Plug-in-hybrid

Bei einem Plug-in-hybrid kann die Batterie dieses speziellen Hybrid-Kraftfahrzeugs sowohl über dessen Verbrennungsmotor als auch über das Stromnetz und eine herkömmliche Steckdose aufgeladen werden. Die Plug-in-Hybridtechnologie stellt damit also eine Mischform aus reinem Elektrofahrzeug und Vollhybrid-Fahrzeug dar. Im deutschsprachigen Raum wird ein Fahrzeug mit dieser Technologie auch als Steckdosenhybrid bezeichnet. Die international gängige Abkürzung ist PHEV (Plug-In Hybrid Electric Vehicle).

Worin liegen die Vorteile der Plug-in-Hybridtechnologie?

Der allgemeine Vorteil von Hybridfahrzeugen ist vor allem, dass alltägliche, kürzere oder mittlere Strecken komplett elektrisch angetrieben und emissions­frei zurückgelegt werden können. Zudem stellen aber auch größere Distanzen durch den zusätzlichen konventionellen Antrieb keine Probleme dar.

Der wesentliche Unterschied zwischen einem PHEV und einem Vollhybrid-Fahrzeug liegt darin, dass die Batterie bereits vor der Fahrt über einen normalen Stromanschluss geladen werden kann und nicht erst während der Fahrt durch den konventionellen Motor. Ein weiterer Vorteil ist die erhöhte Reichweite beim reinen Elektrobetrieb, da die Akkumulatoren der PHEVs meistens größer sind und über eine erhöhte Speicherkapazität verfügen.

Historische Einordnung des Plug-in-hybrids

Die Anfänge der Plug-in-Hybridtechnologie, die sehr eng mit der reinen Hybridtechnologie verbunden sind, gehen weit ins letzte Jahrhundert zurück. Manche Spuren führen sogar bis ins 19. Jahrhundert. So war beispielsweise der Lohner-Porsche Mixte Hybrid das erste Hybridelektroauto (1899). Es gab auch bereits frühe Hybriden, die über eine externe Quelle geladen werden konnten, nicht aber über eine gängige Steckdose. Daher können diese Fahrzeuge streng nach Definition nicht als PHEVs bezeichnet werden. Der Begriff Plug-in-Hybridelektrofahrzeug wurde von Professor Andrew Frank geprägt, der sich seit den 1970ern mit dieser Technologie intensiv beschäftigt. 

Zu Beginn des neuen Jahrtausends rückte die Plug-in-Hybridtechnologie weiter in den Fokus der großen Autohersteller. So begann beispielsweise 2003 Renault in Europa mit der Serienherstellung und dem Verkauf des Elect’road, einer Plug-in-Hybridversion des Kangoos. 2008 begann BYD Auto mit dem Verkauf seines F3DM in China und war damit der erste Plug-in-hybrid, der offiziell weltweit verkauft wurde – tatsächlich erhältlich für jeden, allerdings erst im Jahr 2010. Weitere große und namhafte Hersteller folgen seitdem mit unterschiedlichem Erfolg. Aktuell sind die meisten PHEVs Personenkraftwagen. Es gibt aber auch vielseitige Anwendungen der Plug-in-Hybridtechnologie bei Nutzfahrzeugen und Lieferwagen, Bussen, Motorrädern, Rollern sowie bei Militärfahrzeugen und Zügen.