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Betrunken im Auto übernachten: Erlaubt oder strafbar?

Betrunken im Auto übernachten: Erlaubt oder strafbar?

Wer Alkohol getrunken hat, sollte nicht Auto fahren, ganz klar. Aber ist es eigentlich erlaubt betrunken im Auto zu schlafen?

Online Redaktion
Veröffentlicht am 16.01.2020

Grundsätzlich ist es natürlich auch mit erhöhtem Alkoholspiegel erlaubt, im Auto zu schlafen. Es gilt aber ein paar Details zu beachten, um nicht in gefährliche oder strafbare Fallen zu tappen.

Betrunken im Auto übernachten – wichtige Punkte

Schlüssel abgeben

Wer im Rausch dazu neigt, von allen guten Geistern verlassen zu werden, sollte am besten den Schlüssel schon im nüchternen Zustand abgeben (an verlässliche Freunde) oder erst gar nicht mit dem eigenen Auto fahren. Sogar betrunken im Auto zu übernachten kann im Extremfall mit Verletzungen enden.

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Betrunken im Auto übernachten: Das kann passieren

Im seltenen Fällen kann es besonders schwere Folgen haben, betrunken im Auto zu übernachten: Medienberichten zufolge kam es in solchen Situationen bereits zu unabsichtlich gelösten Bremsen, die dazu führten, dass das Auto gegen einen Baum krachte; ein im Halbschlaf gestartetes Auto, in dem durch ein durchgedrücktes Gaspedal (bei entsprechender Wetterlage etwa Niederdruckwetter) Abgase in das Auto strömten; sowie einen heißgelaufenen Katalysator, der den trockenen Grasboden Feuer fangen ließ.

Wer zwar etwas über den Durst getrunken hat, aber grundsätzlich noch in körperlich und vor allem geistig halbwegs guten Zustand ist, kann aber durchaus auch im Auto übernachten. Dabei gilt es allerdings, einige Punkte zu beachten.

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Alkoholabbau pro Stunde

Achtung: Zu beachten ist aber auch der Promillestand am nächsten Tag. Pro Stunde baut der Körper nur rund 0,1 Promille an Alkohol ab. Liegen zwischen dem letzten Schluck Alkohol und dem nächsten Morgen nur wenige Stunden, kann der Promillewert durchaus noch weit über dem erlaubten Grenzwert liegen.

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Wo im Auto schlafen?

Unabhängig vom jeweiligen geistigen und körperlichen Zustand Übernachtet werden kann auf dem Beifahrersitz oder noch besser auf der Rückbank, niemals aber auf dem Fahrersitz! Zu groß ist die Gefahr, das Auto dann mangels klaren Verstandes doch zu starten und sich und andere in Gefahr zu bringen.

Übrigens: Wir raten auch dringend davon ab, unter dem Auto zu schlafen (Ja, auch diese Idee haben schon so manche gehabt). Eine sich lösende Handbremse reicht aus, um sich und andere in große Gefahr zu bringen. Das Auto sollte außerdem an einer übersichtlichen, nicht abschüssigen Stelle mit fixierter Handbremse abgestellt werden.

Erlaubt oder strafbar? Diese Regeln solltet ihr beachten

  • Um einer unnötigen Strafe zu entgehen, gilt grundsätzlich: Das Fahrzeug darf nicht in Betrieb genommen werden – auch nicht, um z.B. „nur kurz“ die Heizung einzuschalten.
  • Zusätzlich gilt aber auch: Es darf auch nicht den Anschein machen, das Fahrzeug in Betrieb nehmen zu wollen. Dazu kann es bereits reichen, den Schlüssel stecken zu lassen, auch wenn nie beabsichtigt wurde, das Auto auch tatsächlich zu starten.
  • Aber auch auf dem Fahrersitz Platz zu nehmen, könnte euch bereits zum Verhängnis werden, wenn die Exekutive der Meinung ist, dass ihr die Absicht hattet, den Wagen in Betrieb zu nehmen. Und die reine Absicht reicht bereits aus, um eine „versuchte Straftat“ zu begehen.

Fazit

Um unnötige Diskussionen und Beweisfragen mit der Polizei oder dem Gericht zu vermeiden, kurz zusammengefasst: Das Auto nicht starten (auch nicht „nur ganz kurz“); den Schlüssel nicht stecken lassen; am besten auf der Rückbank schlafen und auch keinesfalls auf dem Fahrersitz Platz nehmen.


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