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Motorradhelm-Ratgeber: Was man beim Kauf beachten muss

Motorradhelm-Ratgeber: Was man beim Kauf beachten muss

Ein Motorradhelm ist (fast) so wichtig wie das Bike selbst – immerhin kann er im Extremfall Leben retten. Neben sicherheitsrelevanten Aspekten gilt es bei der Auswahl aber noch einige weitere Punkte zu beachten. Was man vor dem Kauf über Motorradhelme wissen sollte, erfahrt ihr hier.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 06.06.2020

In Österreich besteht eine Helmpflicht für die Lenkerinnen und Lenker von Mopeds, Motorrädern, Quads sowie dreirädrigen Kfz mit einem Gewicht von über 400 kg. Diese gilt auch für alle mitfahrenden Personen.

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Für die Auswahl eines Motorradhelms sollte man sich ausreichend Zeit nehmen und nicht einfach zum erstbesten Modell greifen – immerhin hat der Helm die wichtige Aufgabe, bei einem Unfall vor Verletzungen zu schützen oder sogar Leben zu retten. Diese Punkte gilt es beim Kauf eines Motorradhelms unbedingt zu beachten:

Die wichtigsten Auswahlkriterien für einen Motorradhelm

Prüfnorm

Achtung beim Helmkauf im Internet: Alle Motorradhelme, die auf österreichischen Straßen genutzt werden, müssen der Prüfnorm ECE 22.05 entsprechen. In dieser europäischen Verordnung ist festgelegt, welchen Sicherheitsanforderungen ein Helm entsprechen muss. Das ECE-Prüfzeichen findet sich als als Einnäher am Kinnriemen oder im Futter, zur Kennzeichnung genügt das E im Kreis mit Prüfnummer. Oft wird auch noch in Form eines Aufklebers auf der Rückseite darauf hingewiesen, dass der Helm dieser Prüfnorm entspricht.

Motorradhelm-Ratgeber: Was man beim Kauf beachten muss
© Bild: Beigestellt

Größe und Passform

Der Stirnumfang in Zentimetern ist ausschlaggebend für die Größe eines Motorradhelms, also beispielsweise “55-56”. Die meisten Hersteller bieten ihre Helme in drei bis fünf verschiedenen Größen von XS bis XL an, es gibt aber auch besonders große oder kleine Modelle. Neben dem Stirnumfang spielen aber noch weitere Aspekte wie die Kopfform oder die Wangenpartie eine Rolle, weshalb die finale Kaufentscheidung für einen Helm immer erst nach der persönlichen Anprobe fallen sollte.

Tipp: Bei im Internet gekauften Helmen sollte man immer darauf achten, dass diese problemlos zurückgegeben oder umgetauscht werden sollten, falls sie trotz der richtigen Größe nicht gut sitzen.

Tipps für die perfekte Passform eines Motorradhelms:

  • Ein Motorradhelm muss rundum gut und fest sitzen, aber auch bei längerer Tragedauer noch bequem sein. Er darf daher auch nirgends drücken oder Schmerzen verursachen. Bei der Anprobe sollte man den Helm also mindestens 10 Minuten lang aufbehalten und sich auch damit bewegen.
  • Bei vielen Modellen können die Pads im Inneren der Helmschale ausgetauscht werden, um sich besser der Kopfform anzupassen. Sitzt der Helm also beispielsweise am Oberkopf gut, ist aber an den Wangen zu eng, kann sich dieses Problem mit schmäleren Pölstern lösen lassen.
  • Man sollte außerdem beachten, dass die Polsterung bei regelmäßiger Nutzung des Motorradhelms meist noch etwas nachgibt.
  • Wer das erste Mal einen Motorradhelm kauft, wird die optimale Größe aufgrund des erforderlichen festen Sitzes vielleicht für zu klein halten. “Helm-Neulinge” sollten sich bei der Anprobe daher unbedingt beraten lassen.
  • Bei der Anprobe sollte auch der Kinnriemen geschlossen werden. Dieser darf nicht drücken, muss aber einen festen Sitz gewährleisten, sodass der Helm nicht mehr vom Kopf gezogen werden kann.
  • Brillenträger sollten ihre Sehhilfe und gegebenenfalls auch die optische Sonnenbrille jedenfalls zur Anprobe mitnehmen, um sicherzustellen, dass sie mit dem Helm kompatibel ist.

Visier

Das Visier spielt bei Motorradhelmen ebenfalls eine wichtige Rolle. Bei der Auswahl sollte man darauf achten, dass die Sicht auch bei geschlossenem Visier gut ist, dass der Luftaustausch gut funktioniert und dass das Visier nicht beschlägt. Eine entsprechende Beschichtung stellt sicher, dass der volle Durchblick auch bei Regen nicht verloren geht.

Die meisten modernen Visiere bestehen aus sehr hartem, splitterfesten Kunststoff (so genannten Polycarbonaten). Ihre Qualität wird auch im Rahmen der bereits angesprochenen ECE 22.05-Prüfung sicher gestellt. Stark getönte oder verspiegelte Visiere verfügen oft nicht über das entsprechende Prüfzeichen und dürfen daher nicht im Straßenverkehr genutzt werden. Mit getöntem Visier sollte man ohnehin nur tagsüber und bei gutem Wetter fahren, daher empfiehlt sich bei solchen Varianten der Kauf eines zusätzlichen klaren Visiers, das situationsabhängig getauscht werden kann.

Verschluss

Mit dem Verschluss wird der Kinnriemen befestigt, damit der Motorradhelm auch wirklich fest am Kopf sitzt. Darüber hinaus muss der Verschluss noch weitere Anforderungen erfüllen: Ein unabsichtliches Öffnen sollte vermieden werden, allerdings sollte das Öffnen im Notfall auch durch dritte Personen, beispielsweise Ersthelfer am Unfallort, einfach und unkompliziert möglich sein.

Diese verschiedenen Varianten von Motorradhelm-Verschlüssen gibt es:

  • Der Doppel-D-Verschluss kommt im Rennsport zum Einsatz, ist aber auch bei Motorradhelmen für den Straßengebrauch die meistgenutzte Variante. Die Anwendung erfordert etwas Übung und ist mit angezogenen Handschuhen kaum möglich, dafür sorgt ein Doppel-D-Verschluss für einen guten Sitz und schützt vor einem versehentlichen Öffnen. Namensgeber sind die beiden D-förmigen Metallringe. Zum Verschließen wird der Kinnriemen erst durch beide Ringe, dann noch einmal zurück durch den ersten Ring geführt. Mit einem Druckknopf kann der abstehende Riemen dann noch befestigt werden, damit er nicht im Fahrtwind flattert. Geöffnet werden kann der Verschluss durch das Ziehen an einer roten Lasche.
  • Beim Klickverschluss werden einfach beide Teile ineinander geschoben, das namensgebende Klick-Geräusch weist darauf hin, dass der Verschluss eingerastet ist. Er lässt sich prinzipiell sehr einfach bedienen und auch intuitiv von Außenstehenden wieder öffnen, was beispielsweise ein Vorteil sein kann, wenn Ersthelfer den Helm rasch vom Kopf lösen müssen. Mit Handschuhen fällt die Bedienung allerdings oft schwer.
  • Ein Ratschen-Verschluss funktioniert ebenfalls, in dem die beiden Teile ineinander gesteckt werden. Nach dem Einrasten kann der Sitz allerdings noch weiter angepasst werden, indem der Verschluss auf der Ratsche schrittweise noch enger gezogen wird. Mit einer Lasche kann der Ratschen-Verschluss im Notfall schnell wieder geöffnet werden, das funktioniert auch mit Motorradhandschuhen gut.

Welche Arten von Motorradhelmen gibt es?

Integralhelme umschließen den ganzen Kopf inklusive Kinnpartie und bieten daher von allen Helmarten den besten Schutz. Sie verfügen über ein aufklappbares Visier.

Bei Jet- oder Halbschalenhelmen bleibt das Gesicht frei, daher werden sie auch “Open-Face-Helme” genannt. Sie umschließen also nicht den ganzen Kopf wie Integralhelme, wodurch die Kinn-Kieferpartie ungeschützt bleibt.

Klapphelme, auch “Flip-up-Helme” genannt, gibt es seit den 1980er Jahren. Bei dieser Art von Motorradhelmen ist der Name Programm: Die gesamte Vorderseite samt Kinnpartie und Visier kann einfach hochgeklappt werden. Sie bieten den Vorteil, dass in kurzen Fahrpausen nicht gleich der ganze Helm abgenommen werden muss, etwa um zu Essen, zu Trinken oder zu Telefonieren.

Cross- und Endurohelme sind für den Einsatz bei Offroad-Fahrten optimiert. Sie umschließen den ganzen Kopf wie ein Integralhelm, sind mit einem so genannten Helmschirm ausgestattet, verfügen häufig aber über kein Visier, sondern werden mit einer Crossbrille getragen.

Die richtige Reinigung und Pflege von Motorradhelmen

Visier

Um das Visier von Insektenrückständen zu befreien, empfiehlt sich die Verwendung eines speziellen Reinigers, der es mit den hartnäckigen Chitinpanzern aufnehmen kann. Zur Reinigung sollten außerdem nur weiche Mikrofasertücher verwendet werden, um Kratzer zu vermeiden. Um das Visier beidseitig besonders gründlich reinigen zu können, empfiehlt es sich, es erst vom Helm abzunehmen.

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Auf längeren Touren sollte man das Visier im Rahmen von Zwischenstopps wiederholt zumindest grob reinigen, um einer dauerhafte gute Sicht zu gewährleisten. Für unterwegs sind auch einzeln verpackte Reinigungstücher praktisch.

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Außenschale

Nicht nur am Visier, sondern auch am restlichen Helm finden sich nach längeren Fahrten jede Menge Insektenrückstände. Diese können mit dem selben Reiniger entfernt werden, der auch für das Visier genutzt wird. Auch nur mit Wasser und einem Mikrofasertuch lassen sich viele Verschmutzungen bereits entfernen. Aggressive Reinigungsmittel dürfen keinesfall eingesetzt werden, da Lösungsmittel die Helmschale schädigen können.

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Polsterung

Auch die herausnehmbaren Polsterungen im Inneren der Helmschale sollten regelmäßig herausgenommen und gereinigt werden, sofern das vom Hersteller so vorgesehen ist. Wie genau sich die Polster waschen lassen, variiert von Modell zu Modell – einige können einfach bei 30 Grad in die Waschmaschine gesteckt werden, andere sollte man lieber in Handwäsche reinigen. Mit speziellen Sprays oder Schaumreinigern lassen sich die Polster ebenfalls reinigen.

Tipp: Nach der Reinigung der Polster sollten diese unbedingt vollständig trocknen, bevor sie wieder eingesetzt werden, um Geruch- oder Schimmelbildung zu vermeiden.

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Bestseller: Motorradhelme

Hier findet ihr die beliebtesten Motorradhelme zusammengefasst in einer Bestseller-Liste. Die Auswahl wird stündlich aktualisiert.

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