Lotus Exige Sport 250 70th anniversary Special Edition
 

Geely will Lotus zu neuen Höhen führen

Neues Werk, neues Designzentrum, mehr Ingenieure. Geely macht ernst und plant eine Milliardeninvestition für Lotus.

10.08.2018 Online Redaktion

Lotus soll, geht es nach Geely, zu nie gekannten Höhen aufsteigen. Der chinesische Konzern besitzt 51 Prozent der Marke, will diese Beteiligung aber ausbauen und kräftig investieren. 1,9 Milliarden Dollar sollen dafür in einem ersten Schritt ausgegeben werden, so die Nachrichtenagentur Bloomberg. Geld, das helfen soll, Lotus auf eine Stufe mit Porsche und Ferrari zu heben.

Lotus Exige Sport 250 70th anniversary Special Edition
© Bild: Andreas Riedmann

Geely will Lotus helfen

Die Zhejiang Geely Holding drückt das folgendermaßen aus: „Geely ist voll darauf eingestellt, Lotus zu einer führenden, globalen Luxusmarke aufzubauen.“ Um das zu erreichen sollen 200 neuen Ingenieure eingestellt werden. Die Produktionskapazität in Hethel wird ausgebaut, eine zweite Fabrik soll entstehen und auch ein Design-Zentrum sei in Planung.

Jetzt ist es freilich so, dass sich der Erfolg von Porsche nicht mit Sportwägen erreichen lässt. Schon gar nicht mit eher leichten und reduzierten Sportlern, wie sie Lotus baut. Das ist die DNA der Marke. Nein. Porsche verdankt sein aktuelles Standing vor allem den SUV Cayenne und Macan.

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© Bild: Andreas Riedmann

Muss es ein SUV sein?

Geely hat nicht nur die Mehrheit an Lotus, sondern bekam im Rahmen dieses Geschäftes auch 49,9 Prozent von Proton – der Autobauer in Malaysia. Gemeinsam arbeiten die beiden Unternehmen schon länger an einem SUV. Ob das Modell ein Lotus werden soll, darf allerdings bezweifelt werden. Denn das wäre ein fatales Zeichen.

Li Shufu, der Besitzer von Geely, ist aber spätestens seit der Übernahme von Volvo und dem Milliarden-Engagement bei Daimler dafür bekannt, die Werte und Stärken der Marken zu kennen und sie zu erhalten. Mittelfristig will aber auch Geely Gewinn erwirtschaften und so wird es auch bei Lotus unvermeidlich sein, die Fahrzeuge näher an den Massengeschmack heranzurücken. Oder, ähnlich wie Ferrari, sich auf die oberen zehn Prozent zu konzentrieren.

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