Kia Rio

 
Kia Rio Kleinwagen COTY Auto des Jahres

Kia Rio

Der Kia Rio buhlt im so genannten B-Hatch-Segment um Kunden. Es ist das Segment, in dem sich die meisten Teilnehmer tummeln, in dem die Margen besonders spitz kalkuliert sind und in dem am härtesten um Marktanteile gekämpft wird. Denn es ist schlichtweg das größte Segment in Europa. Der Rio ist Kias Stückzahlbringer. 450.000 Stück verkauft die Marke weltweit in jedem Jahr. Jetzt geht der Erfolgsgarant in die vierte Generation.

Kia Rio Kleinwagen COTY Auto des Jahres
© Bild: Kia

Und dieser Generationenwechsel war umfangreich. Die Neuauflage wirkt so frisch, dass sie eigentlich einen neuen Namen verdient hätte. Die Optik entsprang einer Kooperation der Designzentren in Frankfurt und Irvine (Kalifornien), es ist keine Spur von koreanischem Barock zu erkennen. Durch die flachere Dachlinie (-5 mm zum Vorgänger) und den längeren Radstand (+10 mm) steht der Rio satt auf der Straße.

Kia Rio Kleinwagen COTY Auto des Jahres
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Und satt liegt der Wagen auch auf der Straße. Die Vorderachse mit überarbeiteter Kinematik in Verbindung mit der völlig neu entwickelten Lenkung versprüht richtig Fahrspaß. Die wichtigsten Änderungen am Fahrwerk sind steifere Federbeine und Querträger vorn sowie ein höhergesetzter Torsionsstab hinten. Dazu kommen vertikal positionierten Stoßdämpfer hinten und Stoßdämpfer mit vorgespannten Ventilen vorn. Die elektronisch unterstützten Servolenkung wurde neu abgestimmt, um den Geradeauslauf zu optimieren. Dafür verfügt der Kia Rio serienmäßig über die Gegenlenkunterstützung VSM (Vehicle Stability Management).

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© Bild: Kia

Der Rio startet mit einem 1,25-Liter-Benziner – ein 84 PS Sauger. Unser Tipp ist allerdings, sich ein bisschen mehr zu gönnen. Über dem Einstiegsmotor rangiert der neue 1,0-Liter-Dreizylinder mit Direkteinspritzung, der dank Turboaufladung deutlich lebendiger wirkt – die 50 Newtonmeter Drehmoment mehr im Vergleich zum Sauger (172 statt 122 Newtonmeter) sind ein echter Gewinn. Den Turbomotor gibt ist in zwei Leistungsstufen erhältlich (mit 100 und 120 PS). Dieselseitig gibt es einen 1,4-Liter mit 90 PS zu vermelden, der hierzulande wohl ein Randgruppenprogramm darstellen wird.

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© Bild: Kia

Innen wirkt der Rio dank seiner Breite luftig. Es kommt beinahe Kompaktklassen-Flair auf. Auch Fondpassagiere bringen längere Reisen ohne Würdeabrieb hinter sich. Dazu gibt es 325 Liter Ladevolumen, was zumindest für den Alltag eines Kleinwagens reicht. Geradezu vorbildlich geht es in Sachen Ablagen zu. Exemplarisch seien die Cupholdern in der Mittelkonsole und die Flaschenhalter in den Türen erwähnt – vorne wie hinten. Multimedia- und Assistenzsysteme absolut auf Höhe der Zeit. So lässt sich der Rio per Paket mit einem autonomen Notbremsassistenten mit Fußgängererkennung und Spurhalteassistent ausrüsten.

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© Bild: Kia

Der Kia Rio kommt zu Preisen ab 12.690 Euro. Wer unserer Empfehlung folgt und zu einem der beiden Turbo-Benziner greift muss 17.090 (100 PS) oder 17.890 Euro (120 PS) anlegen, was vor allem daran liegt, dass diese beiden Leistungsklassen erst in der vergleichsweise hohen Ausstattungslinie „Silber“ erhältlich sind. Dieselseitig beginnt der Kia Rio zwar bereits bei 15.290 Euro, dafür gibt es allerdings nur eine Brot-und-Butter-Version.

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