Andreas Riedmann
Förderungen für Elektroautos in Österreich

Förderungen für Elektroautos in Österreich

Die Fördergelder für den Kauf eines Elektroautos wurden aufgrund der Coronakrise deutlich erhöht. Wie viel finanzielle Unterstützung man als Privatperson bekommen kann welche Voraussetzungen zu erfüllen sind: Hier der Überblick.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 30.09.2020

Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) vergibt zusammen mit Partnern aus der Wirtschaft für den Kauf von Elektroautos Förderungen in Österreich. Auch die Anschaffung einer Ladestation (Wallbox) oder eines intelligenten Ladekabels wird finanziell unterstützt. Diese Fördergelder der E-Mobilitätsoffensive 2019+2020 wurden nun nochmals erhöht – als Beitrag zur wirtschaftlichen Bewältigung der Corona-Krise.

Die neuen Elektroautos im Vergleich findet ihr hier

Förderungen für Elektroautos, aber auch Plug-in-Hybride

Gefördert werden neben reinen Elektroautos, wenn auch mit geringerer Prämie, Plug-in-Hybrid-Pkw, was von Seiten des VCÖ zu Kritik führte: Aus Umweltsicht seien solche Förderungen nicht gerechtfertigt, meint dazu Ulla Rasmussen in einer Aussendung des VCÖ.

Voraussetzungen, Förderhöhe und Einreichverfahren

Welche Voraussetzungen es gibt, um die Fördergelder beim Kauf eines Elektroautos ausschöpfen zu können, wie hoch die Beträge im Detail sind und wie man die Förderung beantragt, haben wir hier kompakt zusammengefasst.

Voraussetzungen für die E-Auto-Förderung

  • Förderung von Fahrzeugen der Klasse M1 und N1 mit maximal 50.000 Brutto-Listenpreis (Basisvariante) – also PKW und „Fahrzeuge zur Güterbewegung“.
  • Nur der Kauf eines neuen E-Autos wird gefördert. Gebrauchtwagen wurden bereits beim Erstkauf gefördert und sind somit nicht erneut förderfähig.
  • Die vollelektrische Mindestreichweite des Fahrzeuges muss 50 km (lt. Herstellerangaben) betragen, damit die Förderung geltend gemacht werden kann.
  • Auch Fahrzeuge mit Plug-In Hybrid (außer Diesel-Plug-In Hybride) und Range Extender werden (mit einem geringeren Betrag) gefördert. (ausgenommen Dieselantrieb).
  • Steuerliche Begünstigungen für E-Fahrzeuge wie der Entfall der NoVA (Normverbrauchsabgabe) oder der Versicherungssteuer bleiben von der Förderung unberührt – können also ebenso in Anspruch genommen werden.
  • Bei gleichzeitigem Kauf eines E-Autos gibt es auch Förderungen für die Wallbox (Ladestation) oder ein intelligentes Ladekabel.
  • Die erhöhten Förderbeträge gelten bis 31. Dezember 2020. Es zählt der Zeitpunkt der Registrierung für die Förderung – auch wenn das Fahrzeug erst im 1. Halbjahr 2021 ausgeliefert wird.

Höhe der Förderung beim Kauf eines Elektroautos

  • Bei den Förderhöhen handelt es sich um Pauschalsätze, die allerdings auf   begrenzt sind.
  • Die maximale Förderung für E-Pkw mit reinem Elektroantrieb (BEV) und Brennstoffzelle (FCEV) beträgt bis Ende 2020 insgesamt 5.000 Euro (statt bisher 3.000 Euro).
  • Dieser Betrag setzt sich aus 3.000 Euro Förderung vom BMK und 2.000 Euro von den Automobilimporteuren zusammen – letzterer wird direkt vom Netto-Listenpreis in Abzug gebracht.
  • Fahrzeuge mit Plug-In Hybrid (PHEV) und Range Extender werden mit insgesamt 2.500 Euro gefördert – statt bisher 1.500 Euro. Die Hälfte der Förderung werden wiederum direkt von den Automobilimporteuren vom Netto-Listenpreis in Abzug gebracht.
  • Der Bonus für private E-Ladeinfrastruktur wird nur bei gleichzeitigem Kauf eines E-PKW gewährt: insgesamt 600 Euro pro Ladestation oder intelligentem Ladekabel (statt bisher 200 Euro). Eine OCCP-fähige Ladestation für ein Mehrparteienhaus wird mit insgesamt 1.800 Euro gefördert (statt bisher 600 Euro).

Förderung für E-Autos einreichen

  • Der Anteil der Förderung der Automobilimporteure wird direkt beim Kauf vom Netto-Listenpreis in Abzug gebracht – hierzu ist kein gesonderter Antrag nötig.
  • Der BMK-Anteil der Förderaktion muss in einem 2-stufigen Verfahren eingereicht werden: Schritt eins ist die Online-Registrierung, mit der bereits die Fördersumme reserviert wird. In der Bestätigungs-E-Mail erhält man sodann den individuellen Zugangs-Link für die Antragsstellung – die Lieferung, Bezahlung und Zulassung muss innerhalb 24 Wochen erledigt werden, danach ist der Zugangslink nicht mehr gültig.
  • Benötigte Unterlagen für den Antrag: Rechnung über die Anschaffung des E-Autos bzw. der Wallbox / des Ladekabels, das unterzeichnete Förderungsabrechnung-Formular, die Zulassungsbescheinigung sowie einen Nachweis über den Einsatz von Strom aus 100% erneuerbaren Energieträgern.
  • Eine detaillierten Leitfaden wird vom BMK zur Verfügung gestellt.