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5 Kuriositäten von lustigen bis verbotenen Wunschkennzeichen

5 Kuriositäten von lustigen bis verbotenen Wunschkennzeichen

5 Kuriositäten, die das Wunschkennzeichen in Österreich mit sich gebracht hat.

Christian Gaisböck
Online Redaktion
Veröffentlicht am 03.11.2023

Während Wunschkennzeichen für manche Autofahrer eine Gelegenheit sind, sich von der Masse abzuheben, empfinden sie andere eher peinlich oder lächerlich. Wie man auch dazu stehen mag, eines ist gewiss: In der über 26 Jahre alten Geschichte der Wunschkennzeichen sorgten einige davon immer wieder für einen Lacher oder verstörte Gesichter.

Kuriositäten rund um das Thema Wunschkennzeichen

Sehr einfach gehalten und mittlerweile doch bereits legendär sind Wunschkennzeichen wie „OMA 1“, „SPATZ 1“, „MAUSI 1“ oder auch „JAGA 1“.

1. Ironie bis Coming-out

Es scheint aber, als dass sich durch die eingeschränkte Anzahl an Zeichen, die für ein Wunschkennzeichen zur Verfügung stehen (3-6 Zeichen + eine Ziffer am Ende), so mancher Autofahrer kreativ herausgefordert fühlt. Auch die Selbstironie kommt bei vielen Wunschkennzeichen nicht so kurz. So wurden auch schon Nummernschilder gesichtet mit „NARR 1“, auch ein recht offensives Outing per Nummerschild mit den Zeichen „GAY6“ ist auf Österreichs Straßen unterwegs.

2. Dumm gelaufen

Sehr gerne wird aber auch die Abkürzung der Zulassungsbehörde mit einbezogen, was zu kreativen „Highlights“ wie „S-HOLE1“ oder auch „KO-KAIN“ führt. Der Versuch, per Wunschkennzeichen den Draht nach ganz oben herzustellen, wurde mit „HL-JESU1“ von Erfolg gekrönt. In Salzburg wiederum klappte der gleiche fromme Versuch eines Pfarrers mit „AMEN 1“ nicht – das voranstehende Zulassungskürzel „S“ für Salzburg machte dem Priester einen recht unsittsamen Strich durch die Rechnung.

3. Sexuelle Phantasien im Wunschkennzeichen

Generell gibt es offensichtlich die starke Tendenz, sexuelle Gefühle und Absichten per Wunschkennzeichen mitzuteilen. Davon zeugen z.B. Kennzeichen wie: „VI-AGRA“, „KEIN 6“, „I-WILL 6“ oder auch „IM-AUTO 6“, „GU-TER 6“, und nicht zu vergessen der gute alte „KO-ITUS 1“.

4. Kennzeichen soll Polizei verwirren

So manche Autofahrer verfolgen aber mit einem Wunschkennzeichen scheinbar ganz andere Ziele: Der Legende nach haben zwei Brüder mit dem exakt gleichen Modell eines BMWs zwei sehr verwirrende, weil ähnliche Kennzeichen-Kombinationen, bestehend aus „XXVXY 1“ bzw. „XXYXV 1“ registrieren lassen, um eine polizeiliche Erfassung zumindest zu erschweren.

Verbotene Kennzeichen

5. „Braune“ Kennzeichen

Aber auch Wunschkennzeichen die NS-Gedankengut beinhalten wurden in der Vergangenheit beantragt und teils auch genehmigt. “KZ 88” wurde beispielsweise ebenso genehmigt wie “W-EHRM 8”.

Gesetzesnovelle von 2015

Derartige Wunschkennzeichen führten schließlich 2015 zu einer Gesetzesnovelle, um lächerliche oder anstößige Buchstabenkombinationen bzw. auch „Lächerlichkeit oder Anstößigkeit in Kombination mit der Behördenbezeichnung“ auf den Nummernschildern zu verhindern.

Diese Nummern auf Kennzeichen sind verboten

Damit wurden auch viele Nazi-Codes von den Nummernschildern verbannt, folgende Nummern bzw. Nazi Codes sind seitdem in Österreich verboten:

  • 18 (für „Adolf Hitler“, erster und achter Buchstabe im Alphabet)
  • 88 für „Heil Hitler“
  • 28 („Blood&Honour“)
  • 74 („Großdeutschland“)
  • 84 („Heil dir“)
  • 198 („Sieg Heil“)
  • 311 („Ku Klux Klan“)
  • 444 („Deutschland den Deutschen“)
  • 1919 („SS“)
  • 191 („SA“)
  • 420 (für den 20. April, dem Geburtstag von Hitler)
  • 1488 („Auf Deutschland, Heil Hitler“)

Verlängerung von vorhandenen Wunschkennzeichen

Bereits bewilligte Kennzeichen werden zwar in jedem Fall auch zugewiesen, eine Verlängerung nach Ablauf der Gültigkeitsfrist von 15 Jahren ist allerdings dann in derartigen Fällen nicht mehr möglich.