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Alle Toyota-Hybrid-Modelle im Überblick

Alle Toyota-Hybrid-Modelle im Überblick

Mit dem Prius ist Toyota zum Hybrid-Vorreiter avanciert, heute gibt es den Großteil der Pkw-Modelle der Japaner in einer elektrifizierten Variante. Hier findet ihr alle Toyota-Hybrid-Modelle im Überblick.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 18.11.2020

Autos mit Hybridantrieb erfreuen sich in Österreich steigender Beliebtheit: 2019 wurde laut Statistik Austria ein Plus von 47,8% bei den Neuzulassungen von Benzin-Hybrid-Pkw verzeichnet. Seit der Vorstellung des Prius gilt Toyota als Vorreiter im Bereich der Hybridantriebe, 2020 bieten die Japaner den Großteil ihrer Fahrzeug zumindest auch in einer Hybrid-Variante an. Nachstehendend findet ihr einen Überblick über alle Toyota-Hybrid-Modelle, die aktuell in Österreich erhältlich sind.

Auch interessant: Hier geht’s zur Übersicht aller Elektroautos aller Hersteller, die derzeit in Österreich erhältlich sind.

Toyota Yaris Hybrid

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© Bild: Werk

Der Toyota Yaris wurde 2020 neu aufgelegt, mittlerweile ist der Kleinwagen in der vierten Modellgeneration unterwegs. Zur Verfügung steht (neben zwei Dreizylinder-Benzinern) auch ein komplett neuer 1,5-Liter-Hybridantrieb mit einer Systemleistung von 85 kW/116 PS, der sich direkt von den 2,0- und 2,5-Liter-Systemen des Corolla, RAV4 und Camry ableitet. Auch ohne Zwischenstopp an der Ladestation soll der neue Yaris Hybrid bis zu 50% der Fahrstrecken im Stadtverkehr rein elektrisch zurücklegen können. Der Kraftstoffverbrauch und die Emissionen fallen um über 15 Prozent geringer aus. Den Verbrauch und die CO2-Emissionen beziffert Toyota mit 3,8 bis 4,3 Liter je 100 Kilometer bzw. 87– 98 Gramm je Kilometer.

Toyota Yaris 1,5 Hybrid: autorevue-Testbericht

„Die elektrische Komponente unterstützt den Verbrennungsmotor über kurze Strecken schon bei niedrigen Drehzahlen und geringer Geräuschentwicklung so vehement, dass sich der Antritt wie turbogeladen anfühlt. Dass im Motor nur drei Zylinder stecken, ist nur selten bemerkbar. In der Stadt kommt man häufig in den Genuss elektrischer Fortbewegung, da kommt er nahe an die Vorzüge eines Elektroautos heran – ganz ohne Kabel, ganz ohne Nachladen.“

Toyota Corolla / Corolla Touring Sports Hybrid

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© Bild: Werk

Mit dem neuen Toyota Corolla kehrte 2019 ein berühmter Name, der bereits in den 1960er Jahren zum Einsatz kam, zurück auf die Straßen. Technologisch ist der Auris-Nachfolger freilich auf dem neuesten Stand, steht er doch auf der gleichen Plattform wie die jüngsten Generationen des Prius und des C-HR. Der neue Corolla ist als Limousine, als Schrägheck-Variante oder als Kombi – dieser trägt den Beinamen “Touring Sports” -erhältlich. Premiere bei Toyota: Für Hatchback und Kombi stehen gleich zwei Hybridantriebe zur Auswahl (1,8 Liter mit 90 kW/ 122 PS oder 2,0 Liter mit 132 kW / 180 PS). Für die Limousine gibt’s nur das 1,8-Liter-System.

Toyota Corolla TS 2,0 Hybrid Trek: autorevue-Testbericht

„Bei 35.000 Euro wird einiges an Serienausstattung mitgeliefert, zum Beispiel mittels adaptivem Tempomaten und Spurhalter eine kräftige Prise autonomes Fahren.“

Toyota Camry

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Seit 2019 ist die achte Modellgeneration des Toyota Camry auf den europäischen Straßen unterwegs – und das ausschließlich mit Hybridantrieb. Das 2,5-Liter-System wartet mit einer Leistung von 160 kW
(218 PS) auf, den Verbrauch und die CO2-Emissionen gibt Toyota mit 4,3 Liter auf 100 Kilometer bzw. 8 Gramm je Kilometer im Camry Business Edition an. Bis zu 50 Prozent der alltäglichen Fahrstrecken soll man mit der Limousine emissionsfrei zurücklegen können. Die ohnehin schon leise Fahrt wird durch die effiziente Schalldämmung noch geräuschärme – erfreulich für alle, die (beruflich) viel unterwegs sind.

Toyota Camry 2,5 Hybrid Lounge: autorevue-Testbericht

„Auch rollt und gleitet der Camry wie ein ganz Großer. Souverän saugt sein Fahrwerk die Unebenheiten auf wie ein Staubsauger die Brösel. Stundenlang auf der Autobahn bei gleichmäßigem Tempo, locker ins Leder hineingesunken: Dafür ist dieses Auto gut.“

Toyota Prius

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© Bild: Werk

Wer Hybrid hört, denkt an Prius – das galt zumindest in der Vergangenheit. Vor mittlerweile über 20 Jahren avancierte Toyota mit der Vorstellung des Modells zum weltweiten Vorreiter im Bereich der Hybridantriebe. Mittlerweile ist der Prius in der vierten Modellgeneration erhältlich, im aktuellen Hybridantrieb wird ein 1,8 Liter großer Benziner mit 72 kW (98 PS) von einem Elektromotor mit 53 kW maximaler Nennleistung unterstützt. Der kombinierte Verbrauch liegt Herstellerangaben zufolge bei 4,4–4,8 l/100 km, die CO2-Emissionen belaufen sich auf 99–109 g/km.

2019 bekam Prius, der Vierte ein Facelift verpasst. Der sieht nicht nur besser aus, sondern ist optional auch als Allradversion mit einem zweiten E-Motor an der Hinterachse erhältlich.

Toyota Prius 1,8 VVT-i Hybrid Lounge VIP: autorevue-Testbericht

„Eine haptische Großleistung ist das Lenkrad, das wirklich gediegen in der Hand liegt, dabei aber leicht und luftig wirkt. Ein Dank an dieser Stelle, dass Toyota erkannt hat, wie wichtig die Freude am Lenken ist. Was uns direkt zur größten Neuerung im Prius führt, dem Fahrverhalten. Denn das Lenken ist jetzt auch dank neu gefügten Fahrwerks lustig, oder doch zumindest im wahrsten Wortsinn zielführend. Der Prius liegt komfortabel auf der Straße, fast weich, nicht aber schwammig. An sich genau so, wie ein Mittelklasse-Familienauto liegen sollte.“

Toyota Prius Plug-in-Hybrid

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© Bild: Werk

Der Prius war auch eines der ersten Autos, die als Plug-in-Hybrid – sprich zum Nachladen an der Steckdose – angeboten wurden. Seit 2017 ist der neue Prius-Plug-in erhältlich. Mit 8,8, kWh Batteriekapazität soll er im rein elektrischen Fahrbetrieb bis zu 45 Kilometer weit kommen. Den kombinierten und gewichteten Verbrauch beziffert Toyota mit 1,3 l/100 km bzw. 7,2 kWh, die Emissionen beschränken sich auf 29 g Co2/km. Der 1,8 Liter-Hybrid verfügt über eine Systemleitung von 122 PS, die beiden Elektromotoren steuern dazu 92 PS bei. Die Lithium-Ionen-Batterie ist nicht nur kompakter gebaut ist als die Nickel-Metallhydrid-Batterie im normalen Prius, sondern kann auch in kürzerer Zeit mehr Strom aufnehmen. Ihre Kapazität wurde im Vergleich zum Plug-in-Vorgänger verdoppelt (8,8 statt 4,4 kWh).

Toyota Prius Plug-in-Hybrid: autorevue-Testbericht

„So ist das ganze Auto gegen jegliche Art innerer und äußerer Energieverluste durchoptimiert. Mit einem Luftwiderstandsbeiwert (cw) von 0,25 bietet es der Atmosphäre rekordverdächtig wenig Widerstand. Das komplexe Zusammenspiel der Antriebskomponenten wurde noch weiter verfeinert und auch auf das Zurückgewinnen von Strom beim Bremsen und Bergabfahren mittels einer Kombination aus Elektromotor, Generator und Freilauf hin optimiert.“

Toyota Prius +

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Der Prius mit größerem Platzangebot heißt Prius+. Der Siebensitzer wartet mit einem Kofferraumvolumen bis zu 1.750 Liter auf, ist also quasi die Family-Edition des Prius. Die Hybridversion mit einer Systemleistung von 136 PS schafft bis zu 2 Kilometer rein elektrisch. Den kombinierten Verbrauch gibt Toyota mit 5,8-6,0 l/100 km an, dabei werden 131-135 g/km C02 emittiert.

Toyota C-HR Hybrid

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Seit 2020 ist der Toyota C-HR in der zweiten Modellgeneration unterwegs. Der neu entwickelte 2,0-Liter-Hybridantrieb bringt eine Systemleistung von 184 PS mit, damit sprintet der Crossover in 8,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Außerdem ist der neue C-HR noch mit 1,8-Liter-Hybridantrieb erhältlich, in dieser Version muss man sich mit 122 PS Systemleistung begnügen. Der kombinierte Normverbrauch beläuft sich für die beiden Antriebe auf 4,0 bzw. 3,8 Liter je 100 Kilometer, die kombinierten Co2-Emissionen gibt Toyota mit 92 bzw. 86 Gramm je Kilometer an.

Toyota C-HR Hybrid: autorevue-Testbericht

„DIe 2,0-Liter-Hybridmotorisierung ist kraftvoll mit ihrer Systemleistung von 184 PS, kriegt aber manchmal das Heulende, wenn das Getriebe arbeitet, die Batterie nachgeladen (höherer Leerlauf) oder sonst wie Kraft geboostet werden muss beim Beschleunigen. In der City herrscht meist luxuriöse Ruhe, besonders gut hat uns die Schaltwendigkeit VOR/ZURÜCK gefallen, die beim eleltrischen Schnellreversieren sehr hilfreich ist.“

Toyota RAV4 Hybrid

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Die fünfte Generation des RAV4 kam 2019 auf den Markt. Die 2,5-Liter-Hybridversion ist mit Front- oder Allradantrieb und 218 bzw. 222 PS Systemleistung erhältlich. Der kombinierte Verbrauch beläuft sich den Herstellerangaben zufolge auf 4,5–4,6 l/100 km bei der Fronttriebler-Version, der Allrad-RAV4-Hybrid pendelt sich mit 4.4 l/100 km knapp darunter ein.

Toyota RAV4 Hybrid: autorevue-Testbericht

„Hybrid heißt hier, dass dem 2,4-l-Benziner mit 178 PS ein Elektromotor 65 PS Dauerleistung zuspielt, kurzzeitig sind auch Leistungsspitzen von 120 PS drin. Da kommt ordentlich was zusammen, nämlich 222 PS Systemleistung, vor allem aber ein Berg von Drehmoment, und in jeder Phase bleibt der Antrieb gelassen und alert, quasi ein Box- handschuh aus Samt. Schon die Unauffälligkeit, mit der sich der Benziner ins Gefüge ­hineinstartet, ist eine neue Ebene der Kultur, verglichen mit mancher Start-Stopp-Automatik. Dass das Getriebe von Toyota als E-CVT tituliert wird, soll nicht voreilig an frühere Auftritte stufenloser Getriebe erinnern: Hier arbeitet ein Planetengetriebe, das die Kraft von Verbrennungs- und Elektromotor einsammeln und vermeintlich stufenlos den Rädern zuspielen kann. Völlige Unauffälligkeit also auch hier.“

Toyota RAV4 Plug-in-Hybrid

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Seit 2020 ist der RAV4 auch als Plug-in-Hybrid erhältlich. Der 2,5-Liter-Benziner wird von zwei Elektromotoren unterstützt, was in einer Systemleistung von stolzen 225 kW/306 PS resultiert. Eine der E-Maschinen sitzt an der Hinterachse, was bedeutet, dass der RAV4 Plug-in-Hybrid mit Allradantrieb fährt. Bis zu 75 Kilometer nach WLTP können emissionsfrei zurückgelegt werden. Kraftstoffverbrauch kombiniert: 1,2 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 26 g/km, Stromverbrauch kombiniert: 16,6 kWh/100 km.

Wer ein Toyota-Modell probefahren möchte, findet hier die Möglichkeit dazu.

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