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Wallbox: Tipps für Kauf und Installation  [+Testergebnisse 2022]

Wallbox: Tipps für Kauf und Installation [+Testergebnisse 2022]

Wer ein Elektroauto zuhause rasch und sicher laden möchte, benötigt eine Wallbox. Was man bei der Installation beachten muss und wie aktuelle Modelle im ÖAMTC-Test abschneiden, lest ihr hier.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 24.02.2022

Eine Wallbox ermöglicht das rasche Aufladen eines Elektroautos in der eigenen Garage oder im Carport. Diese Ladestationen sind sowohl direkt bei den Händlern sowie Energieversorgern in den einzelnen Bundesländern als auch bei Drittanbietern erhältlich. Wer sich für den Kauf einer Wallbox entscheidet, sollte daher einige Punkte beachten.

Einen ausführlichen Artikel rund ums Thema Ladetechnik für Elektroautos und Plug-in-Hybride findet ihr hier.

Was ist eine Wallbox – und wofür braucht man sie?

Für das Aufladen von Elektroautos und Plug-in-Hybriden sind normale Steckdosen auf Dauer nicht geeignet, da das Risiko von Überhitzung und sogar Brandgefahr besteht. An Haushaltssteckdosen sollte daher nur in Ausnahmefällen geladen werden.

Die Alternative für den Alltag ist die Wallbox: Dabei handelt es sich um eine spezielle Ladestation, die an der Wand montiert werden kann und das schnelle, sichere Aufladen des Fahrzeugs ermöglicht. Ein Leitungsschutzschalter verhindert die Überlastung des Ladekabels, ein integrierter FI-Schalter schützt vor Fehlerströmen. Zudem wird die Ladedauer mit einer Wallbox erheblich verkürzt.

Arten von Wallboxen

Am gängigsten sind Wallboxen mit einer Ladeleistung von 11 kW. Wallboxen mit 22 kW und entsprechend kürzerer Ladedauer sind ebenfalls erhältlich.

Unterschieden wird außerdem zwischen 1-phasigen und 3-phasigen Ladestationen, wobei letztere vorteilhafter und somit gängiger sind: An einer 3-phasigen Wandladestation können alle E-Autos geladen werden, an einer 1-phasigen hingegen nur jene mit 1-phasigem Bordladegerät. Es ist daher sinnvoll, in die etwas kostenintensivere 3-phasige Wallbox zu investieren.

Wallboxen mit Lastmanagement

Für Mehrfamilienhäuser bzw. Garagen, in denen mehrere Elektroautos gleichzeitig geladen werden, kann die Anschaffung einer Wallbox mit Lastmanagement sinnvoll sein. Diese Systeme sorgen dafür, dass die verfügbare Leistung auf mehrere Autos aufgeteilt wird oder der Ladevorgang so lange ausgesetzt wird, bis wieder genügend Leistung zur Verfügung steht.

Unterschieden wird zwischen statischem Lastmanagement, bei dem eine fest zugeteilte Ladeleistung auf die Autos aufgeteilt wird, und dynamischem Lastmanagement, bei dem die verfügbare Leistung gemessen und flexibel auf die Autos verteilt wird – in diesem Fall steht mehr Leistung für das Laden der Elektroautos zur Verfügung, wenn der Stromverbrauch im Haus gering ist (beispielsweise nachts).

2020 hat der ÖAMTC vier Wallboxen mit Lastmanagement einem umfassenden Praxistest unterzogen. Die Ergebnisse gibt’s hier im Überblick.

Gibt es eine Förderung für die Anschaffung einer Wallbox?

Auch 2022 kann man für die Anschaffung einer Wallbox eine Förderung erhalten. Die Förderungspauschalen betragen laut den Richtlinien der Förderungsaktion E-Mobilität für Private:

  • 600 Euro für ein intelligentes Ladekabel oder eine Wallbox (bis zu 50%)
  • 1.800 Euro für eine intelligente OCPP-fähige Ladestation bei Installation in einem Mehrparteienhaus als Teil einer Gemeinschaftsanlage (bis zu 50%)

Weitere Informationen zur Förderung der privaten E-Ladeinfrastruktur sowie den Link zur Online-Antragsstellung findet ihr hier.

Wie wird eine Wallbox installiert?

Die Installation einer Wallbox in der heimischen Garage oder im Carport muss von einer Fachkraft durchgeführt werden, also einem Elektriker bzw. konzessionierten Elektrofachbetrieb. Bei der Installation durch einen Elektriker übernimmt dieser die Meldung.

Bei einer Leistung von 3,6 kVA oder höher muss zudem der Netzbetreiber informiert werden. Zudem gibt es in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Bauvorschriften und Meldepflichten für die private E-Ladeinfrastruktur. Einen detaillierten Leitfaden für Privatpersonen bietet das BMK zum kostenlosen Download an.

Video: Worauf man bei der Installation einer Wallbox achten muss

Welche Genehmigung benötigt man zum Einbau einer Wallbox?

Hausbesitzer können natürlich selbst entscheiden, ob sie eine Wallbox installieren möchten – die Berücksichtigung der im jeweiligen Bundesland geltenden Bauvorschriften und Meldepflichten vorausgesetzt.

Mit der Novelle des Wohnungseigentumsgesetzes 2022 wurde die Installation einer Wallbox auch für die Besitzer von Eigentumswohnungen in Mehrparteienhäusern vereinfacht. Früher war für den Einbau einer Einzelladestation die Zustimmung aller Wohnungseigentümer erforderlich. Seit der Gesetzesnovelle genügt es, die anderen Eigentümer schriftlich über die geplante Änderung zu informieren – wird dem Einbau nicht binnen zwei Monaten widersprochen, gilt die Zustimmung als erteilt („Zustimmungsfiktion“).

Der Einbau von Gemeinschaftsladestationen ist aktuell nur mit der Zustimmung der Mehrheit der Wohnungseigentümer möglich. Mit der WEG-Novelle gibt es zusätzlich noch eine weitere Option: Es findet sich die Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen, die zumindest ein Drittel aller Miteigentumsanteile erreichen. Diese Erleichterung von Mehrheitsbeschlüssen tritt allerdings erst am 1.7.2022 in Kraft.

Der ÖAMTC bietet unter diesem Link detaillierte Informationen sowie einige Fallbeispiele bezüglich der Installation einer Wallbox in einem Mehrparteienhaus.

Wallboxen im Test

Bevor man sich für eine Wallbox entscheidet empfiehlt es sich, Testberichte zu lesen und zu vergleichen. Um Qualitätsunterschiede aufzuzeigen und die Kaufentscheidung angesichts des immer breiter werdenden Angebots zu erleichtern, unterziehen die Mobilitätsklubs ÖAMTC und ADAC regelmäßig verschiedene Wallboxen einem umfassenden Praxistest.


ÖAMTC-Wallboxen-Test 2022

2022 haben ÖAMTC und ADAC 12 Wallboxen umfassend getestet. Das erfreuliche Gesamtergebnis: Zehn der 12 Modelle erzielten die Wertung „gut“. Allerdings fielen auch zwei Testkandidaten aufgrund von Sicherheitsmängeln durch, sie wurden als „nicht empfehlenswert eingestuft.

„Es ist erstaunlich, wie hoch die Qualität mittlerweile ist“, fasst ÖAMTC-Elektromobilitätsexperte Markus Kaiser die Ergebnisse aus dem Test zusammen. „Die einzelnen Modelle unterscheiden sich zum Teil in Ausstattungsdetails – für Konsument:innen empfiehlt es sich daher, genau zu überlegen, was sie benötigen. Liegt der Fokus eher auf hoher Sicherheit, auf technischen Features wie Ladesteuerung und Komfortfunktionen, eventuell auf einer funktionalen Smartphone-App, auf optischen Anzeigen der Ladedetails oder doch letztendlich am Preis?“

Wallbox: Tipps für Kauf und Installation  [+Testergebnisse 2022]
© Bild: ÖAMTC
2022 testeten ÖAMTC und ADAC 12 Wallboxen, davon erhielten zehn die Wertung „gut“. Zwei Modelle fielen allerdings durch.

Nicht empfehlenswert: PC Electric Wallbox GLB & Alfen Eve Single S-line

Die zwei Modelle, die der ÖAMTC im Wallboxen-Test 2022 als „nicht empfehlenswert“ eingestuft hat, sind die PC Electric Wallbox GLB und die Alfen Eve Single S-line. Bei ersterer handelt es sich – wie bei der Erstplatzierten im Test – um ein österreichisches Produkt.

Bei beiden durchgefallenen Wallboxen wurden Probleme mit der integrierten Fehlergleichstrom-Überwachung verzeichnet: „Ein No-Go in Sachen Sicherheit“, so ÖAMTC-Experte Kaiser. „Wer also Wert auf Sicherheit legt, sollte diese beiden Boxen meiden, solange die Hersteller nicht nachbessern.“ 

2022 ist die Auswahl an „gut“ bewerteten Wallboxen groß. Diese Modelle konnten die Experten im Test überzeugen:

go-eCharger HOMEfix

  • Lieferumfang und Montage: 2,3
  • Funktion: 1,5
  • Ausstattung: 2,8
  • App: 1,2
  • Gesamtnote: 1,8

Mit dem go-eCharger belegt ein österreichisches Produkt den ersten Platz im ÖAMTC-Wallboxen-Test 2022, gemeinsam mit dem Wallbox Chargers Commander 2 (siehe unten). Der Klub hebt bei diesen beiden Wallboxen besonders das sichere und verlässliche Ladeverhalten, Einstellmöglichkeiten per App und direkt an der Box, sowie die generell gute Ausstattung hervor.

„Erwähnenswert ist außerdem, dass die österreichische Box das günstigste Produkt im Test ist. Für das Modell von Wallbox Chargers muss man fast doppelt so tief in die Tasche greifen“, sagt Markus Kaiser, ÖAMTC-Experte für Elektromobilität. „Unabhängig vom Preis sind aber beide Boxen rundum empfehlenswert – und ganz allgemein zeigt der Test, dass der Preis keine Rückschlüsse auf die Qualität zulässt.“

Wallbox Chargers Commander 2

  • Lieferumfang und Montage: 2,4
  • Funktion: 2,1
  • Ausstattung: 1,6
  • App: 1,2
  • Gesamtnote: 1,8

Diese Wallbox teilt sich den ersten Platz mit dem go-eCharger, beide Produkte punkten mit sicherem und verlässlichen Ladeverhalten, Einstellmöglichkeiten direkt an der Box und via App sowie einer rundum guten Ausstattung. Der ÖAMTC bezeichnet beide erstplatzierten Testkandidaten als rundum empfehlenswert. Nicht unerwähnt sollte aber bleiben, dass der Wallbox Chargers Commander 2 fast doppelt so teuer ist wie der go-eCharger HOMEfix.

Wallbox: Tipps für Kauf und Installation  [+Testergebnisse 2022]
© Bild: ÖAMTC
Rechts im Bild: Einer der beiden Spitzenreiter im Wallboxen-Test 2022, der go-eCharger HOMEfix.

Zudem konnten noch folgende Modelle die Gesamtwertung „gut“ erzielen:

ABB Terra AC

  • Lieferumfang und Montage: 2,5
  • Funktion: 1,8
  • Ausstattung: 2,1
  • App: 1,7
  • Gesamtnote: 1,9

Easee Home

  • Lieferumfang und Montage: 2,3
  • Funktion: 1,9
  • Ausstattung: 2,7
  • App: 1,3
  • Gesamtnote: 1,9

ABL Wallbox eMH2

  • Lieferumfang und Montage: 2,4
  • Funktion: 1,5
  • Ausstattung: 3,2
  • App:
  • Gesamtnote: 2,0

Innogy eBox smart

  • Lieferumfang und Montage: 1,6
  • Funktion: 2,3
  • Ausstattung: 2,6
  • App: 1,5
  • Gesamtnote: 2,0

LRT EMOBILITY Home Essential Plus

  • Lieferumfang und Montage: 1,6
  • Funktion: 1,2
  • Ausstattung: 4,4
  • App:
  • Gesamtnote: 2,0

Heidelberg Wallbox Energy Control

  • Lieferumfang und Montage: 1,9
  • Funktion: 1,5
  • Ausstattung: 4,4
  • App:
  • Gesamtnote: 2,2

KEBA KeContact P30 x-series

  • Lieferumfang und Montage: 1,6
  • Funktion: 2,2
  • Ausstattung: 3,6
  • App:
  • Gesamtnote: 2,3

Mennekes AMTRON Charge Control

  • Lieferumfang und Montage: 1,6
  • Funktion: 2,3
  • Ausstattung: 3,8
  • App:
  • Gesamtnote: 2,4

Die kompletten Testergebnisse des Wallboxen-Tests 2022 mit detaillierten Infos zu jedem einzelnen Produkt gibt’s direkt beim ÖAMTC unter diesem Link.


ÖAMTC-Wallboxen-Test 2021

2021 hat der ÖAMTC sechs gängige Wallboxen genau geprüft, davon erhielten immerhin vier die Wertung „sehr empfehlenswert“ (4 von 5 möglichen Sternen). Allerdings fiel auch ein Modell als „nicht empfehlenswert“ durch.

Welche Wallbox besonders empfehlenswert ist, untersucht der ÖAMTC mittlerweile jährlich.
© Bild: ÖAMTC

Kostad TX-1000

  • Lieferumfang und Montage: 2,7
  • Sicherheit: 1,5
  • Funktion: 1,8
  • Ausstattung: 2,2
  • App: 1,0
  • Gesamtnote: 1,8

Diese Box erhielt im ÖAMTC-Test 2021 die beste Gesamtwertung (1,8) und ist damit „sehr empfehlenswert„. Das gedrosselte 22-kW-Modell mit 11 kW maximaler Ladeleistung überzeugte die Tester in allen Kategorien, besonders positiv fielen die umfangreiche Ausstattung, die einfache Bedienung und die App auf. Die Funktion wird als sicher und zuverlässig beschrieben. Bemängelt wurde lediglich die etwas komplizierte Installation. Mit rund 1.100 Euro liegt diese Box im oberen Preissegment.

Die einfache Bedienbarkeit ist für viele Interessenten ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl einer Wallbox.
© Bild: ÖAMTC

Vestel EVC04-AC11SW-T2P

  • Lieferumfang und Montage: 1,3
  • Sicherheit: 2,2
  • Funktion: 2,2
  • Ausstattung: 2,9
  • App: 1,0
  • Gesamtnote: 2,1

Diese Wallbox erhielt die Gesamtnote 2,1 und ist damit aus Sicht der Tester ebenfalls „sehr empfehlenswert„. Der faire Preis (rund 800 Euro), die umfangreiche Ausstattung, die zuverlässige Funktion und das gute Kabelmanagement sind einige der Punkte, die der ÖAMTC lobend erwähnt. Auch die Bedienung per App überzeugt. Die sperrigen Maße (315 x 460 x 135 mm) und das Fehlen der Energieanzeige direkt auf der Box wurden allerdings als nachteilig wahrgenommen.

Volkswagen ID. Charger Connect

  • Lieferumfang und Montage: 1,8
  • Sicherheit: 1,5
  • Funktion: 2,1
  • Ausstattung: 2,9
  • App: 2,5
  • Gesamtnote: 2,1

„Eines der besten Gesamtpakete im Test“, bescheinigt der ÖAMTC der VW-Wallbox – dafür gibt’s die Gesamtnote 2,1 („sehr empfehlenswert“). Mit einem Preis von etwa 700 Euro ist sie zudem das günstigste der getesteten Modelle. Vor allem in der Kategorie Sicherheit überzeugte der VW Charger die Experten, als Schwachpunkt wird der eher geringe Funktionsumfang der App angeführt, auch die große Bauform und die sehr lange Startzeit von rund 7 Minuten fielen negativ auf.

hesotec electrify eBox wr30 rechts Base 11 kW

  • Lieferumfang und Montage: 2,7
  • Sicherheit: 1,6
  • Funktion: 1,8
  • Ausstattung: 3,7
  • App: 2,0
  • Gesamtnote: 2,2

Diese Wallbox aus dem oberen Preissegment erhielt die Gesamtnote 2,2 und ist damit ebenfalls „sehr empfehlenswert„. Das hat sie unter anderem ihren „ausgewogenen Grundeigenschaften“ zu verdanken: Das hochwertige Edelstahlgehäuse und die spezielle Bauform fallen auf, im Test überzeugte das Modell mit seiner sicheren und zuverlässigen Funktion und der gut sichtbaren und konfigurierbaren Zustandsanzeige. Auch die App sei übersichtlich und intuitiv bedienbar, so der ÖAMTC. Das Kabelmanagement wurde aufgrund der geringen Ablagefläche aber nicht als optimal bewertet. Auch die kratzeranfällige Oberfläche und die Aktivierung der automatischen Authentifizierung per RFID nach einem Stromausfall zählen zu den Nachteilen.

stark-in-strom.de wallbox Pro Connect

  • Lieferumfang und Montage: 3,3
  • Sicherheit: 3,8
  • Funktion: 1,3
  • Ausstattung: 2,7
  • App: 1,5
  • Gesamtnote: 2,6

Bei diesem Modell reichte es nur für die Gesamtnote 2,6 und damit die Wertung „empfehlenswert“ (3 von 5 Sternen). Warum, erklärt ÖAMTC-Techniker Kaiser: „Bei einem Testszenario unterbrach die Box das Laden bei der Simulation des Defekts ‚gasende Batterie‘ nicht. In geschlossenen Räumen könnte das gefährlich werden. Ein Hinweis darauf, dass die Box nur im Freien verwendet werden darf, fehlt in der sehr knappen Anleitung.“

EVBox Elvi

  • Lieferumfang und Montage: 1,9
  • Sicherheit: 5,0
  • Funktion: 1,5
  • Ausstattung: 2,4
  • App: 1,7
  • Gesamtnote: 5,0

Diese Box fiel als einzige im ÖAMTC-Test 2021 durch und erhielt die Wertung „nicht empfehlenswert“ (Gesamtnote 5,0). Zwar sind die Ausstattung, die Funktionalität und auch die App auf einem hohen Niveau, beim Test wurde allerdings ein schwerer Mangel in Bezug auf die Sicherheit festgestellt: „In einer unserer Testreihen hat die Fehlergleichstrom-Überwachung nicht ausgelöst, was ein grober Sicherheitsmangel ist und zu einer echten Gefahr für den Nutzer werden kann“, erklärt ÖAMTC-Experte Markus Kaiser. Mittlerweile werde eine neue Version der Box angeboten. Kunden, die die Box bereits besitzen, sollten sich laut Empfehlung der Experten für ein kostenloses Firmware-Update dringend an den Hersteller wenden.

Die kompletten Testergebnisse des Wallboxen-Tests 2021 gibt’s direkt beim ÖAMTC unter diesem Link.


ÖAMTC-Wallboxen-Test 2020

Welche Wallbox mit Lastmanagement empfehlenswert ist, hat der ÖAMTC 2020 untersucht.
© Bild: ÖAMTC

Wenn mehrere Elektroautos in einer Garage gleichzeitig zum Laden angeschlossen werden, kann es sein, dass das Stromnetz überlastet wird. Wallboxen mit so genanntem Lastmanagement sorgen dafür, dass die verfügbare Leistung auf mehrere Autos aufgeteilt oder der Ladevorgang vorübergehend ausgesetzt wird, bis wieder genügend Leistung zur Verfügung steht. 2020 hat der ÖAMTC vier Wallboxen mit Lastmanagement der Hersteller ABL, KEBA, Webasto und TMH einer eingehenden Prüfung unterzogen.

Im Zuge des Tests wurden Montage, Konfiguration und Inbetriebnahme sowie der statische und dynamische Betrieb in verschiedenen Lastszenarien untersucht und die Funktion beurteilt. Eine besondere Herausforderung für Lastmanagementsysteme stellen unsymmetrische Belastungen – sogenannte Schieflasten – dar: Elektroautos, die nur eine oder zwei Stromphasen zum Laden nutzen, erzeugen im dreiphasigen Stromnetz eine unsymmetrische Belastung. Deren Differenz darf in Österreich laut Vorschrift insgesamt nicht größer als 3,7 kW (16 Ampere) zwischen den einzelnen Stromphasen sein.

Alle vier getesteten Systeme schnitten gut ab, Verbesserungspotenzial orten die Experten in Sachen intuitiver Bedienung und Anzeige der aktuell ablaufenden Prozesse.

Die kompletten Testergebnisse des Wallboxen-Tests 2020 gibt’s direkt beim ÖAMTC unter diesem Link.

ABL eMH1 (1W1101) & homeCLU

Die ABL eMH1 Wallboxen können mit dem Controller homeCLU zum Lastmanagement-System ausgebaut werden. Möglich sind bis zu 6 Ladepunkte. Im ÖAMTC-Test wurde die Überlastung des Stromnetzes zuverlässig vermieden, in Extremfällen wurde jedoch eine unsaubere Schieflastregelung festgestellt. Zudem kann das System im dynamischen Lastmanagement Ladevorgänge nicht pausieren, sondern nur auf einen minimalen Ladestrom von 6A regeln. Laut Hersteller sind bezüglich dieser Schwachpunkte bereits Nachbesserungen in Arbeit.

KEBA KeContact P30

Die KEBA Wallbox KeContact P30 ist in verschiedenen Versionen mit erhältlich und wird auch ständig weiterentwickelt. Das KEBA Leader-Follower-Lastmanagement erwies sich im Test als „solide und ausgereift“ und konnte die Überlastung zuverlässig verhindern, bei der Schieflastregelung zeigten sich allerdings abermals Schwächen. Möglich sind bis zu 16 Ladepunkte.

KEBA AG KeContact P30 98125 Ladestation Typ 2 Buchse, 22 kW, b-series
6 Bewertungen
KEBA AG KeContact P30 98125 Ladestation Typ 2 Buchse, 22 kW, b-series
  • bis zu 22kW Leistung, alle geringeren Ladeleistungen bei der Installation konfigurierbar
  • IP54, voll outdoor fähig
  • ladet alle Elektrofahrzeuge und Plug-in Hybride
  • mehr als 20.000 verkaufte Wallboxen
  • KEBA Wallbox ist als einziges Produkt in Europa erfolgreich vom VDE zertifiziert.

TMH ChargePilot

Der TMH ChargePilot war das teuerste System im Test, konnte die Experten aber auch entsprechend überzeugen. Überlastung und Schieflast wurden zuverlässig vermieden. Über ein Internet-Portal können der aktuelle Status der Ladeinfrastruktur und des Lastverlaufes eingesehen sowie diverse Einstellungen und Steuerungen vorgenommen werden. Erweitert kann das System mit verschiedenen OCPP-fähigen Wallboxen werden. Es gibt kein Limit für Ladepunkte.

Wallbox: Tipps für Kauf und Installation  [+Testergebnisse 2022]
© Bild: ÖAMTC

WEBASTO Live 

Die WEBASTO Live punktete mit umfangreicher Ausstattung, zuverlässigem Überlastungsschutz und zuverlässigem Schutz gegen Schieflast. Die Tester bemängelten allerdings, dass der Regelalgorithmus zeitweise noch etwas unausgegoren erschien und das System bei Fehlersimulationen wie Stromausfall und Lade- oder Kommunikationsfehler wenig robust zeigte. Erweitert werden kann das System mit weiteren WEBASTO Live, bis zu 250 Ladepunkte sind möglich.


ÖAMTC-Wallboxentest 2019

WallboxSicherheitZuverlässigkeitBedienungGesamtnote
Heidelberg Wallbox Home Eco1,10,61,41,0
Webasto Pure1,20,91,41,2
ESL Walli Light pro1,60,61,41,4
Mennekes Amtron Start C21,60,71,41,6
Wallbox Chargers Pulsar1,62,41,71,9
Perdok ecoLOAD2,80,61,72,8

Video: Sechs Wallboxen im Praxistest 2019

Heidelberg Wallbox Home Eco

  • Sicherheit: 1,1
  • Zuverlässigkeit: 0,6
  • Handhabung: 1,4
  • Gesamtnote: 1,0

„Diese Box überzeugte die Tester in jeder Hinsicht“, sagt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. „Was sie für Konsumenten besonders attraktiv macht ist, dass sie im unteren Preissegment zu finden ist.“

Heidelberg Wallbox Home Eco - Ladestation Elektro- & Hybrid Autos 11 kW maximale Ladeleistung (5,0m)
  • Intuitiv bedienbare Ladestation für e-Fahrzeuge. Einsetzbar in Garagen und Carports. Sicher im Innen- und Außenbereich auch bei widrigen Witterungsbedingungen.
  • Intelligente Ladetechnologie MADE IN GERMANY. Keine Folgekosten durch Wartungsfreiheit. Einfache Montage durch Elektrofachkraft oder Installationsservice.
  • Ladeleistung einstellbar bis 11 kw. Reduzierte Installationskosten dank integrierter Fehlerstromerkennung. Intuitiv bedienbare, kostengünstige Plug-and-Play-Lösung....

Die detaillierten Testergebnisse des ÖAMTC zur Heidelberg Wallbox Home Eco findet ihr hier.

Webasto Pure

  • Sicherheit: 1,2
  • Zuverlässigkeit: 0,9
  • Handhabung: 1,4
  • Gesamtnote: 1,2

Auch die WEBASTO Pure Wallbox bezeichnet der ÖAMTC nach dem Test als empfehlenswert. „Einzige Schwachstelle bei der WEBASTO ist die Tatsache, dass sie nicht geöffnet werden kann“, erklärt Kerbl. „Daher muss sie im Falle eines Defekts komplett ausgetauscht werden.“

Die detaillierten Testergebnisse des ÖAMTC zur Webasto Pure findet ihr hier.

ESL Walli Light pro

  • Sicherheit: 1,6
  • Zuverlässigkeit: 0,6
  • Handhabung: 1,4
  • Gesamtnote: 1,4

Die ESL Walli Light pro ist eine der teuersten Boxen im Test, wird aber „uneingeschränkt empfohlen“.

Die detaillierten Testergebnisse des ÖAMTC zur ESL Walli Light pro findet ihr hier.

Mennekes Amtron Start C2

  • Sicherheit: 1,6
  • Zuverlässigkeit: 0,7
  • Handhabung: 1,4
  • Gesamtnote: 1,6

Die detaillierten Testergebnisse des ÖAMTC zum Mennekes Amtron Start C2 findet ihr hier.

wallbox Chargers Pulsar

  • Sicherheit: 1,6
  • Zuverlässigkeit: 2,4
  • Handhabung: 1,7
  • Gesamtnote: 1,9

Dieses Modell wurde nach 2018 bereits zum zweiten Mal getestet, da es damals Mängel aufgewiesen hatte. „Aufgrund der Testergebnisse hat der Hersteller Abhilfe zugesichert. Dass unsere wesentlichen Kritikpunkte gehört wurden, zeigt der aktuelle Test“, so Kerbl.

Die detaillierten Testergebnisse des ÖAMTC zur Wallbox Chargers Pulsar findet ihr hier.

Perdok ecoLOAD

  • Sicherheit: 1,1
  • Zuverlässigkeit: 0,6
  • Handhabung: 1,4
  • Gesamtnote: 1,0

Die einzige Wallbox, die sich im aktuellen ÖAMTC-Test mit einem „befriedigend“ zufrieden geben muss. „Obwohl sie zuverlässig funktioniert und einfach zu bedienen ist, blieb ihr wegen unzureichender Anleitungen und Sicherheitshinweise eine bessere Beurteilung verwehrt“, sagt Kerbl.

Die detaillierten Testergebnisse des ÖAMTC zum Perdok ecoLOAD findet ihr hier.


ÖAMTC-Wallboxentest 2018

Hier findet ihr den gesamten Wallboxentest 2018

Die Ergebnisse im Überblick

WallboxSicherheit Zuverlässigkeit Bedienung Gesamtnote
ABL eMH11,00,61,31,0
KEBA KeContact P30 e-Serie1,30,61,31,3
MENNEKES AMTRON Xtra 22 C21,00,62,31,4
INNOGY eBox1,60,61,31,6
WALLBE Eco 2.01,70,61,41,7
SCHNEIDER-ELECTRIC EVlink1,80,61,61,8
WALL BOX CHARGERS Commander4,53,82,14,5
VESTEL EVC02-AC34,50,61,94,5
EV ONESTOP WallPod4,50,61,24,5
ALFEN ICU Eve Mini5,00,63,15,0
FRANZ RÖCKER SIMPLY EVSE Bausatz5,50,61,15,5
ANNIES-CARPARTS Simple EVSE5,50,61,25,5

Tipps: Worauf sollte man bei der Auswahl einer Wallbox achten?

  • Um hohe Zusatzkosten zu vermeiden, ist ein integrierter Schutz gegen Gleichfehlerströme wichtig.
  • Ein fest angebrachtes Ladekabel erhöht den Komfort.
  • Man sollte möglichst genau festlegen, welche Ausstattungsoptionen und Funktionen man wirklich braucht, und die Wallbox entsprechend auswählen.
  • Auf nicht benötigte Ausstattungen sollte man verzichten, da diese die Bedienung erschweren sowie zu Fehlern und Ausfällen führen können.
  • Bei einer Störung sollte ein kompetenter Kundendienst verfügbar sein.
  • Achtung: Zusätzlich zu den Kosten einer Wallbox entstehen auch Anschlusskosten.
Wallbox: Tipps für Kauf und Installation  [+Testergebnisse 2022]
© Bild: ÖAMTC

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