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7 Tipps fürs Taxifahren: Taxifallen im In- und Ausland

Wir sagen euch, wie ihr richtig mit dem Taxi unterwegs seid und geben euch 7 wichtige Tipps um im In- und Ausland möglichst in keine Falle zu tappen.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 17.01.2017

Neben vielen seriösen und ehrlichen Taxifahrern gibt es auch in dieser Branche einige schwarze Schafe, die ihre Fahrgäste abzocken wollen. Jeder kennt wohl den Klassiker: Es werden unnötige Umwege gefahren, um den Fahrgast um etwas mehr Geld zu erleichtern.

Gerade wenn man ortsunkundig ist, ist es hilfreich, einige Tipps zu beherzigen, um den gängigen “Taxifallen” möglichst zu entgehen.

7 Tipps gegen Taxifallen

1 – Taxi vorab reservieren

Für vorab fix eingeplante Taxifahrten, etwa vom Flughafen ins Hotel, ist zu empfehlen, per Internet oder das Reisebüro eine Taxifahrt mit Fixpreis zu reservieren. So entgeht man Feilschereien und Streitigkeiten bezüglich des Fahrpreises.

2 – Infos über übliche Fahrpreise einholen

Wer sich vor dem Reiseantritt in ein anderes Land schlau darüber macht, wie die üblichen Fahrpreise im Zielland aussehen, entgeht unangenehmen Überraschungen: Man ist sicherer beim Verhandeln des Fahrpreises und kann nicht so leicht „übers Ohr gehauen“ werden. Außerdem sind die Preise für Taxifahrten von Land zu Land oft sehr unterschiedlich. Auf den Websites der Flughafengesellschaften, aber auch bei den örtlichen Hotels findet man Hinweise darüber, wie viel eine Taxifahrt in der Regel im jeweiligen Land kosten darf. Natürlich finden sich auch Informationen zu den Preisen in vielen Reiseführern.

3 – Währungsumrechnung. Wert der Scheine und Münzen vorab einprägen

Eine mancherorts beliebte Masche bei manchen Taxifahrern ist es, die Unsicherheit/Unwissenheit der Touristen bezüglich des Wechselkurses auszunutzen: Der Fahrer gibt ein paar Münzen Wechselgeld, das umgerechnet viel zu wenig ausmacht – und erst beim späteren Nachrechnen stellt man fest, dass man einen fetten „Touristenzuschlag“ bezahlt hat.

Daher ist es unerlässlich, sich generell den Wechselkurs aber auch die im jeweiligen Land gültigen Münzen und Geldscheine (und deren Umrechnungswert!) gut einzuprägen.

4 – Preis vorab vereinbaren

Nicht in jedem Land ist ein Taxameter im Taxi üblich, manchmal wird auch vorgegeben, dieser sei defekt. Da hilft nur: Verhandlungsgeschick – welches man unbedingt vor der Abfahrt zur Geltung kommen lässt, und nicht erst bei der Ankunft. Der Preis sollte also vorab ausverhandelt und fix festgelegt werden.

5 – Registrierte Taxis nutzen

Während etwa in London die „black cabs“, in Rom gelbe oder weiße Taxis inklusive Stadtlogo oder in Brüssel Taxis mit dem gelb-blauen Symbol der Stadt auf dem Dach als offiziell registrierte Taxis gut zu erkennen sind, ist das in vielen anderen Städten und Ländern nicht immer der Fall. Auch hier gilt: Unbedingt Infos und Telefonnummern von offiziell registrierten Taxiunternehmen vor dem Reiseantritt einholen – und diese am besten auch telefonisch bestellen. Nimmt man das nächstbeste Taxi direkt von der Straße, ist die Gefahr groß, von einem nicht registrierten Taxi chauffiert zu werden – stark überhöhte Gebühren inklusive.

6 – Durch Streckenkenntnis Umwege vermeiden

Der Klassiker unter den Taxifahrertricks, vor dem man weltweit nicht gefeit ist: Das Umwegefahren, um dem Fahrgast zusätzliche Kilometer aufbrummen zu können. Man sollte daher zumindest ungefähr wissen, wo man sich befindet und wo denn der gewünschte Zielort ist.

In Zeiten von Smartphones sollte es für niemanden ein Problem darstellen, sich genau darüber im Internet zu informieren.

7 – Taxametereinstellung überprüfen

In registrierten Taxis ist im Normfall ein Taxameter installiert, der den Fahrtpreis berechnet. Vielerorts üblich ist ein Grundpreis, danach werden je nach Strecke und Fahrtdauer zusätzliche Gebühren fällig.

Vor der Abfahrt sollte im Idealfall einerseits überprüft werden, ob der Taxameter eingeschaltet ist und ob die Tarifeinstellungen richtig ausgewählt sind: Fahrt in der Stadt bzw. Umland? Fahrt bei Tag oder Nacht?, Feiertag oder Werktag? Diese Einstellungen spielen eine wesentliche Rolle beim Fahrtpreis, da je nach Tageszeit bzw. Ort teils erhebliche Aufschläge zum Preis hinzugerechnet werden.

Andere Länder, andere (Taxi-)Sitten

Gerade in fremden Ländern gilt es die dort herrschenden Sitten bezüglich Taxifahren zu kennen, um nicht in teure oder unangenehme Taxifallen zu stolpern.

Schweiz, was teuer werden kann

So kann es beispielsweise in der Schweiz sehr teuer werden, wenn man zur Stoßzeit (also in Städten wie Zürich ca. von 0-24 Uhr) mit dem Taxi im Stau steht: Umgerechnet ca. 60 Euro pro Stunde Wartezeit kassieren hier die Taxifahrer – übrigens ganz legal.

Russland, was strafbar ist

Eine Gefahr der anderen Art droht bei einer Taxifahrt in Russland bzw. Moskau für all jene, die kein Geld in der Landeswährung (Rubel) mitführen: Wer die Fahrt mit einer Fremdwährung bezahlen möchte, macht sich schlicht strafbar.

Japan, was unhöflich ist

Während in vielen Ländern Trinkgeld von vielen Taxifahrern fast vorausgesetzt wird (und es teilweise einen nicht unerheblich Teil des Gehaltes ausmacht), macht man sich in Japan damit keine Freunde: Nicht nur beim Taxifahren ist das Gewähren von Trinkgeld nicht nur unüblich sondern wird dort oft gar als beleidigend empfunden.

China, was sehr gewöhnungsbedürftig ist

Ein Klassiker unter den „Taxlergschichten“, der aber der Wahrheit entspricht: In Shanghai bzw. vielen anderen Städten Chinas herrscht bei vielen Taxifahrern die etwas seltsam anmutende Gewohnheit, während der Fahrt regelmäßig aus dem Fenster zu spucken. Daher unser gut gemeinter Rat: Das hintere Fenster während der Fahrt bitte geschlossen halten, da es andernfalls bei ungünstigen Windverhältnissen zu unangenehmen Überraschungen kommen kann.

Südafrika, was sehr gefährlich ist

Von eingeschlagenen Scheiben im Zuge eines Raubüberfalles wird leider immer noch sehr regelmäßig aus Südafrika, im Speziellen Johannesburg, berichtet. Daher gilt hier immer noch der wichtige Hinweis: Das Gepäck und Wertgegenstände bitte gut verstaut transportieren – also keinesfalls auf dem Schoß und sichtbar im Wagen ablegen.

Österreich, was sehr üblich ist

Speziell aus Wien, aber auch anderen Städten Österreichs wird berichtet, dass man während einer 10-minütigen Taxifahrt einen unglaublich umfassenden Info-Querschnitt aus Politik und Sport, den aktuellen Lottoziehungsergebnissen und anderen tagesaktuellen Themen bekommt – egal ob danach gefragt wurde oder nicht. Dagegen hilft übrigens auch nicht, auf der Rückbank Platz zu nehmen, im Gegenteil: Der Fahrer schaut in dem Fall weniger auf die Straße, als in den Rückspiegel, um zu kontrollieren, ob sie seinen Ausführungen auch aufmerksam folgen – was der Fahrsicherheit wenig zuträglich ist.


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