Jürgen Skarwan
Racing Rookie 2021: Fasten war gestern!

Racing Rookie 2021: Fasten war gestern!

Im Frühling erwacht die Welt, und die Jugend ist hungrig auf Action. Ihr magenknurrendes Stoßgebet wurde erhört: Die Anmeldung für die 18. Ausgabe des Racing Rookie ist eröffnet!

Autorevue Magazin
Veröffentlicht am 23.03.2021

Es sprießt, es grünt, es zwitschert. Die Sonne reißt sich voller Sehnsucht erst spätabends von uns los und die ganze Welt scharrt in den Startlöchern – je jünger, umso stärker: Den Frühling begrüßen wir voller Schmetterlinge im Bauch, aber die machen nur noch hungriger. Nach der gefühlt längsten Fastenzeit ever grummelt der Magen unrund wie ein Dreizylinder mit Sportauspuff, doch jetzt geht es endlich wieder los. Fasten? Ja bitte, your seatbelt!

Unter Beachtung der gerade gültigen Corona-Schutzmaßnahmen startet der Racing Rookie am 1. Mai 2021 in seine 18. Saison und stärkt Körper und Geist von 480 glücklichen Teilnehmenden: Trainingsgeräte in steigender Eskalation bis zu Ford Fiesta Rallye-ST und Ford Focus RS verlangen schnelle Füße und Hände, viel Gefühl und natürlich Nerven aus Stahl. Wer diese Voraussetzungen mitbringt oder sie sich im Rahmen eines Racing-Rookie-Termins aneignet, der hat nicht nur viel Spaß im Grenzbereich, sondern auch die Chance auf einen rallyefertigen Ford Fiesta ST mit Ausrüstung und Trainings im Wert von rund 40.000 Euro.

Racing Rookie 2021: Fasten war gestern!
© Bild: Jürgen Skarwan

Was man dafür braucht: 30 Euro für die Teilnahmegebühr, ein Geburtsdatum zwischen 2000 und 2004 und Lust auf einen packenden Motorsport-Tag in sicherer Umgebung. Einen Führerschein benötigt man aber genauso wenig wie Erfahrung auf der Rennstrecke.

Bevor es mit bis zu 350 PS auf die Piste geht, erklären die ÖAMTC-Fahrtechnikinstruktoren den angehenden Rookies mit Kurven- und Blicktechnik zuerst das Einmaleins des sicheren Herantastens an den Grenzbereich. An ein paar umgeschmissenen Pylonen oder einer Ehrenrunde in der Wiese erkennt man, wer sich auf der Strecke dennoch dem jugendlichen Leichtsinn hingibt. In der Regel wird das nicht einmal mit Gelächter der anderen Teilnehmenden quittiert, aus Angst vorm schlechten Karma für den eigenen Lauf. Für den Einzug ins Finale im August kann man gutes Karma neben dem entscheidenden Fünkchen Glück nämlich immer brauchen, aber zunächst muss man sich in den drei Königsdisziplinen bewähren.

Zum lockeren Eingrooven dient zunächst der Trockenhandlingparcours. Er simuliert eine kurvige Landstraßenpartie und rückt nach dem Modell Montessori das freudvolle Lernen fernab von Bewertungen in den Vordergrund. Doch auf der Kartbahn und beim Zeitslalom geht es, wie der Name des Letzteren schon erahnen lässt, um die Zeit!

Denn nur wer bei beiden Disziplinen insgesamt unter die schnellsten acht aus 48, also ins schnellste Sechstel des Teilnehmerfeldes kommt, schafft es ins Tagesfinale. Dabei muss jeder für sich maximale Geschwindigkeit gegen einen fehlerfreien Lauf abwägen, denn wenn man übermotiviert zwei Pylonen zu je fünf Strafsekunden umnietet, hilft auch ein Loeb hinterm Steuer nichts mehr. Wer das richtige Maß an Risiko wählt und die nötigen fahrerischen Kompetenzen beweist, darf sich am Ende des Tages auf der gefürchteten Schleuderplatte messen. Gefürchtet deshalb, weil sie im Rallye-ST ohne Assistenzsysteme selbst routinierte Fahrer oft richtig patschert dastehen lässt.

Mit abgepicktem Tacho reißt sie einem bei einer Geschwindigkeit von bis zu 55 km/h das Heck weg, das es dann auf Rutschbelag zackig wieder einzufangen gilt – möglichst ohne Dreher, Pylonenkontakt oder Spurverlassen, sonst hagelt es deftige Punkteabzüge von den unerbittlichen Fahrtechnikinstruktoren.

Die beiden, die das Auto am geschicktesten wieder unter Kontrolle bringen, gelten als vertrauenswürdig genug, um den Nervenkitzel auf nächster Stufe noch einmal zu erleben: im Finale am Wachauring in Melk. Dort duellieren sich die Besten der Saison Drauflosfahren! Einmal gefahrenlos durch Kurven wetzen dürfen und lernen, wie man es richtig macht: Beim Racing Rookie wird reichlich Motorsport-Luft geschnuppert. um den Autoschlüssel zum Rallye-Fiesta ST inklusive Ausrüstung und Trainings, der ein ordentliches Startkapital in die eigene Rallyesaison darstellt. Für alle Unglücklichen, die es nicht so weit schaffen, bleibt leider nur ein erschöpftes Freudestrahlen und ein T-Shirt, das den Jubel, den Nervenkitzel und die Anstrengung als Eau de Racing Rookie aus den Komponenten Gummi, Kupplung und teenage sweat gespeichert hat.

Doch egal, ob man heiß auf den eigenen Rallyestart oder nur auf das lässigste Fahrtechniktraining Österreichs aus ist, die Spreu vom Weizen trennt sich zuallererst bei der Anmeldung: Auch hier ist das Zusammenspiel von Körper und Geist, von flinken Fingern und blitzschneller Entscheidungskompetenz gefragt. Wer diese Hürde meistert, kann endlich den Duft des Frühlings schnuppern und dann selbst entscheiden, ob das T-Shirt anschließend wirklich gewaschen werden soll.

Ein Beitrag aus der autorevue April 2021

Racing Rookie 2021: Fasten war gestern!
© Bild: Jürgen Skarwan

Freie Platzwahl

Unter Beachtung der jeweils gültigen Corona-Schutzmaßnahmen startet der Racing Rookie ab 1. Mai. Die Termine sind traditionell schnell ausgebucht, Zeit sollte man also keine verlieren! Locations in Teesdorf, Melk, St. Veit und Saalfelden garantieren, dass niemand einen Vorteil durchs allzu lange Aufwärmen auf der Anfahrt bekommt. Insgesamt werden an jedem Termin 96 Plätze (geteilt in Vormittag und Nachmittag) vergeben, macht bei fünf Terminen 480 Plätze. Für die Anmeldegebühr von 30 Euro sichert man sich nicht nur einen Platz bei der Vorausscheidung, sondern auch die Chance aufs große Finale und damit auf den Gewinn eines rennfertig umgebauten Ford Fiesta ST samt individuellem Startpaket inklusive professioneller OSK-Fahrerlizenz der AMF, eines exklusiven Coachings von den Profis der ÖAMTC-Fahrtechnik sowie Ausrüstung im Gesamtwert von rund 40.000 Euro.

Alle Termine des Racing Rookie 2021

Qualifikation

  • ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Teesdorf (NÖ) – verschoben auf 17. Juli
  • 13. Mai – ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Melk / Wachauring (NÖ)
  • 3. Juni – ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Teesdorf (NÖ)
  • 10. Juli – ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum St.Veit (K)
  • 31. Juli – Experience Center Saalfelden/Brandlhof (S)

    Sollte es aufgrund der Corona-Maßnahmen zu Terminverschiebungen kommen, werden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer rechtzeitig informiert.

Finale

  • 13. + 14. August – ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Melk / Wachauring (NÖ)

Anmeldung

  • Anmeldung für die Geburtsjahrgänge 2000-2004 unter: www.racingrookie.at
  • Anmeldegebühr 30 €
  • Die TeilnehmerInnen müssen über keinen Führerschein verfügen.