Tamara Schögl
Alkohol am Steuer: Diese Strafen drohen

Alkohol am Steuer: Diese Strafen drohen

Diese Konsequenzen kann Alkohol am Steuer in Österreich mit sich ziehen – zusätzlich zu dem erhöhten Risiko, einen Unfall zu verursachen.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 05.12.2023

Generell gilt immer und überall: Don’t drink and drive. Nach ein paar Gläsern übernimmt bei manchen Menschen trotzdem der Übermut das Steuer, und die Vernunft bleibt auf der Strecke. Wie gefährlich Alkohol am Steuer ist und mit welchen Strafen man rechnen muss, wenn man sich betrunken ans Steuer setzt, haben wir in diesem Artikel für euch zusammengefasst.

Alkohol am Steuer in Österreich

In vielen Ländern gilt die 0,0-Promille-Grenze – in Österreich ist das nicht der Fall. Das Fahren nach einem, zwei oder mehr Gläsern wird hierzulande auch dann häufig noch als Kavaliersdelikt wahrgenommen, wenn die 0,5-Promille-Grenze erreicht oder überschritten wurde. Eine aktuelle Untersuchung des ÖAMTC zeigt außerdem, dass eine akkurate Selbsteinschätzung bezüglich Alkoholisierungsgrad und Fahrtüchtigkeit nicht möglich ist – und mit zunehmender Alkoholisierung verschlechtert sich auch das diesbezügliche Urteilsvermögen.

Wie eine Auswertung des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) zeigt, wurden in den ersten drei Quartalen 2022 7,8 Prozent der Verkehrsunfälle von alkoholisierten Fahrer:innen verursacht – der höchste Wert innerhalb der letzten 30 Jahre. Insgesamt wurden in den ersten drei Quartalen 2022 österreichweit 2.135 solcher Unfälle mit 2.722 Verletzten und 19 Todesopfern verzeichnet. 2023 wurden bereits 22 Menschen bei Unfällen, die auf Alkohol am Steuer zurückzuführen sind, im Straßenverkehr getötet.

Ein aktuelles Beispiel dafür, welche schweren Konsequenzen das Lenken eines Kraftfahrzeugs nach Alkoholkonsum haben kann, ist der Fall von Nina Burger: Die ehemalige ÖFB-Nationalteamspielerin hatte im November des Vorjahres alkoholisiert (mindestens 0,78 Promille zum Unfallzeitpunkt laut Gutachter) und übermüdet einen Autounfall verursacht, der einen 37-jährigen Familienvater das Leben kostete. Die 35-Jährige wurde wegen grob fahrlässiger Tötung zu neun Monaten Haft, davon sechs bedingt, verurteilt.

Alkohol am Steuer: Diese Strafen drohen

Wer in Österreich nach dem Konsum von Alkohol ein Auto lenkt, muss – abgesehen von dem drastisch erhöhten Risiko, einen Unfall zu verursachen – mit den unten angeführten Strafen rechnen:

PromilleGeldstrafe in EuroFührerscheinentzugSonstiges
0,5 – 0,79300 – 3.700min. 3 Monate beim 3. VormerkdeliktVormerkung, bei wiederholtem Verstoß Nachschulung
0,8 – 1,19800 – 3.7001 – 3 MonateVerkehrscoaching
1,2 – 1,591.200 – 4.400min. 4 Monate / „Alkolock“Nachschulung
ab 1,61.600 – 5.900min. 6 Monate / „Alkolock“Nachschulung, amtsärtztl. & verkehrspsych. Untersuchung

Hier geht’s zu unserem Online-Promillerechner

Promillegrenzen in Österreich

Promillegrenzen gibt es im österreichischen Straßenverkehr erst seit rund sechs Jahrzehnten: Bis Ende der 1950er-Jahre war Alkohol am Steuer verbreitet und akzeptiert, wie das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) berichtet. 1961 wurde die 0,8-Promillegrenze eingeführt, 1998 kam die 0,5-Promillegrenze für Kraftfahrer. Für Radfahrer gilt nach wie vor die 0,8-Promillegrenze.

0,5 Promille

Grundsätzlich gilt in Österreich eine Höchstgrenze von weniger als 0,5 Promille. In bestimmten Fällen wird diese Grenze allerdings auf 0,1 Promille herabgesetzt (siehe unten).

Zur Umrechnung vom Alkoholgehalt in der Atemluft (mg/l) in den Alkoholgehalt im Blut (Promille) muss der Atemalkoholgehalt mit zwei multipliziert werden.

0,1-Promille-Grenze in bestimmten Fällen

In bestimmten Fällen wird die Grenze auf 0,1 Promille herabgesetzt. So dürfen Probeführerschein-Inhaber, L17-Lenker bis zum vollendeten 20. Lebensjahr, Fahrschüler und Fahrlehrer während der Fahrt höchstens 0,1 Promille haben. Für Lkw- und Busfahrer sollte Alkohol am Steuer tabu sein, für sie gilt ebenfalls die 0,1-Promille-Grenze. Den Gesetzestext dazu findet ihr hier.

Alkohol am Steuer: Diese Strafen drohen

0,5 bis 0,79 Promille

Bei einem Alkoholgehalt zwischen 0,5 und 0,79 Promille im Blut wird eine Verwaltungsstrafe in der Höhe von 300 bis 3.700 Euro fällig. Es handelt sich dabei um eines der 13 so genannten „Vormerkdelikte“: Der betroffene Lenker erhält eine Vormerkung im Führerscheinregister.

Alle Vormerkdelikte in Österreich findet ihr hier im Überblick.

Im Wiederholungsfall wird Alkohol am Steuer schwerer geahndet. Wer bereits zum zweiten Mal alkoholisiert hinterm Steuer erwischt wird, muss zusätzlich zu den oben genannten Konsequenzen zum Verkehrspsychologen und die Behandlungskosten selbst berappen. Beim dritten Vormerkdelikt wird der Führerschein für mindestens drei Monate entzogen.

0,8 bis 1,19 Promille

Eine Fahrt mit 0,8 bis 1,19 Promille schlägt mit 800 bis 3.700 Euro zu Buche. „Ersttätern“ wird der Führerschein für ein Monat entzogen, wer bereits zum wiederholten Mal erwischt wurde, muss mindestens drei Monate lang aufs Autofahren verzichten. Zudem muss ein Verkehrscoaching absolviert werden.

1,2 bis 1,59 Promille

Lenkern, die zwischen 1,2 und 1,59 Promille Alkoholgehalt im Blut haben, wird der Führerschein für mindestens vier Monate entzogen. Zudem wird eine Geldstrafe in Höhe von 1200 bis 4400 Euro fällig. Zusätzlich dazu muss der Betroffene eine Nachschulung besuchen und selbst bezahlen, was weitere hohe Kosten bedeutet.

Alkohol am Steuer kann schwerwiegende Folgen haben - nach der Devise "don't drink and drive" fährt es sich besser.
Alkohol am Steuer kann schwerwiegende Folgen haben – nach der Devise „don’t drink and drive“ fährt es sich besser. © Bild: istock.com / GeorgeRudy

Ab 1,6 Promille

Bei so viel Alkohol am Steuer muss man mit hohen Strafen rechnen: Wer mit 1,6 Promille oder mehr ein Kraftfahrzeug lenkt, muss mit einer Geldstrafe zwischen 1.600 und 5.900 sowie mindestens 6 Monaten Führerscheinentzug rechnen. Die obligatorische Nachschulung kostet in dieses Fällen noch einmal etwa 500 Euro, die verkehrspsychologische Untersuchung schlägt mit 363 Euro zu Buche.

Bei Alkomat-Test-Verweigerung droht Höchststrafe

Wer den Alkomat-Test verweigert, muss übrigens ebenfalls mit der „Höchststrafe“ rechnen. Der Strafrahmen ist der selbe, als hätte der Blutalkoholgehalt des betroffenen Fahrers 1,6 Promille mehr betragen.

Dieser Beitrag stellt keine Rechtsberatung dar und es können daraus keine Rechtsansprüche abgeleitet werden. Im Zweifelsfall sollte dringend eine juristische Expertise herangezogen werden.

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