Autowäsche im Winter: 5 Dinge sollst du befolgen

Tonnenweise wird jedes Jahr im Winter auf Österreichs Straßen Streusalz eingesetzt. Deswegen sollte auf die Autowäsche im Winter besonderen geachtet werden.

26.02.2018 Online Redaktion

Neben den oft matschigen und daher rutschigen Fahrbahnen, die durch die Salzstreuung entstehen, ist eine weitere Gefahr im Winter nicht zu unterschätzen: Das Salz und die darin enthaltenen Chloride setzen dem Autolack oder auch den Dichtungen massiv zu und können zu ärgerlichen und sehr teuren Folgeschäden wie Rost führen. Die einzig sinnvolle Abhilfe dagegen ist eine regelmäßige Autowäsche – gerade im Winter.

5 Tipps für die perfekte Autowäsche im Winter

1 – Der Lack

© Bild: Günter R. Artinger / APA / picturedesk.com

Das Salz findet seinen Weg schon durch kleinste Lackkratzer – auch durch solche, die auf den ersten Blick gar nicht erkennbar sind. Die spätere Folge davon ist Rost. Deshalb ist eine gründliche Wäsche – am Besten in der Waschstraße – jedem zu empfehlen, der seinen fahrbaren Untersatz nicht in kürzester Zeit in eine Rostlaube verwandelt sehen will.

Wichtig dabei: Die Spritzdüse mit dem gebotenen Abstand verwenden, also mindestens 30 cm, bzw. je nach Strahlstärke auch noch mehr. Hält man zu nahe drauf, wird erst recht der Lack in Mitleidenschaft gezogen – und bietet somit noch mehr Möglichkeiten, dass Wasser, Schmutz und Salz eindringt.

2 – Der Unterboden

© Bild: HERBERT PFARRHOFER / APA / picturedesk.com

Zwiegespalten wird von manchen die Reinigung des Unterbodens gesehen. Dabei bietet gerade der Unterboden dem Streusalz die ideale Gelegenheit sich zu sammeln und sein Unwesen zu treiben. Deshalb ist eine Unterbodenwäsche, spätestens nach der Wintersaison, unverzichtbar.

Wichtig dabei: In Waschstraßen werden zwar auch Unterwäschen angeboten, allerdings ist laut mancher Expertenmeinung der gleich bleibende, hohe Druck des Wasserdampfes für die beweglichen und vor allem elektronischen Komponenten nicht vorteilhaft. Es kann auch bezweifelt werden, dass durch eine solche Wäsche auch wirklich alle verschmutzten und verkrusteten Stellen erreicht und ausreichend gereinigt werden.

Die bessere, aber aufwändigere Alternative: Eine Wäsche per Hand mit einem Dampfreiniger, mit dem man die verschmutzten Stellen reinigt, die Öffnungen im Unterboden und die Elektronik aber möglichst ausspart. Die Reinigung dieser sensiblen Stellen sollte ohne Wasser, also nur mit Druckluft, erfolgen.

3 – Die Schlösser und Dichtungen

© Bild: Andreas Riedmann

Besonderes Augenmerk sollte bei der Wäsche auf die Schlösser gelegt werden – sofern diese überhaupt noch vorhanden sind. Um Eindringen und anschließendes Gefrieren von Waschwasser zu vermeiden, sollten die Öffnungen abgeklebt werden oder mit dafür vorgesehenem Silikonspray abgedichtet werden. Nicht vergessen: Auch die Dichtungen sollten regelmäßig vom Salzfilm befreit werden. Nach der Reinigung gut trocknen und danach ein geeignetes Pflegemittel verwenden. So beugt man spröde Gummidichtungen vor und die Funktion bleibt erhalten.

4 – Die Reifen und Felgen

© Bild: FRANCOIS NASCIMBENI / AFP / picturedesk.com

Auch die Reifen und Felgen bedürfen einer gewissen Pflege, damit sie zuverlässig ihren wichtigen Dienst tun können. Dazu benötigt man einen Felgenreiniger mit nicht zu aggressiven Bestandteilen (ohne Säure), einen Hochdruckreiniger (ausreichenden Abstand einhalten!) und eine weiche Bürste, mit der zusätzlich die hartnäckigsten Verschmutzungen entfernt werden können.

Bei der Reifenwäsche gilt ganz besonders: Bitte mit der nötigen Vorsicht vorgehen – beschädigte Reifen stellen ein hohes Sicherheitsrisiko dar.

5 – Trocknen als wichtiges “Finish”

© Bild: SALVATORE DI NOLFI / EPA / picturedesk.com

Ebenso wichtig wie die Autowäsche selbst ist das abschließende Trocknen – ganz besonders im Winter, um gefrierendes Waschwasser zu verhindern. Wird die Trocknung mit einem Tuch händisch vorgenommen, gilt es unbedingt darauf zu achten, dass keine Schmutzreste oder Steinchen auf dem Lack oder dem Reinigungstuch sind, diese können sonst für Kratzer sorgen. Besonders sensible Stellen wie Scheibenwischer, Türspalten, Dichtungen und die erwähnten Türschlösser sollten am Besten immer per Hand getrocknet werden. Auch eine abschließende Versiegelung bzw. Wachsen sorgt für eine deutlich längere „Lebensdauer“ des Autolackes.

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