E-Bikes: Die gesetzlichen Regelungen zur richtigen Verwendung

Wie sehen die gesetzlichen Regelungen beim Fahren mit einem E-Bike in Österreich und Deutschland aus? Wir geben euch den Überblick.

26.07.2018 Online Redaktion

Im Jahr 2017 war etwa jedes dritte aller neu verkauften Fahrräder in Österreich ein E-Bike. Der Großteil davon waren E-Mountainbikes (67.000 Stück) und E-Citybikes (53.500 Stück). Auch in Deutschland stieg die Verkaufszahl im Jahr 2017 verglichen mit dem Jahr davor um 19 Prozent – rund 720.000 neue E-Bikes wurden dort an den Mann bzw. die Frau gebracht.

E-Mobilität auf autorevue.at

Ein vielgenannter Vorteil eines E-Bikes: Menschen, die aufgrund mangelnder Fitness oder höheren Alters nicht mehr aufs Rad steigen würden, haben damit die Möglichkeit, sogar längere Distanzen wieder mühelos(er) zurückzulegen. Allerdings sollten auch die Gefahren im Auge behalten werden: Die höhere Durchschnittsgeschwindigkeit, eventuell verbunden mit wenig Fahr-Routine, kann zu gefährlichen Situationen und Unfällen führen. Unsere Empfehlung: Fahren nur mit Fahrrad-Helm und für ungeübte Fahrer der Besuch eines Einführungs-/Übungs-Kurses für E-Bikes, die zum Teil bereits kostenlos angeboten werden, wie z.B. vom ÖAMTC.

Außerdem sollte man die gesetzlichen Regelungen bezüglich E-Bike auf den Straßen in Österreich und Deutschland im Blick haben. Hier unser Kurz-Überblick:

E-Bike, die gesetzlichen Regelungen

Österreich

  • E-Bikes, also Fahrräder mit elektronischer Tretunterstützung, sind verkehrsrechtlich “normalen” Fahrrädern gleichgestellt. Allerdings nur dann, wenn die Leistung des Motors 600 Watt nicht übersteigt und die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit 25 km/ nicht überschreitet. Der Motor muss somit ab einer Geschwindigkeit von 25 km/h automatisch abschalten.
  • E-Bikes mit höherer Leistung bzw. Höchstgeschwindigkeit gelten bereits als Mopeds und unterliegen damit auch den dafür geltenden, strengeren Bestimmungen.
  • Auch bei E-Bikes gilt: 0,8-Promille-Grenze, Telefonieren nur mit Freisprecheinrichtung und Helmpflicht für Kinder bis 12 Jahren. Anhänger dürfen übrigens nur dann gezogen werden, wenn am E-Bike auch ein Fahrradständer montiert ist.

Deutschland

  • Will man in Deutschland auf Führerschein, Zulassung (inkl. Kennzeichen) und Helmpflicht verzichten, darf ein E-Bike nicht mehr als 250 Watt Motorleistung bringen und die Motorunterstützung muss ebenso bei 25 km/h abschalten.
  • Für leistungsstärkere E-Bikes (bzw. bis max. 500 Watt Motorleistung / Motorzuschaltung bis maximal 45 km/h) gilt: Führerschein der Klasse AM und Zulassung (Versicherungskennzeichen) sind erforderlich, es gilt dann außerdem die Helmpflicht. Außerdem ist die Benützung eines Radweges nicht mehr erlaubt.

Rechtslage bei E-Mobilität

Verschiedene E-Fahrzeuge und die dazu momentan gültige Rechtslage in Österreich und Deutschland haben wir hier für euch im Überblick:

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