Winter ade – der Auto-Frühling kann kommen! Tipps für den großen “Frühjahrsputz” des Autos

Wir haben uns 6 typischen Problemstellen angenommen und sagen euch, wie ihr diese nach dem Winter am besten reinigt bzw. wartet.

13.04.2018 Online Redaktion

Streusalz, Feinstaub, Kälte, Verschmutzungen aller Art uvm. das Auto ist übers Jahr hinweg enormen Belastungen ausgesetzt. Zumindest einmal im Jahr sollte daher ein großer “Frühjahrsputz” für saubere Verhältnisse sorgen. Wir meinen: Der Frühling ist wie geschaffen dafür, um das eigene Fahrzeug nicht nur optisch, sondern auch hinsichtlich Sicherheit wieder auf Vordermann zu bringen.

6 Problemstellen nach dem Winter im Überblick:

1 – Der Lack

Etwa 100.000 Tonnen Streusalz landen durchschnittlich pro Jahr auf Österreichs Straßen, in Deutschland sind es ca. 1,6 Millionen Tonnen.  Besonders aggressiv ist dabei Kalziumchlorid, das als Auftaumittel zum Einsatz kommt und noch wesentlich aggressiver als gewöhnliches Streusalz ist. Es fördert die Bildung von Rostschäden an der Karosserie und am Fahrwerk – selbst bei relativ neuen Fahrzeugen.Abhilfe schafft nur eine regelmäßige Autowäsche (inklusive Unterboden!) – im Frühling, aber am Besten immer wieder auch während des Winters. Tipps für die Autowäsche haben wir bereits hier für euch zusammengestellt.

2 – Innenraum

Aber auch der Innenraum bleibt von Verschmutzungen nicht verschont. Bakterien, Keime, Feinstaub und im Frühling besonders die Pollen sorgen dafür, dass die Filter in der Lüftung Schwerstarbeit leisten müssen. Irgendwann ist aber Schluss: Besonders im Frühling finden sich in nur einem Milliliter Luft um die 3000 Pollen – ein regelmäßiger Austausch der Pollenfilter ist daher ein Muss.

Generell sollte zumindest einmal im Jahr auch die Klimaanlage einer Desinfektion bzw. Wartung unterzogen werden, um die Funktion zu erhalten. Kommt aus dem Gebläse bereits ein etwas modriger Geruch, ist das ein Zeichen, dass es allerhöchste Zeit für eine Reinigung bzw. Wartung ist.

3 – Feuchtigkeit

Besonders im Winter setzt sich in den Teppichen und Fußmatten im Innenraum des Autos die Feuchtigkeit fest – beschlagene Scheiben können die Folge sein, aber auch jede Menge Bakterien und Keime finden dadurch ein optimales “Klima” zur Vermehrung – das ist auch gesundheitlich bedenklich.

Was hilft? Ausgiebiges und regelmäßiges Lüften, um überschüssige Feuchtigkeit nach draußen zu befördern, Trockenlegen der Fußmatten und eventuell ein Tausch der Teppiche. Auch Zeitungspapier, das im Innenraum des Fahrzeuges ausgelegt wird, kann dabei helfen, überschüssige Feuchtigkeit aufzunehmen und aus dem Auto rauszubekommen.

4 – Scheiben und Scheibenwischer

Gerade im Winter beschlagen die Scheiben oftmals von beiden Seiten, dazu befördert die Lüftung auch Schmutz in das Autoinnere, der sich an den Scheiben als Schmutzfilm festsetzt. Dadurch entsteht eine Sichtbehinderung, die massiv zu Lasten der Sicherheit gehen.

Abhilfe verschafft ein Scheiben- bzw. Glasreiniger, mit dem die Scheiben vom Schmutz befreit werden und wieder für klare Sicht sorgen.

Auch auf die Scheibenwischer sollte nach dem Winter besonderes Augenmerk gelegt werden. Die Gummimischung der Wischer wird durch angefrorenen Schnee und Feuchtigkeit beschädigt, zumindest aber in Mitleidenschaft gezogen. Ein Austausch kostet im Verhältnis zur gewonnen Sicherheit (keine Schlierenbildung) nur eine Kleinigkeit. Bei der Gelegenheit sollte auch die Flüssigkeit der Scheibenwaschanlage gegen eine Sommer-Reinigungsflüssigkeit getauscht werden.

5 – Licht, Brems- und Kühlflüssigkeit prüfen

Zum Standard sollte auf der Frühjahrs-Checkliste die Prüfung der Scheinwerfer zählen. Standlicht, Abblendlicht, Fernlicht, Bremslichter und Rücklichter aber auch die Blinker und Rückfahrleuchten sollten auf deren Funktion geprüft werden bzw. auf die richtige Einstellung der Scheinwerfer-Neigung geachtet werden. Auch die Prüfung der Füllstände von Brems- und Kühlflüssigkeit dauert wenige Sekunden – ist aber enorm wichtig für die Sicherheit.

6 – Die Reifen

Bis 15. April gilt die Winterreifenpflicht, danach dürfen lt. Gesetz zwar auch die Winterreifen “fertig gefahren” werden – zu empfehlen ist dies allerdings nicht. Die Gummimischungen für Sommer- und Winterreifen sind speziell auf die jeweils herrschenden Temperaturen abgestimmt – wer mit Winterreifen im Sommer unterwegs ist, riskiert nicht nur längere Bremswege sondern z.B. auch eine schlechtere Beherrschbarkeit des Autos in Kurvenlage.

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