Hoverboards: Fahrspaß ohne Rechte

Wie sehen die gesetzlichen Regelungen beim Fahren mit einem Hoverboard in Österreich und Deutschland aus? Wir geben euch den Überblick.

26.07.2018 Online Redaktion

Wer sich bei einem Hoverboard an den Untersatz von Marty McFly in “Zurück in die Zukunft” erinnert fühlt: Fast richtig! Nur dass man dem Hoverboard noch ein paar Räder verpasst hat.

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Ein Hoverboard, auch unter “GyroScooter” oder “self balancing board” bekannt, ist ein zweirädriges Brett, das durch Gewichtsverlagerung gesteuert wird. Es erinnert stark an ein Segway – allerdings ohne Lenksäule. Deshalb ist auch etwas Übung erforderlich, um den Ritt auf einem Hoverboard zu meistern. Und: Die Verwendung von Hoverboards ist sowohl in Österreich als auch Deutschland stark eingeschränkt. Hier unser Überblick.

Hoverboards, die gesetzlichen Regelungen

Österreich

Obwohl Hoverboards den Segways im Grunde sehr ähnlich sind (es fehlt nur die Lenksäule), werden sie nicht wie Fahrräder eingestuft, sondern als “zur Verwendung außerhalb der Fahrbahn bestimmte Kleinfahrzeuge”.

Somit dürfen Hoverboards weder auf Radwegen noch auf Straßen verwendet werden. Die Nutzung ist auf Gehwege, Wohn- und Spielstraßen und Fußgängerzonen beschränkt – immerhin. Allerdings auch das nur unter der Voraussetzung, dass die Leistung auf maximal 600 Watt bzw. 25 km/h begrenzt ist – darüber hinaus ist eine Zulassung erforderlich.

Deutschland

Die Situation ist in Deutschland auch bei Hoverboards schwierig:

Sie erfüllen die Zulassungsvorschriften bezüglich Sitz, Lenkung, Bremsen, Beleuchtung usw. nicht und dürfen daher nur im “abgegrenzten nichtöffentlichen Verkehr” verwendet werden – also im Grunde auf privates Gelände. Und selbst wenn sie die Zulassungsvorschriften wie oben genannt erfüllen würden, müssten diese Boards pflichtversichert werden, da sie eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von über 6 km/ aufweisen – allerdings wird eine solche Versicherung gar nicht angeboten.

Außerdem interessant: Wer diese Boards im öffentlichen Straßenverkehr nutzt, kann zusätzlich für “Fahren ohne Fahrerlaubnis” bestraft werden, da es schwierig bis unmöglich ist, die richtige Fahrerlaubnisklasse hierfür zu bestimmen und somit eine Fahrerlaubnis zu erlangen.

Rechtslage bei E-Mobilität

Verschiedene E-Fahrzeuge und die dazu momentan gültige Rechtslage in Österreich und Deutschland haben wir hier für euch im Überblick:

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