein ganz spezielles Fahrzeug näher zu betrachten, den Marmon Sixteen.

13.02.2017 radical mag

Es gab ein einziges Fahrzeug, das dem Cadillac V-16 damals das Wasser reichen konnte: Der Marmon 16. Konstruiert ab 1928 von Howard C. Marmon, der schon am Bugatti-U16-Flugzeugmotor mitgearbeitet hatte, kam der Marmon 16 allerdings erst elf Monate nach dem Cadillac auf einen Markt, der immer mehr abbröckelte. Trotzdem, auch der Marmon-V16 war eine technische Meisterleistung: Wie der Cadillac besaß er ebenfalls hängende Ventile und im Winkel von 45 Grad angeordnete Zylinderreihen. Mit 8.040 cm³ Hubraum und 200 PS war er aber sowohl grösser als auch stärker als sein Konkurrent. Außerdem bestanden Motorblock, Kurbelgehäuse, Ansaugkrümmer, Ölwanne, Zylinderköpfe und das Schwungradgehäuse aus Aluminium, so dass das Triebwerk außerordentlich leicht war. Mit 6:1 besaß der Marmon auch die höchste Kompression aller damaligen amerikanischen Motoren. Die Karosserien wurden von Walter Dorwin Teague entworfen und bei LeBaron gebaut. Alle acht Karosserievarianten sahen sehr attraktiv aus, ein schräg abfallender Kühlergrill in V-Form machte den Wagen außerordentlich elegant. 1931 kosteten die Marmon zwischen 5.200 und 5.470 US-Dollar – dafür konnte man auch ein Haus kaufen in der Vorstadt.

© Bild: RM Sotheby's

1931 Marmon Sixteen Convertible Coupe by LeBaron

Marmon vs. Cadillac

Obwohl sich Marmon alle Mühe gab, konnte sie Cadillac nicht das Wasser reichen. Der schöne Aluminium-Motor war schon materialbedingt lauter als die Nacker-Konstruktion, außerdem verfügte er weder über hydraulische Ventildämpfer noch über eine mit Gegengewichten ausbalancierte Kurbelwelle. Dank seines geringeren Gewichts und seiner höheren Leistung waren die Marmon selbstverständlich schneller als der Cadillac, doch die Unterschiede waren so minimal, dass sie wohl nur wenige potentielle Kunden beeindrucken konnten. Auch war der Wagen relativ schlecht verarbeitet, was gerade deshalb wundert, weil die LeBaron sonst von mustergültiger Qualität waren. Trotz der verhältnismäßig günstigen Preise, die Cadillac waren teurer, blieb so das Interesse am Marmon 16 gering, nur 390 Exemplare konnten während der dreijährigen Produktionszeit verkauft werden.

© Bild: RM Sotheby's

1933 Marmon Sixteen Five-Passenger Sedan by LeBaron

Eigentlich zu günstig

Trotzdem: die Preise für die Marmon 16 sind weit entfernt von exorbitant. Und wenn man bedenkt, wie wichtig diese Fahrzeuge für die Geschichte sind, wie selten sie sind und wie schön, dann sie definitiv «zu günstig».

Verkauf- bzw. Schätzpreis des Marmon Sixteen

Die hier gezeigten Fahrzeuge wurden von RM Sotheby’s angeboten bzw. bereits verkauft:

Vielen Dank für diesen Beitrag an die Kollegen von radical-mag.com

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