So bitte nicht: Die Rückenlehne ist viel zu flach, das Lenkrad eingefahren. Mit ausgestreckten Armen sind rasche Lenkmanöver nur schwer zu vollziehen.
 

So stellt man den Autositz richtig ein

So positioniert ihr eure Fahrersitze sicher und ergonomisch.

21.08.2015 Online Redaktion

1.) Die Sitzfläche positionieren

Die richtige Sitzposition im Auto beginnt mit der Sitzfläche. Euer Gesäß sollte möglichst nah an der Lehne sein, die Sitzfläche sollte außerdem nicht zu stark geneigt sein, sonst werden die Unterschenkel abgeschnürt. Nun schiebt ihr den Sitz so weit nach hinten, dass die Beine bei durchgetretenen Pedalen noch angewinkelt sind und die Oberschenkel dabei nicht den Polster eindrücken (Auto dabei abstellen, Handbremse anziehen!). Die Sitzfläche sollte zwei Fingerbreiten vor den Kniekehlen enden. Außerdem ist ein Mindestabstand von 25 bis 30 Zentimetern zwischen Oberkörper und Airbag empfohlen.

2.) Sitzhöhenverstellung

Der Sitz sollte so hoch stehen, dass ihr die Instrumente gut ablesen könnt und eine gute Übersicht über das Auto habt. Manche Sitze fahren mit zunehmender Höhe auch ein Stück nach vorne, damit lassen sich Lenkräder ausgleichen, die nur in der Höhe verstellt werden können (siehe Punkt 4).

3.) Die Rückenlehne einstellen

Aufrechtes Sitzen schont den Rücken und reduziert den Abstand zur Kopfstütze – das ist wichtig, damit die Sicherheitssysteme gegen Schleudertraumata richtig funktionieren. Die Schulterblätter sollten immer Kontakt zur Lehne haben, auch beim Lenken.

Gegebenenfalls könnt ihr die Lendenwirbelstütze sanft an die Wirbelsäule anpassen.

4.) Das Lenkrad einstellen

Das Lenkrad sollte möglichst steil stehen, auch um im Notfall schnelle Manöver zu erleichtern. Die Schultern müssen an der Lehne bleiben, wenn man das Handgelenk auf 12 Uhr ans Lenkrad legt. Bei hochwertigeren Modellen lässt sich das Lenkrad nicht nur in der Höhe, sondern auch in der Entfernung verstellen.

Der Hebel zur Entriegelung der Lenkradeinstellung befindet sich normalerweise an der Unterseite der Lenksäule. Luxuriös ist die Einstellung mittels Stellmotoren und Vier-Wege-Taster, diese Systeme sind meist auch an die Sitzmemory-Funktion angeschlossen.

5.) Die Kopfstütze einstellen

Die Oberkante der Kopfstütze sollte möglichst in einer Linie mit der Kopfoberkante stehen oder zumindest möglichst weit herausgezogen werden. Zwischen Kopf und Kopfstütze sollten nicht mehr als 4 cm Platz sein.

6.) No-Gos beim Autositzen

Rasche und beherrschte Fahrmanöver im Notfall werden erschwert oder unmöglich gemacht, wenn man zu nah am Lenkrad sitzt und das Lenkrad festklammert, wenn man in Liegeposition mit ausgestreckten Armen fährt und kaum übers Lenkrad sieht sowie wenn man nur eine Hand am Lenkrad lungern lässt.

genius-sitzhaltung

7.) Was man beim Autokauf beachten sollte

Grundsätzlich gilt: Je weiter und vielfältiger die Einstellungsmöglichkeiten der Sitze sind, desto individueller und optimaler lässt sich der Sitz einstellen. Allerdings muss man sich dann auch genug Zeit nehmen, um den Sitz wirklich gut einzustellen.

Ein gutes Auto hat in jedem Fall folgende Einstellungs-Möglichkeiten parat:

  • Höhenverstellbare Sitzfläche
  • Weiter Längs-Einstellungsbereich der Sitze
  • Ausreichend hohe und stufenlos einstellbare Rückenlehne
  • Lenkrad mit Längs- und Höhenverstellung
  • Logische und gut erreichbare Bedienelemente
  • Weit ausfahrbare Kopfstütze

Besonders auf die Kopfstütze sollte man beim Kauf achten – oft lässt sie sich nur wenig ausziehen, was besonders bei großen Fahrern problematisch ist.

Ratgeber-09-richtige-sitzposition-im-auto
© Bild: Michael Szemes

So sieht ein optimal eingestellter Fahersitz aus.

pixel