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Tierisch aufpassen: Transport von Tieren im Auto

Ob nun Hunde oder Katzen, wer sein Tier im Auto transportiert, muss dieses auch ordnungsgemäß sichern. Wir sagen euch was ihr beachten müsst.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 07.12.2017

Über einen sicheren und möglichst artgerechten Transport von Tieren denken viele Tierbesitzer offensichtlich nicht nach. Nur so lassen sich aus dem Seitenfenster hechelnde Hunde, ungesichert auf dem Beifahrersitz oder im Kofferraum erklären. Wer käme umgekehrt bei der Fahrt mit Kindern an Board auf die Idee, diese ungesichert zu transportieren? Im Normalfall niemand.

Aber auch für Tiere gibt es Vorschriften hinsichtlich des richtigen Transports, wenngleich die Gesetzespassagen nicht sofort an Vorschriften für den Transport von Tieren erinnern. Der Grund?

Ein Tier gilt als Gegenstand

Vor dem Gesetz ist ein Tier in erster Linie eine “Sache”. Und als solche gelten für den Transport von Tieren auch die Vorschriften zur allgemeinen Beladung bzw. bezüglich Ladungssicherungspflicht. (Lt. KFG § 101, Absatz e).

Sicherung individuell anpassen

Genauere Bestimmungen, welche Absicherung für welches Tier während der Autofahrt verwendet werden muss, gibt es jedoch nicht. Nur so viel: Die Sicherung sollte individuell, angepasst an Art und Größe des Tieres, erfolgen.

Möglichkeiten zur richtigen Beförderung von Tieren

Transportboxen für Tiere

Eine einfache Variante zum Transport und auch erlaubt sind Transportboxen, die je nach Art und Größe des Tieres in vielen unterschiedlichen Ausführungen erhältlich sind. Eine Transportbox einfach auf den Beifahrersitz oder in den Kofferraum stellen, reicht aber nicht. Wie auch bei anderen “Sachen” muss die Ladungssicherungspflicht beachtet werden und die Tier-Transportbox somit gegen Verrutschen gesichert werden. (z.B. mit einem geeigneten Zurr-Gurt).

Der Transport von Tieren in Transportboxen wurde übrigens im Zuge eines Crashtests (ÖAMTC) als die beste Variante eingestuft, sofern die Box quer in Fahrtrichtung eingebaut ist und in punkto Größe dem Tier angepasst ist.

Netze und Gitter

Auch Netze oder Gitter, die zwischen Sitzreihen bzw. als Abgrenzung zum Kofferraum angebracht sind, stellen eine Möglichkeit dar, Tiere zu transportieren. Es muss jedenfalls verhindert werden, dass das Tier nach vorne springen (oder fliegen) kann. Die “Ladung” ist mit solchen Netzen und Gittern zwar ordnungsgemäß gesichert, ob damit aber Verletzungen des Tieres im Falle einer abrupten Bremsung optimal verhindert werden können, sei dahingestellt.

Spezialgurte

Eine weitere Möglichkeit zur Sicherung von Tieren im Auto bieten Spezialgurte, die aber genau auf das Tier abgestimmt sein müssen. Eine Verwendung solcher Gurte am Beifahrersitz ist allerdings nicht erlaubt.

Strafen bei nicht ordnungsgemäßem Transport von Tieren

Auch in punkto Strafen gelten die Bestimmungen gemäß der Ladungssicherungspflicht: Bis zu 5000 Euro Strafe können fällig werden, wer sein Haustier unsachgemäß im Auto transportiert.

Längere Aufbewahrung von Tieren im Auto

Am Ziel angekommen gibt es hinsichtlich der Ladung aber doch einen Unterschied zwischen einer “Sache” wie z.B. einer Kiste Bier und der “Sache” Tier:

Wer sein Tier z.B. bei brütend heißen Temperaturen im Auto lässt, kann sich unter gewissen Umständen der Tierquälerei schuldig machen, die im Tierschutzgesetz als auch im Strafgesetzbuch verankert ist. Geldstrafen von bis zu 7500 Euro sind in solchen Fällen möglich.


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