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Mit diesem 7-Millionen-Euro-Simulator kann man jedes beliebige Auto "fahren"

Mit diesem 7-Millionen-Euro-Simulator kann man jedes beliebige Auto „fahren“

Mit seinem VDS hat Fiat Chrysler den laut eigenen Angaben „fortschrittlichsten Fahrsimulator Nordamerikas“ entwickelt. Kostenpunkt: 10,1 Millionen Kanadische Dollar.

Zuletzt aktualisiert am 02.10.2019

10,1 Millionen kanadische Dollar – das entspricht fast sieben Millionen Euro – hat Fiat Chrysler in seinen neuen Vehicle Dynamics Simulator (VDS) investiert. Das System, das FCA als das fortschrittlichste seiner Art in ganz Nordamerika bezeichnet, soll Fahrten mit jedem beliebigen Auto auf jedem beliebigen Untergrund simulieren können.

Neun Aktoren für maximale Immersion

Während sechs Aktoren und damit mögliche Bewegungsrichtungen bei Fahrsimulatoren Standard sind, verfügt der VDS gleich über deren neun. Der erweiterte Aktionsraum soll eine realistischere Nachahmung des Fahrgefühls ermöglichen. „Die neue Technologie bietet dem Fahrer eine personalisierte virtuelle Immersion, die die Fahreigenschaften eines spezifischen Autos auf einer Vielzahl an simulierten Fahrbahnoberflächen repliziert“, so Tony Mancina, Head of Engineering bei FCA Canada.

Virtuelle Realität

Die Konstruktion mit einem Gesamtgewicht von 4,5 Tonnen „schwebt“ auf einem Luftkissen über dem Boden, „wie ein Hovercraft oder Air-Hockey-Puck“. Der VDS kann mit jeder beliebigen Karosserie ausgestattet werden, auch Subsysteme wie Bremsen, Lenkung, ABS oder ESC können in die Simulation integriert werden. Die gewünschte Fahrumgebung wird vor Ort gescannt, um auf Basis der Daten ein möglichst wirklichkeitsgetreues virtuelles Abbild erstellen zu können – sogar inklusive aller Schlaglöcher.

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten

„Indem wir Simulatoren nutzen, können wir eine virtuelle Umgebung kreieren, um das Fahrverhalten und Handling eines Fahrzeugs zu beurteilen, Tests der Sensortechnologien für Fahrerassistenzsysteme durchzuführen, verschiedene Konfigurationen der Benutzerschnittstelle zu evaluieren und die Ablenkungsgefahr sowie Lösungsansätze dafür zu testen“, erklärt Rob Wichman, Head of FCA Vehicle Engineering. Der VDS soll in weiterer Folge in diversen Bereichen der Fahrzeugentwicklung bei Fiat Chrysler zum Einsatz kommen.