E-Roller: Die gesetzlichen Regelungen zur richtigen Verwendung

Wie sehen die gesetzlichen Regelungen beim Fahren mit einem E-Roller in Österreich und Deutschland aus? Wir geben euch den Überblick.

10.10.2018 Online Redaktion

Ob für Shopping-Fahrten in die Stadt, zum Pendeln oder einfach nur zum Herumflitzen: E-Roller erfreuen sich großer Beliebtheit, nicht zuletzt weil sie unkompliziert zu verwenden und außerdem kostengünstig im Verbrauch und leise sind. Allerdings gibt es hinsichtlich der korrekten Verwendung auf öffentlichen Straßen gesetzliche Regelungen, die beachtet werden müssen. Wir haben den Schnell-Überblick für Österreich und Deutschland für E-Roller.

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Gesetze und Regeln für E-Roller in Österreich

In Österreich werden jene E-Roller rechtlich als E-Bike klassifiziert, die eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit bis 25 km/h aufweisen und außerdem maximal 600 Watt Leistung bringen. Bedeutet: Solche E-Roller dürfen auf öffentlichen Straßen und Fahrradwegen (also überall wo auch Fahrräder erlaubt sind) ohne Kennzeichen oder Führerschein gefahren werden.

Aber: Um die gesetzliche Definition als E-Bike zu erfüllen sind auch zwei seitliche Reflektoren (weiß oder orange), ein weißer Reflektor vorne sowie ein roter Reflektor hinten notwendig.

Fahren auf dem Gehsteig

Diese Regelung bedeutet aber auch, dass E-Roller auf Gehwegen/Bürgersteigen nicht erlaubt sind. Auf dem Gehsteig dürfen solche E-Roller außerdem nur dann abgestellt werden, wenn dieser zumindest 2,5 Meter breit ist. Auch in punkto Promillegrenze und Helmpflicht muss man sich an die Regelungen wie bei einem Fahrrad richten: Höchstens 0,8 Promille und: Helmpflicht für Kinder unter zwölf Jahre. Und auch beim Telefonieren gilt: Nur mit Freisprecheinrichtung.

Ab wann braucht man ein Kennzeichen?

Liegt die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit allerdings über 25 km/h bzw. ist ein Motor mit mehr als 600 Watt verbaut, wird ein solcher E-Roller als Motorfahrrad definiert und muss somit angemeldet und mit Kennzeichen gefahren werden, ein entsprechender Führerschein ist dann ebenfalls Pflicht.

Gesetze und Regeln für E-Roller in Deutschland

Steh-E-Roller fallen in Deutschland (noch) in keine vorhandene Fahrzeugkategorie und dürfen daher streng genommen nicht im öffentlichen Verkehr verwendet werden. Sie fallen weder in die Kategorie Fahrräder, E-Bikes, Kick-Roller noch in irgendeine andere Fahrzeugkategorie.

Zusätzliche Fahrerlaubnis

Theoretisch müsste ein E-Roller diese Merkmale aufweisen, um als Moped eingestuft zu werden und eine Verwendung auf öffentlichen Straßen zu ermöglichen: Sitz, fest verbaute Lichter, Rückspiegel, Dualbremsen, Versicherung, Nummernschild und eine Konformität hinsichtlich StVZO. Ab einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von nur 6 km/h ist außerdem eine Fahrerlaubnis (Mofa-Prüfbescheinigung, ab 15 Jahre) erforderlich. Zwar gibt es Modelle, die diese Kriterien erfüllen – mit einem leichten, tragbaren Transportmittel haben diese “E-Roller-Monster” aber nur mehr wenig zu tun.

Rechtslage bei E-Mobilität

Verschiedene E-Fahrzeuge und die dazu momentan gültige Rechtslage in Österreich und Deutschland haben wir hier für euch im Überblick:

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