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Die Vielfalt der Kfz-Kennzeichen in Österreich

Ob nun blaue, grüne, weiße oder rote Taferln, auf Österreichs Straßen gibt es eine Vielfalt an unterschiedlichen Kennzeichen. Wir geben einen Überblick.

Online Redaktion
Veröffentlicht am 09.08.2019

Schwarze Schrift auf weißem Hintergrund, in der Mitte das jeweilige Bundesländerwappen: Das ist nur eine von vielen Varianten von Kfz-Kennzeichen, die man in Österreich antreffen kann. Hier folgen nun die unterschiedlichen Kennzeichen in Österreich. Sechs Kennzeichen-No-Gos findet ihr übrigens hier.

Die unterschiedlichen Kfz-Kennzeichen auf Österreichs Straßen

Kennzeichen für besondere Zwecke

Gemäß des KFG (§ 49 Absatz 4) haben Kennzeichentafeln für besondere Zwecke einen andersfarbigen Hintergrund, die Schrift muss z.B. weiß statt schwarz sein und auch nicht den sonst üblichen blauen Rand mit EU-Emblem am linken Rand aufweisen.

Blaue Kennzeichen

© Bild: PD

Hierbei handelt sich um Probefahrtkennzeichen, die behelfsmäßig montiert werden dürfen und nur an Gewerbebetriebe ausgegeben werden, somit meist bei Werkstätten oder Autohändler zum Einsatz kommen (kein Einsatz für private Zwecke). Probefahrtkennzeichen dürfen grundsätzlich nur in Österreich verwendet werden, in Deutschland und Ungarn muss zusätzlich eine Kopie des Probefahrtscheines mitgeführt werden, in Italien und der Schweiz gibt es keine zusätzlichen Auflagen. Eine durchgehende Verwendung von maximal 72 Stunden ist lt. Gesetz erlaubt.

Grüne Kennzeichen

© Bild: CC/Dickelbers

Grüne Kennzeichen dürfen von Privatpersonen verwendet und behelfsmäßig am Fahrzeug angebracht werden. Sie sind (ausnahmslos) für Überstellungsfahrten vom Inland in das Ausland vorgesehen.

Weiße Kennzeichen mit grüner Schrift

© Bild: CC/Kksen

Für Fahrzeuge, die rein elektrisch angetrieben werden, werden seit dem 1. April 2017 nur mehr weiße Kennzeichen mit grüner Schrift ausgegeben.

Blaue Kennzeichen mit rotem Streifen am rechten Rand

© Bild: CC/AStyle

Diese Kennzeichen dienen einer vorübergehenden Zulassung für maximal ein Jahr und werden an Privatpersonen ausgegeben, die ihren ordentlichen Hauptwohnsitz nicht in Österreich haben.

Rote Kennzeichen in normaler Größe

© Bild: CC/Dickelbers

Rote Kennzeichen werden dann ausgegeben und eingesetzt, wenn ein Anhänger mit ausländischem Kennzeichen von einem KFZ mit österreichischem Kennzeichen gezogen werden soll, um eine Beförderung aus dem Ausland nach Österreich zu erledigen. Dabei muss das für diesen Zweck ausgegebene rote Kennzeichen das ausländische Kennzeichen des Anhängers überdecken.

Außerdem kann das rote Kennzeichen auch für Anhänger verwendet werden, die nicht zum Verkehr zugelassen sind – allerdings nur dann, wenn glaubhaft gemacht werden kann, dass der Anhänger im Ausland gezogen werden soll. Rote Kennzeichen werden zudem für Fahrradträger, die auf der Anhängekupplung montiert werden, ausgegeben. Aber Achtung: In den meisten Nachbarländern werden rote Kennzeichen für diesen Verwendungszweck nicht erkannt.

Rote Kennzeichen in kleinerer, fünfeckiger Ausführung und weißem Rand

Es handelt sich hierbei um die umgangssprachlichen “Mopedkennzeichen”, welche aber auch auf “vierrädrigen Leichtkraftfahrzeugen”, auch Microcars genannt, angebracht werden. Für die Mopeds und Microcars mit Elektroantrieb sind die Kennzeichen im Übrigen weiß mit grüner Schrift und einem grünen Rand.

Weitere besondere Kennzeichentafeln

Alte, schwarze Kennzeichen

© Bild: CC/Jerry "Woody"

Die “schwarzen Taferln” wurden von 1947 bis zum 1. Jänner 1990 ausgegeben, so wie sie übrigens auch vor 1938 üblich waren. Diese Kennzeichen mit schwarzem Grund und weißer Schrift (ohne Wappen) sind übrigens nach wie vor gültig, solange sich nichts an der Zulassung ändert.

Diplomatenkennzeichen

© Bild: CC/Kontrollstellekundl

Diplomatenkennzeichen in Österreich (bzw. Kennzeichen des “diplomatischen Korps”) unterscheiden sich von “normalen” Kennzeichen dadurch, dass anstelle des Wappens in der Mitte ein Bindestrich als Trennzeichen steht. Das Kennzeichen setzt sich, mit Ausnahmen, grundsätzlich aus der Abkürzung für das Bundesland und einem “D” (für “Diplomaten”) zusammen. Beispiel: Abkürzung “WD” für Fahrzeuge von Wiener Diplomaten.

Kennzeichenhalter in Edelstahl poliert

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Wunschkennzeichen

© Bild: CC/Krokodyl

Die “Kennzeichen nach eigener Wahl”, bekannt als “Wunschkennzeichen”, können seit 1990, also seit der Umstellung von den alten, schwarzen Kennzeichentafeln auf die weißen Tafeln, beantragt werden.

Sie bestehen aus einer Kombination aus Buchstaben und Zahlen. Alle wichtigen Infos zum Wunschkennzeichen haben wir hier für euch zusammengefasst.

Taferln für den Bundespräsidenten und für andere Fahrzeuge mit besonderer Verwendung

Bei Fahrzeugen, die für Fahrten des Bundespräsidenten für feierliche Anlässe verwendet werden, dürfen die Kennzeichen durch Tafeln, auf denen das Bundeswappen zu sehen ist, ersetzt werden. Im Normalfall ist aber auf den Kennzeichentafeln für Fahrzeuge des Bundespräsidenten sowie für alle anderen obersten Organe der Republik Österreich als Kennung der Buchstabe “A” vorgesehen.

Für hohe Funktionäre der Bundesländer ist hingegen der jeweilige Anfangsbuchstabe des Bundeslandes als Kennung per Gesetz definiert.

Behörden und staatsnahe Unternehmen

Besondere Buchstabenkombinationen sind auch für diverse Behörden und staatsnahe Unternehmen reserviert. Die Abkürzung BD für „Bundesbusdienst“ findet man beispielsweise auf Omnibussen, die „zur Verwendung im Kraftfahrlinienverkehr der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und der Post- und Telegraphenverwaltung“ bestimmt sind. Das Kürzel „BH“ ist hingegen für Fahrzeuge des österreichischen Bundesheeres vorgesehen, „BP“ hingegen kennt man von den Fahrzeugen der Polizei (BP für „Bundespolizei“), „JW“ ist die Abkürzung für die Justizwache. Und Postfahrzeuge erkennt man nicht nur am gelben Fahrzeuglack sondern auch am Kürzel „PT“ auf dem Kennzeichen.


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