Jürgen Skarwan
Fahrsicherheitstraining für Pkw und Motorrad: Kosten & Ablauf

Fahrsicherheitstraining für Pkw und Motorrad: Kosten & Ablauf

Das Fahrsicherheitstraining ist Teil der Mehrphasenausbildung und für Führerscheinneulinge der Klassen A und B verpflichtend.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 30.01.2024

Das Fahrsicherheitstraining ist Teil der zweiten Ausbildungsphase, die nach der bestandenen Führerscheinprüfung für die Klassen A und B verpflichtend durchlaufen werden muss. Die wichtigsten Informationen dazu findet ihr hier im Überblick.

Wann muss man das Fahrsicherheitstraining absolvieren?

Die zweite Ausbildungsphase inklusive Fahrsicherheitstraining muss innerhalb eines festgelegten Zeitraums nach der bestandenen Führerscheinprüfung absolviert werden – und zwar abhängig von der Führerscheinklasse:

  • Nach der Erteilung des B-Führerscheins muss man die zweite Ausbildungsphase innerhalb von 12 Monaten absolvieren.
  • Inhaber:innen eines A-Führerscheins müssen die zweite Ausbildungsphase innerhalb von 14 Monaten abschließen.

Was die zweite Ausbildungsphase konkret umfasst und wann die einzelnen Module absolviert werden müssen, hängt ebenfalls von der bzw. den Führerscheinklassen ab.

Das Fahrsicherheitstraining inklusive verkehrspsychologischem Teil steht

  • bei der Klasse B mit oder ohne L17-Ausbildung drei bis neun Monate und
  • bei der Klasse A innerhalb von zwei bis 12 Monaten

nach dem Führerscheinerwerb am Programm. Erwirbt man die Lenkberechtigung für die Klassen A und B gemeinsam, müssen auch beide Fahrsicherheitstrainings absolviert werden. Innerhalb der oben genannten Fristen kann man sich den Termin für das Training frei aussuchen.

Wo findet das Fahrsicherheitstraining statt?

Man kann sich prinzipiell selbst aussuchen, wo man das Training absolviert. Fahrsicherheitstrainings werden sowohl von verschiedenen Fahrschulen als auch von den Autofahrerklubs ÖAMTC und ARBÖ angeboten und finden auf speziellen Übungsarealen statt.

Die Anbieter selbst geben Auskunft über verfügbare Termine. Innerhalb der oben angeführten Fristen muss man das Fahrsicherheitstraining selbst buchen und absolvieren.

Das Fahrsicherheitstraining findet auf einem speziellen Übungsareal statt und kann mit dem eigenen Fahrzeug absolviert werden.
Das Fahrsicherheitstraining findet auf einem speziellen Übungsareal statt und kann mit dem eigenen Fahrzeug absolviert werden. Wer ein Leihfahrzeug benötigt, muss mit zusätzlichen Kosten rechnen. © Bild: Tamara Schögl

Ablauf

Das Fahrsicherheitstraining dauert einen ganzen Tag. Es umfasst einen theoretischen Teil (eine Unterrichtseinheit) sowie einen praktischen Teil (fünf Unterrichtseinheiten).

Das Hauptaugenmerk liegt also auf der Praxis. Jede:r Teilnehmer:in muss selbst fahren – häufig geschieht das bereits mit einem eigenen Fahrzeug. Ist ein solches nicht vorhanden, stellen die Anbieter gegen eine zusätzliche Gebühr auch ein Leihfahrzeug zur Verfügung.

Beim Praxistraining wird das richtige Fahrverhalten in verschiedenen Situationen trainiert. Auch die angemessene Reaktion in verschiedenen herausfordernden bzw. potenziell riskanten Situationen kann im gesicherten Rahmen ausführlich erprobt und mit erfahrenen Expert:innen besprochen werden.

Zum Fahrsicherheitstraining gehört auch ein so genannter verkehrspsychologischer Teil (100 Minuten für die Klasse B / 75 Minuten für die Klasse A). Dabei handelt es sich um ein Gruppengespräch, in dessen Rahmen verschiedene Aspekte rund ums Fahren mit speziell geschulten Psycholog:innen besprochen werden.

Beim Fahrsicherheitstraining für die Klasse A kommt zusätzlich noch ein so genanntes Gefahrenwahrnehmungstraining (75 Minuten) hinzu.

Eine Prüfung gibt es nicht.

Kosten

Die Kosten für das Fahrsicherheitstraining variieren von Anbieter zu Anbieter. Je nachdem, ob man auch ein Leihfahrzeug benötigt, kann noch eine Zusatzgebühr hinzukommen.

Beim ÖAMTC kostet etwa das Training für die Klasse B 249 Euro, für die Klasse A 269 Euro.

Beim ARBÖ kosten beide Klassen 270 Euro.

FAQ: Häufige Fragen rund ums Fahrsicherheitstraining

Was ist ein Fahrsicherheitstraining?

Das Fahrsicherheitstraining gehört zur Mehrphasenausbildung für den Führerschein der Klassen A und B. Der Fokus liegt auf der Fahrpraxis, das richtige Verhalten in speziellen Situationen wird dabei im geschützten Rahmen und unter professioneller Anleitung trainiert.

Wann muss man das Fahrsicherheitstraining machen?

Das Fahrsicherheitstraining muss im Rahmen der zweiten Ausbildungsphase in einem gewissen Zeitraum nach der bestandenen Führerscheinprüfung absolviert werden, und zwar konkret drei bis neun Monate nach Erwerb der Klasse B bzw. zwei bis 12 Monate nach Erwerb der Klasse A.

Wo kann man das Fahrsicherheitstraining machen?

Wo man das Fahrsicherheitstraining absolvieren möchte, kann man sich selbst aussuchen. In Österreich sind die Autofahrerklubs ÖAMTC und ARBÖ beliebte Anlaufstellen, aber auch Fahrschulen bieten diese Trainings ab.

Wie viel kostet das Fahrsicherheitstraining?

Die Kosten für das Fahrsicherheitstraining hängen vom gewählten Anbieter ab. Beim ÖAMTC zahlt man beispielsweise 240 Euro (Klasse B) bzw. 269 Euro (Klasse A), beim ARBÖ 270 Euro (beide Klassen). Wenn man ein Leihfahrzeug benötigt, kommen noch zusätzliche Kosten hinzu.

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