Andreas Riedmann
E-Scooter mit Straßenzulassung in Deutschland [Gesetze + Regeln]

E-Scooter in Österreich: Die gesetzlichen Regelungen

Wie sehen die gesetzlichen Regelungen beim Fahren mit einem E-Scooter in Österreich aus? Und wie müssen die E-Scooter mit Straßenzulassung ausgestattet sein?

Online Redaktion
Veröffentlicht am 19.12.2019

Ob für Shopping-Fahrten in die Stadt, zum Pendeln oder einfach nur zum Herumflitzen: E-Scooter erfreuen sich großer Beliebtheit, nicht zuletzt weil sie unkompliziert zu verwenden, kostengünstig im Verbrauch und außerdem leise sind. Wer E-Scooter auf öffentlichen Straßen fährt, muss sich aber an einige gesetzliche Regelungen halten.

Alle Anbieter von Leih-E-Scootern in Wien findet ihr hier im Überblick – inklusive Preisen und nützlichen Infos.

Gesetze und Regeln für E-Scooter

Die 31. Novelle der StVO ist mit 1. Juni 2019 in Kraft getreten. Diese regelt unter anderem die richtige Verwendung und Ausstattung von E-Scootern im Straßenverkehr, und gilt einheitlich für alle Bundesländer in Österreich. Alle wichtigen Infos und Vorschriften für die beliebten E-Scooter findet ihr hier im Überblick.

  • „Elektrisch betriebene Klein- und Miniroller“, also E-Scooter, zählen zu den „Kleinfahrzeugen vorwiegend zur Verwendung außerhalb der Fahrbahn“.
  • Bis zu einer Bauarthöchstgeschwindigkeit von max. 25 km/h bzw. einer Motorleistung von 600 Watt sind E-Scooter überall dort zulässig, wo auch das Radfahren erlaubt ist.
  • Alle Verhaltensvorschriften die für Radfahrer bzw. für E-Bikes gelten, gelten nun auch für Nutzer von E-Scootern.
  • Alle Verkehrsflächen die mit Fahrrädern befahren werden dürfen, sind somit auch für E-Scooter freigegeben.

Neue Regeln für E-Scooter in Österreich

Neue Regelungen für E-Scooter in Wien ab 2020

In Wien sind zahlreiche Anbieter von E-Scootern zum Ausleihen aktiv. Durch die unsachgemäße oder rücksichtslose Nutzung der elektrischen Tretroller kommt es aber auch zu diversen Problemen. Um diesen entgegenzuwirken, wurde ein 9-Punkte-Paket mit Sofortmaßnahmen entwickelt, die für den Start der Saison im April 2020 geplant sind und bis dahin umgesetzt werden:

  • Zukünftig dürfen E-Scooter nur mehr auf Gehsteigen, die mindestens vier Meter breit sind, am fahrbahnseitigen Rand abgestellt werden.
  • Um der Häufung von E-Scootern in einzelnen Stadtteilen entgegenzuwirken, dürfen künftig nur mehr maximal 500 E-Scooter pro Anbieter im ersten Bezirk, in den Bezirken 2 bis 9 sowie 20, sowie in den Bezirken außerhalb des Gürtels inklusive Donaustadt und Floridsdorf positioniert werden.
  • Vorschriftswidrig abgestellte E-Scooter müssen künftig innerhalb von zwei Stunden entfernt bzw. umgeparkt werden. Bisher hatten die Anbieter dafür vier bzw. 12 Stunden Zeit.
  • Im Pilotbezirk Neubau wird die Einführung eigener, markierter Abstellflächen für E-Scooter getestet.
  • Künftig sind die Anbieter der Leih-E-Scooter dazu verpflichtet, bereits in der App konkreter auf den korrekten Umgang mit den Fahrzeugen hinzuweisen. Dazu zählen beispielsweise Informationen zu den erlaubten Abstellmöglichkeiten, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Fahrverboten und mehr.
  • Um nächtliche Lärmbelästigung zu vermeiden, dürfen abgestellte E-Scooter künftig keine akustischen Ortungssignale mehr von sich geben.
  • Verpflichtende Sperrgebiete, in denen sowohl das Fahren als auch das Abstellen von E-Scootern verboten ist, werden in der jeweiligen App des Anbieters dargestellt.
  • In bestimmten Bereichen wie Begegnungszonen sind automatische elektronische Geschwindigkeitsbegrenzungen zukünftig ebenfalls Pflicht.
  • Sammelanzeigen bei Diebstahlmeldungen werden auf Wunsch der Polizei ermöglicht.

Wo darf man mit einem E-Scooter fahren – und wo nicht?

  • Verboten ist grundsätzlich das Befahren von Gehsteigen, Gehwegen und Schutzwegen.
  • Erlaubt: Ist eine Radfahranlage vorhanden, muss diese benutzt werden. Vorgeschrieben ist das Befahren einer Fahrbahn dann, wenn kein Radweg vorhanden ist.
  • Auch in Fußgängerzonen, Wohnstraßen und Begegnungszonen darf ein E-Scooter genutzt werden – allerdings mit an den Fußgängerverkehr angepasster Geschwindigkeit.
  • Auf Gehsteigen und Gehwegen haben E-Scooter künftig also nichts verloren. Ausnahme: Wenn es von der zuständigen Behörde per Verordnung erlaubt ist, darf ein Gehsteig/Gehweg in Schritttempo befahren werden.
  • Mit dem E-Scooter gegen die Einbahn fahren – auch das soll überall dort erlaubt sein, wo es Fahrradfahrern gestattet ist.

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Welche Verhaltensregeln gelten für E-Scooter-Fahrer?

  • Allgemeines Gefährdungsverbot: Andere Verkehrsteilnehmer dürfen weder gefährdet noch behindert werden. Das gilt insbesondere dann, wenn das Befahren von Gehsteigen und Gehwegen per Verordnung erlaubt ist – hier muss Schrittgeschwindigkeit eingehalten werden bzw. die Geschwindigkeit der Fußgänger-Situation angepasst werden.
  • Fahren zu zweit: Verboten. Auf einem E-Scooter darf eine Fahrt im öffentlichen Verkehr nur alleine angetreten werden.
  • Telefonieren während der Fahrt mit dem E-Scooter wird, ebenso wie beim Fahrradfahren, verboten (bzw. nur mit Freisprecheinrichtung).
  • Auf dem Gehsteig dürfen E-Scooter nur dann abgestellt werden, wenn dieser zumindest 2,5 Meter breit ist.
  • Auch in punkto Promillegrenze muss man sich an die Regelungen wie beim Fahrradfahren richten: Höchstens 0,8 Promille
  • Mindestalter: E-Scooter dürfen im Straßenverkehr ab einem Alter von 12 Jahren verwendet werden, mit Fahrradausweis auch im Alter von 9 bzw. 10 Jahren. Jüngere Kinder nur dann, einer mindestens 16 Jahre alten Begleitperson unterwegs sind.
  • Außerdem gilt eine Helmpflicht für Kinder unter zwölf Jahre.
  • Während beim Abbiegen mit einem Fahrrad immer ein Handzeichen geben werden muss, ist das beim E-Scooter zu gefährlich – hier wird der Gesetzgeber noch eine andere Lösung präsentieren müssen, die verkehrstauglich ist.

Wie muss ein E-Scooter ausgerüstet sein?

Die Ausrüstung eines E-Scooters ist ein weiterer wesentlicher Punkt, um regelkonform unterwegs zu sein. Für E-Scooter gelten grundsätzlich die Ausstattungsvorschriften für Räder, die man in der Fahrradverordnung nachlesen kann. Hier unser kompakter Überblick über alle Ausstattungsmerkmale von E-Scootern im Straßenverkehr:

  • E-Scooter müssen mit einer „wirksamen Bremsvorrichtung“ ausgestattet sein
  • weiße Rückstrahler bzw. Rückstrahlfolien vorne sind Pflicht
  • rote Rückstrahler bzw. Rückstrahlfolien, die nach hinten abstrahlen, sind ebenso Voraussetzung
  • auch gelbe Rückstrahler auf der Seite sind vorgesehen, um ordnungsgemäß unterwegs zu sein
  • bei Dunkelheit bzw. schlechter Sicht müssen E-Scooter zudem mit einem weißen Licht (vorne) bzw. roten Licht (hinten) ausgerüstet sein.

Probleme mit E-Scootern

Nachrüsten von E-Scootern

Gerade bei den Reflektoren gibt es bei einigen Scooter-Modellen Bedarf an Nachrüstung – die aber mit entsprechenden reflektierenden Klebefolien einfach und günstig nachgeholt werden kann. Bei den seitlichen Reflektoren reicht eine Anbringung am Rand des Trittbretts oder an der Seite der Radgabeln.

Schwieriger ist eine Nachrüstung beim Rücklicht – weshalb es einfacher ist, bereits beim Kauf darauf zu achten, dass dieses serienmäßig inkludiert ist.

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E-Scooter Fahren und Parken auf dem Gehsteig

  • E-Scooter dürfen auf Gehwegen, Gehsteigen oder Schutzwegen in Österreich grundsätzlich nicht verwendet werden.
  • Ausnahme: Behördlich per Verordnung freigegebene und gekennzeichnete Abschnitte. Verordnungen für eine erlaubte Benutzung von Gehsteigen/wegen sind z.B. dort angedacht, wo die Benützung der Fahrbahn nicht sinnvoll ist.
  • Auf dem Gehsteig dürfen E-Scooter nur dann abgestellt bzw. geparkt werden, wenn dieser zumindest 2,5 Meter breit ist.

Ab wann braucht man ein Kennzeichen?

  • Für E-Scooter bis 25 km/h Bauartgeschwindigkeit bzw. bis 600 Watt Motorleistung ist kein Kennzeichen bzw. keine Versicherungsplakette notwendig. Zu einer Haftpflichtversicherung wird aber dennoch geraten.
  • Liegt die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit über 25 km/h bzw. ist ein Motor mit mehr als 600 Watt Leistung verbaut, wird ein solcher E-Scooter als Motorfahrrad definiert. Heißt: Typisierung, Versicherung und Zulassung ist notwendig. Ein Führerschein der Klasse AM oder B ist dann somit ebenfalls Pflicht. Daraus ergibt sich ein Mindestalter von 15 Jahren (mit Mopedführerschein), andernfalls ist die Benutzung im öffentlichen Verkehr erst nach Innehabung eines anderen Führerscheins erlaubt.

Gesetze und Regeln für E-Scooter in Deutschland

Die gesetzlichen Regelungen für E-Scooter in Deutschland haben wir hier für euch zusammengefasst.

E-Scooter-Modelle mit Straßenzulassung für Deutschland

Die ersten Hersteller haben bereits ihre E-Scooter-Modelle beim KBA eingereicht und eine Betriebserlaubnis erhalten:

Metz moover - Elektrotretroller mit Straßenzulassung gemäß eKFV/StVZO
26 Bewertungen
Metz moover - Elektrotretroller mit Straßenzulassung gemäß eKFV/StVZO
  • Allgemeine Betriebserlaubnis durch das Kraftfahrt-Bundesamt: in Deutschland für den Straßenverkehr (für Straßen und Radwege) zugelassen
  • Hinterradantrieb mit 500 W Peakleistung: Softwarekonzept für angenehmes Anfahren
  • 12“-Luftbereifung von Schwalbe für ein komfortables Fahrgefühl auch auf unebenen Untergründen
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  • Mit 20 km/h geräuschlos 25km weit fahren

Die beliebtesten E-Scooter am Markt

Es folgt eine Auswahl von E-Scootern, hier haben wir insgesamt noch mehr beliebte E-Scooter für euch zusammengefasst.

Bestseller: E-Scooter

Hier findet ihr die beliebtesten E-Scooter zusammengefasst in einer Bestseller-Liste. Die Auswahl wird stündlich aktualisiert.

Aktuelle Angebote bei E-Scootern

In folgender Liste findet ihr die derzeit besten Angebote für E-Scooter – die Angebote werden stündlich aktualisiert und stehen teilweise nur kurzfristig zur Verfügung.


Rechtslage bei E-Mobilität

Verschiedene E-Fahrzeuge und die dazu momentan gültige Rechtslage in Österreich und Deutschland haben wir hier für euch im Überblick:


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