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Marderfallen und Marderschreck: Was gegen Marder hilft

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Ein Marder sitzt im Motorraum eines Autos.
ÖAMTC/Aloisia Gurtner©ÖAMTC/Aloisia Gurtner
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Marderfallen schützen vor den lästigen Nagern. Warum Marder in Motorräume kriechen und was man dagegen unternehmen kann, erfahrt ihr hier.

Es gibt Menschen, die benötigen jedes Jahr eine Garnitur neuer Kühlerschläuche, weil diese von Mardern regelmäßig zerfressen werden, von Kabeln und anderem Plastik- und Gummizeugs ganz abgesehen. Wer sich davor helfen mag, dem seien Marderfallen bzw. Produkte, wie etwa ein Ultraschall-Marderschreck, zum Marderschutz empfohlen. Diese findet ihr weiter unten im Beitrag.

Der Marder, ein neugieriges Raubtier

Betrachtet man die Psyche des Marders näher, so lässt sich einiges aber nicht alles und kaum etwas mit Bestimmtheit erklären. Der Marder ist ein Verwandter des Hundes und so wie dieser ein Kulturfolger des Menschen, nur leider dem Menschen nicht wirklich zu Diensten. Daher entwickelten letztere auch den Marderschreck, um eben jenen von sich bzw. deren Autos fernzuhalten.

Warum beissen Marder Auto-Kabel durch?

Er ist sehr neugierig, neigt zu ausgedehnten Erkundungstouren, spielt gerne, lässt aber auch ab und zu das Raubtier raushängen und verzettelt sich in Revierkämpfe, was in aggressivem Beißen endet. Unter Testosteroneinfluss verliert das an sich intelligente Tier dann seine Beherrschung und attackiert die Kühlerschläuche, was von Wildtierbiologen dann als natürliches Revierverhalten gedeutet wird.

Wo kommen Marder häufig vor?

Einen idealen Lebensraum für den für den Automobilverbiss zuständigen Steinmarder bietet der Speckgürtel des Menschen. Der Marder benötigt die umliegende Natur genauso wie die Abfälle der in Saus und Braus lebenden Stadtrandbewohner. Am schlimmsten ist es fürs Auto, wenn man zwei Marder besitzt, einen am Arbeitsplatz und seinen Widersacher zuhause. Dann ist das Kühlerschlauchgemetzel unausweichlich. Für Abhilfe können hier Hausmittel oder gleich professionelle Gerätschafften wie der Marderschreck, Duftmarken-Entferner oder ähnliches sorgen.

Ungern wie der Mensch elektrisiert sich der Marder, deshalb dürfte auch der elektrische Strom abschreckend wirken, ein wahrer Marderschreck. Wenn der Marder aber masochistisch veranlagt ist und lustvoll darauf stehen bleibt, ist am Ende der Nacht die Batterie leer.

2. Ultraschall-Marderschreck

Weil der Marder als Verwandter des Hundes ein außergewöhnlich gutes Gehör besitzt mit weitem  Frequenzbereich, sollte Ultraschall ein probates Mittel darstellen, um Marder zu verjagen.

3. Marder-Duftmarken-Entferner

Wenn schon einmal ein Marder da war, kommt gerne auch ein anderer. Damit keiner weiß, dass da schon einer war, gibt einen Spray zum Spurenvernichten.

4. Anti-Marder-Spray

Biologische Duftstoffe sollen den Marder wegweisen (ähnlich Duftstäbchen).

5. Anti-Marder-Stäbchen

Nein, hier befinden wir uns nicht in der Esoterik-Abteilung, diese Stäbchen arbeiten mit Geruchsstoffen und müssen ausgewechselt werden, wenn der Marder nichts mehr riecht. Aber wann weiß man, wann der Marder nichts mehr riecht?

6. Marderteppich/Mardermatte

Eine ähnliche Wirkungsweise wie der Stacheldraht aber weniger gefährlich für Mensch und Haustier.

7. Jagdwaffe

Das scheinbar wirkungsvollste Mittel gegen den Marder ist eine geladene Waffe, die man zu bedienen weiß. Allerdings darf das nicht jeder und nicht unter allen Umständen, denn der Marder ist ein Wildtier und unterliegt somit dem Jagdgesetz. Jagdschein ist also Voraussetzung. Reviergrenzen und regional unterschiedliche Schonzeiten beachten! Aber nicht zu vergessen das Gesetz: Wo ein Marder verschwindet, kommt ein neuer nach.

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Jagdgewehre in einem Geschäft.
Preis: € 500 (gebraucht) © picturedesk.com

8. Stacheldraht

Eines der zielführendsten Mittel zur Marderabwehr, leider auch mit erheblichem Risiko für den Damenstrupf.

9. Marderflaschen zum Marderschutz

Eine eher folkloristische Variante der Marderabwehr erringt in der Publikumsgunst mit großem Abstand Platz eins. Nicht zu übersehen auf Nachbars Parkplatz sind die wassergefüllten Flaschen, die rund um das Auto drapiert werden und solcherart dem Marder den Zutritt verwehren sollen.

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Wasserflaschen liegen auf der Windschutzscheibe eines Autos und sollen so als Marderschreck dienen.

Man vermutet, dass die Spiegelungen der wassergefüllten Plastikflaschen das Raubtier irritieren, was allerdings bei einem ausschließlich nachtaktiven Tier auch nicht so richtig stimmen kann, denn, wie sang schon Wolfgang Ambros: In der Dunkelheit sigt ma ned so weit wia bei Tageslicht, wo ma weida siecht.

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Wasserflaschen hängen vor einem Auto auf dem Parkplatz und sollen somit als Marderschutz fungieren.

Lebendfallen für Marder

Wer, aus welchem Grund auch immer, unbedingt den Marder nicht vertreiben, sondern lebend fangen will, für den bieten sich Lebendfallen an. Hier sei jedoch unbedingt darauf hingewiesen, dass egal wie viele Kabel durchgebissen wurden, dem Tier kein Leid angetan werden darf. Das eingefangene Tier sollte dann artgerecht ausgesetzt werden. Wie ihr das macht und worauf ihr dabei unbedingt achten müsst, könnt ihr etwa beim Wiener Tierschutzverein nachlesen.

Hier findet ihr die beliebtesten Produkte aus dem Bereich Marderschutz für das Auto zusammengefasst in einer Bestseller-Liste. Die Auswahl wird stündlich aktualisiert.

Angebote: Marderschutz für das Auto

In folgender Liste findet ihr die derzeit besten Angebote aus dem Bereich Marderschutz für das Auto – die Angebote werden stündlich aktualisiert und stehen teilweise nur kurzfristig zur Verfügung.

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