Andreas Riedmann

E-Bikes: Die gesetzlichen Regelungen zur richtigen Verwendung

Wie sehen die gesetzlichen Regelungen beim Fahren mit einem E-Bike in Österreich und Deutschland aus? Wir geben euch den Überblick.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 08.11.2019

Im Jahr 2017 war etwa jedes dritte aller neu verkauften Fahrräder in Österreich ein E-Bike (Einen E-Bike-Test findet ihr hier). Der Großteil davon waren E-Mountainbikes (67.000 Stück) und E-Citybikes (53.500 Stück). Auch in Deutschland stieg die Verkaufszahl im Jahr 2017 verglichen mit dem Jahr davor um 19 Prozent – rund 720.000 neue E-Bikes wurden dort an den Mann bzw. die Frau gebracht.

Mehr zum Thema Elektromobilität

Ein vielgenannter Vorteil eines E-Bikes: Menschen, die aufgrund mangelnder Fitness oder höheren Alters nicht mehr aufs Rad steigen würden, haben damit die Möglichkeit, sogar längere Distanzen wieder mühelos(er) zurückzulegen. Allerdings sollten auch die Gefahren im Auge behalten werden: Die höhere Durchschnittsgeschwindigkeit, eventuell verbunden mit wenig Fahr-Routine, kann zu gefährlichen Situationen und Unfällen führen. Unsere Empfehlung: Fahren nur mit Fahrrad-Helm und für ungeübte Fahrer der Besuch eines Einführungs-/Übungs-Kurses für E-Bikes, die zum Teil bereits kostenlos angeboten werden, wie z.B. vom ÖAMTC.

Außerdem sollte man die gesetzlichen Regelungen bezüglich E-Bike auf den Straßen in Österreich und Deutschland im Blick haben. Hier unser Kurz-Überblick:

E-Bikes und Pedelecs: die gesetzlichen Regelungen

Österreich

  • E-Bikes, also elektronisch angetriebene Fahrräder ohne Tretunterstützung sowie auch Pedelecs (mit Tretunterstützung) sind verkehrsrechtlich “normalen” Fahrrädern gleichgestellt.
  • Somit müssen sowohl E-Bikes als auch Pedelecs auf Radfahranlagen genutzt werden, wenn eine solche vorhanden ist.
  • Für E-Bikes und auch Pedelecs gilt: Die maximale Antriebsleistung des Motors darf 600 Watt nicht übersteigen, zudem gilt eine maximale Bauartgeschwindigkeit von 25 km/h.
  • Von der Maximalleistung des Motors zu unterscheiden ist die Nenndauerleistung. Damit wird die Leistung beschrieben, welche über einen Zeitraum von 30 Minuten dauerhaft abgegeben werden kann. Lt. aktueller EU-Typengenehmigungsverordnung darf bei Pedelecs diese maximale Nenndauerleistung 250 Watt nicht überschreiten
  • Wird einer der oben angeführten Werte (600 Watt Maximalleistung bzw. 250 Watt Nenndauerleistung bzw. 25 km/h Bauartgeschwindigkeit) überschritten, wird das Gefährt rechtlich betrachtet nicht mehr als Fahrrad sondern als Moped eingestuft. (verbunden mit z.B. Helmpflicht, Führerscheinpflicht und Haftpflichtversicherung usw.)
  • Auch bei E-Bikes und Pedelecs gilt: 0,8-Promille-Grenze, Telefonieren nur mit Freisprecheinrichtung. Anhänger dürfen übrigens nur dann gezogen werden, wenn am E-Bike auch ein Fahrradständer montiert ist.
  • Ausrüstung: Es gelten die Ausrüstungsvorschriften wie bei Fahrrädern, Pflicht sind also Klingel, Scheinwerfer, Rücklicht, Rückstrahler und Reflektoren an Speichen und Pedalen.
  • Mindestalter: ab 12 Jahren darf man alleine unterwegs sein, darunter nur in Begleitung eines Erwachsenen oder mit Radfahrausweis. Achtung: Helmpflicht für Kinder unter 12 Jahren.

Deutschland

  • Will man in Deutschland auf Führerschein, Zulassung (inkl. Kennzeichen) und Helmpflicht verzichten, darf ein E-Bike nicht mehr als 250 Watt Motorleistung bringen und die Motorunterstützung muss ebenso bei 25 km/h abschalten. Der Radweg muss genutzt werden, sofern ein solcher vorhanden ist.
  • Für leistungsstärkere E-Bikes (bzw. bis max. 500 Watt Motorleistung / Motorzuschaltung bis maximal 45 km/h) gilt: Führerschein der Klasse AM und Zulassung (Versicherungskennzeichen) sind erforderlich, es gilt dann außerdem die Helmpflicht. Außerdem ist die Benützung eines Radweges nicht mehr erlaubt.

Die beliebtesten Elektrofahrräder am Markt

Bestseller: E-Fahrräder

Hier findet ihr die beliebtesten Elektrofahrräder zusammengefasst in einer Bestseller-Liste. Die Auswahl wird stündlich aktualisiert.

Rechtslage bei E-Mobilität

Verschiedene E-Fahrzeuge und die dazu momentan gültige Rechtslage in Österreich und Deutschland haben wir hier für euch im Überblick:


Einige hier angeführte Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn ihr auf so einen Affiliate-Link klickt und über diesen Link einkauft, bekommt autorevue.at vom betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für den Benutzer bzw. Käufer verändert sich der Preis nicht!


Voriger
Nächster