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Der Helicron steht in Naschville/Tennessee im Lane Motor Museum.
 

Skurrile Autos der Geschichte 2 – Propellerautos

Als die Begeisterung für Flugzeuge auch die Autoindustrie mitriss, entstanden eine Reihe Propellerautos. So wie der Helicron.

03.10.2013 Online Redaktion

Immer wenn sich Länder dafür rüsteten andere Länder brennen zu sehen, machte die Entwicklung von Flugzeugen und Autos einen enormen Schritt nach vorne. In den 1930ern gab Frankreich enorm viel Geld für die Entwicklung diverser Flugzeugtechniken aus. 22 Millionen Dollar, um genau zu sein. Im gleichen Zeitraum gab die US-Regierung für den gleichen Zweck nur 500.000 Dollar aus. Die Forschung ging in Frankreich so weit, dass manch Entrepreneur in Propellerautos die Zukunft der individuellen Mobilität sah.

Die enge Nische Propellerautos

Den ersten Versuch verdankt die Welt Marcel Leyat. Er versuchte ab 1913 zum ersten Mal ein solches Auto zu bauen. Er orientierte sich allerdings sehr stark an Flugzeugen und verzichtete auf eine Autoform. Das gleiche gilt für die Modelle von Traction Aérienne, die 1921 mit dem Bau begannen.

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Hier das Modell von Traction Aèrienne.

Das dritte Propellerauto folgte 1932. Der Helicron. Der Erfinder entschied sich, einen Rosengart umzubauen. Ein kleiner, erfolgloser Autohersteller, der ab Ende der 1920er Jahre in der Nähe von Paris produzierte. Für seinen Helicron drehte der Erfinder einen Rosengart einfach um 180 Grad, gelenkt wurde also mit den Hinterrädern. Entsprechend musste auch die Karosserie stark umgebaut werden.

Es gibt viele Gründe dafür, Propellerautos nicht in großer Stückzahl zu bauen. Wir bringen jetzt einfach mal das Thema Fußgängersicherheit aufs Tapet. Kurzum: all diese Autos verschwanden in Scheunen und Museen.

Der Helicron blieb ein Einzelstück

Den Helicron entdeckte Jeff Lane auf einem Bauernhof.  Jeff ist der Inhaber vom „Lane Motor Museum“ in Nashville/Tennessee . Nach eigener Angabe beherbergt es die größte Sammlung europäischer Autos in den USA. Lane restaurierte den Helicron und versuchte möglichst viele Originalteile zu retten. Die Holzkarosserie zum Beispiel. Den Originalmotor gibt es nicht mehr. Im Helicron arbeitet jetzt ein Citroën-GS-Motor.

Mit dem wiegt der Helicron rund 500 Kilogramm und schaffte eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Stundenkilometern. Selbstverständlich handelt es sich um ein Einzelstück.

Jeff Lane, vom Lane Motor Museum bei einer Testfahrt:

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