Porsche Cayenne

 
Porsche Cayenne SUV COTY Auto des Jahres

Porsche Cayenne

Jetzt sind es bald 16 Jahre, die wir den Porsche Cayenne kennen. Und man muss schon lange überlegen, bis einem ein Auto einfällt, das eine derartige Wandlung in der Wahrnehmung hinter sich hat. Zum Marktstart der ersten Generation war klar, dass es ohne den Erfolg des 911er keinen Cayenne gegeben hätte. Dessen Erfolg wiederum führte dazu, dass es später den 911er noch gab, wie ein Porschemitarbeiter überspitzt formulierte. Und jetzt, da die dritte Generation auf die Straßen rollt ist klar, dass sich Porsche zu einer Geländewagenmarke mit angeschlossener Sportwagenmanufaktur gemausert hat.

Porsche Cayenne SUV COTY Auto des Jahres
© Bild: Porsche

Das ist nicht als Kritik an den rundum gelungen Sportwagen zu verstehen, sondern vielmehr als Kniefall vor dem Cayenne. Der ging bei seiner Einführung durch ein Stahlbad. Der Wagen wurde von den lauten Meinungsmachern abgelehnt. Aber von der stillen Mehrheit gekauft. Und das rund 800.000 Mal bisher. Generation Nummer drei soll endlich die Millionenmarke knacken (der 911er brauchte für diese magische Stückzahlgrenze 54 Jahre).

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© Bild: Porsche

Bei der dritten Generation haben sich die Ingenieure unter anderem der Luftfederung gewidmet. Dank dessen Dreikammersystem und der Wankstabilisierung gibt es einen größeren Unterschied zwischen den einzelnen Fahrdynamik-Einstellungen. Die Spreizung zwischen Komfort und Dynamik ist jetzt spürbar breiter als noch im Vorgängermodell.

Je nach Motorisierung und Aufpreislisten-Mut gibt es dann noch einige Gadgets der sportlichen Art. So ist der Porsche Cayenne Turbo das erste SUV mit einem ausfahrbaren Spoiler. Bei Tempo 160 fährt der Heckspoiler aus und erhöht den Anpressdruck. Oder die Bremswirkung. Denn bei Vollbremsungen jenseits der 170 Stundenkilometer richtet er sich auf, um den Luftwiderstand zu erhöhen. Bremsen, gutes Stichwort. Gegen Aufpreis erhältlich ist außerdem eine Surface-coated-Brake – hier ist die Bremsscheibe mit Wolframcarbid beschichtet, was den Verschleiß und die Bremsstaub-Entwicklung minimieren soll.

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© Bild: Porsche

Der Innenraum wirkt sehr viel aufgeräumter als der des Vorgängers, was vor allem am 12,3-Zoll-Display liegt. In ihm ruhen die meisten Funktionen und über ihn sollen sie auch bedient werden. Entsprechend verschwanden einige Schalter, Räder und Knöpfe von der Konsole. In Summe wirkt das alles sehr viel nobler. Das gilt auch für die Sprachsteuerung. Wer den Satz „Mir ist kalt“ ins Mikrofon bibbert, dem antwortet das Auto „Es wird gleich wärmer“, während es die Heizung hochdreht.

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Letztere Funktion ist für Porsche ein Goodie aus dem „Cockpit der Zukunft“. Soll heißen: Die dritte Generation des Porsche Cayenne ist permanent online. Die Sprachsteuerung funktioniert online, genauso wie die Navigation und die diversen Anwendungen wie Amazon Music oder Smart-Home-Anwendungen. So informiert einen der neue Porsche Cayenne darüber, ob es zu Hause brennt oder jemand einbricht – die entsprechenden Smart-Home-Tools vorausgesetzt.

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Was bei der Preisgestaltung vor allem überrascht ist, dass es zum Start keinen Dieselmotor gibt. Bisher waren etwa 42 Prozent aller Cayenne-Neuzulassungen in Österreich Dieselmodelle. 2016 waren es sogar 69 Prozent (plus 23 Prozent Hybrid und 8 Prozent Benziner). Und so stehen erst einmal nur drei Motoren zur Auswahl. Den Porsche Cayenne (340 PS) gibt es um 91.923 Euro, der Cayenne S (440 PS) kostet 113.492 Euro und den Cayenne Turbo (550 PS) kriegt man ab 179.868 Euro.

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