Andreas Riedmann
Förderungen für Elektroautos in Österreich

Förderungen für Elektroautos in Österreich

Wie viel finanzielle Unterstützung man als Privatperson beim Kauf eines E-Autos bekommen kann und welche Voraussetzungen zu erfüllen sind: Hier der Überblick.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 30.06.2021

Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) vergibt zusammen mit Partnern aus der Wirtschaft für den Kauf von Fahrzeugen mit Elektro-, Brennstoffzellen- sowie Plug-In-Hybrid-Antrieben Förderungen in Österreich. Auch die Anschaffung einer Ladestation (Wallbox) oder eines intelligenten Ladekabels wird finanziell unterstützt.

Die neuen Elektroautos im Vergleich findet ihr hier

Hinweis: Sowohl die Registrierung auf als auch die Einreichung von Förderanträgen ist ausschließlich online möglich, eine Registrierung ist längstens bis 31.12.2021 möglich.
Begrenztes Budget: Bereits 10,8 Prozent aller Neuzulassungen im Jahr 2021 waren mit E-Antrieb – mehr als je zuvor. Die Folge davon: Die ursprünglich veranschlagten Budgetmittel von 46 Mio. Euro waren mit Juni 2021 fast ausgeschöpft, wurden deshalb um weitere 55 Mio. aufgestockt.

Förderungen für Elektroautos und Plug-in-Hybride

Gefördert werden neben reinen Elektroautos und Brennstoffzellenfahrzeuge, wenn auch mit geringerer Prämie, auch Plug-in-Hybrid-Pkw und Range Extender/Reichweitenverlängerer, was von Seiten des VCÖ bereits zu Kritik führte: Aus Umweltsicht seien solche Förderungen nicht gerechtfertigt, meint dazu Ulla Rasmussen in einer Aussendung des VCÖ.

Voraussetzungen, Förderhöhe und Einreichverfahren

Welche Voraussetzungen es gibt, um die Fördergelder beim Kauf eines Elektroautos ausschöpfen zu können, wie hoch die Beträge im Detail sind und wie man die Förderung beantragt, haben wir hier kompakt zusammengefasst.

Voraussetzungen für die E-Auto-Förderung

  • Förderung von Fahrzeugen der Klasse M1 und N1 mit maximal 60.000 Brutto-Listenpreis (Basismodell ohne Sonderausstattung) – also PKW und „Fahrzeuge zur Güterbewegung“.
  • Nur der Kauf eines neuen E-Autos wird gefördert. Gebrauchtwagen wurden bereits beim Erstkauf gefördert und sind somit nicht erneut förderfähig.
  • Auch Fahrzeuge mit Plug-In-Hybrid (ausgenommen Diesel-Plug-In-Hybrid) und Range Extender werden (mit einem geringeren Betrag) gefördert. (ausgenommen Dieselantrieb). Die vollelektrische Mindestreichweite des Plug-In-Hybrid-Fahrzeuges muss 50 km (lt. Herstellerangaben) betragen, damit die Förderung geltend gemacht werden kann.
  • Die Fahrzeuge müssen mit Strom aus erneuerbaren Energieträgen betrieben werden. Somit keine Förderung von Fahrzeugmodellen PHEV, REEV und REX mit Dieselantrieb.
  • Steuerliche Begünstigungen für E-Fahrzeuge wie der Entfall der NoVA (Normverbrauchsabgabe) oder der Versicherungssteuer bleiben von der Förderung unberührt – können also ebenso in Anspruch genommen werden.
  • Bei leasingfinanzierten Fahrzeugen muss eine Depotzahlung/Vorauszahlung zumindest in der Höhe der Förderung (netto) geleistet werden.
  • Auch die Anschaffung von Ladeinfrastruktur wie Wallbox oder intelligentes Ladekabel werden gefördert – ab 2021 ist die Förderung einer Ladestation unabhängig vom Kauf eines E-Autos möglich.

Höhe der Förderung beim Kauf eines Elektroautos

  • Die Förderung für E-Pkw mit reinem Elektroantrieb (BEV) und Brennstoffzelle (FCEV) beträgt 3.000 Euro.
    • Zusätzlich werden von den Automobilimporteuren 2.000 Euro vom Netto-Listenpreis in Abzug gebracht. Mögliche Gesamtersparnis somit 5.000 Euro.
  • Fahrzeuge mit Plug-In Hybrid (PHEV) und Range Extender (Reichweitenverlängerer) werden mit 1.250 Euro gefördert, zusätzlich gibt es den gleichen Betrag von den Automobilimporteuren – gesamt sind somit 2.500 Euro möglich.

Eine Förderpauschale gibt es auch für private E-Ladeinfrastruktur: 600 Euro pro Wallbox oder intelligentem Ladekabel. Für Wallboxen/Heimladestationen in Mehrparteienhäusern als Teil einer Gemeinschaftsanlage gibt es 1.800 Euro an Förderung. Die Förderung für eine Ladestation ist erstmals auch unabhängig vom Ankauf eines E-Autos möglich.

Förderung für E-Autos einreichen

Die Förderung muss in einem 2-stufigen Verfahren eingereicht werden: Schritt eins ist die Online-Registrierung, um die Fördersumme reserviert wird. In der Bestätigungs-E-Mail erhält man sodann den individuellen Zugangs-Link für die Antragsstellung – die Lieferung, Bezahlung und Zulassung muss innerhalb 24 Wochen erledigt werden, danach ist der Zugangslink nicht mehr gültig.

Benötigte Unterlagen für den Antrag: Rechnung über die Anschaffung des E-Autos bzw. der Wallbox / des Ladekabels, das unterzeichnete Förderungsabrechnung-Formular, die Zulassungsbescheinigung sowie einen Nachweis über den Einsatz von Strom aus 100% erneuerbaren Energieträgern. Und: im Fall einer Leasingfinanzierung muss der Leasingvertrag inkl. Depotzahlung vorgelegt werden.

Ein detaillierter Leitfaden wird auch vom Klima- und Energiefonds zur Verfügung gestellt, zu finden hier als pdf-Datei. Darin findet ihr alle Richtlinien, Voraussetzungen und Infos zur Antragstellung im Überblick.