1-phasiges und 3-phasiges Laden

Elektroautos müssen, genauso wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, regelmäßig aufgetankt werden. Dies geschieht an einer Ladestation auf speziellen Parkplätzen oder an einer hauseigenen Anlage. Das Aufladen an einer gewöhnlichen Steckdose sollte hingegen nur im Notfall erfolgen. Diese sind in der Regel nicht dafür ausgelegt, weshalb durch die Wärmeentwicklung Brände entstehen können.

Unterschied: 1-phasiges und 3-phasiges Laden

Das hauseigene Netz mit seiner Schutz-Kontakt-Steckdose ist 1-phasig. Es kann bei einer Spannung von 230 V und einer Stromstärke von 16 A eine durchschnittliche Ladeleistung von 2,3 kW erbringen. Um ein Auto schnell aufzuladen, wird jedoch eine Leistung von mindestens 3,7 kW gebraucht. Je höher die Ladeleistung, desto zügiger der Ladevorgang.

Bei 3-phasigen Steckdosen beträgt die Spannung bis zu 400 V bei einer Stromstärke von 16 A bzw. 32 A. Die Ladeleistung liegt hier zwischen 11 kW und 22 kW. Einige modernere 3-phasige Ladestationen können sogar eine Leistung von bis zu 43 kW liefern.

Wie erkennt man die Unterschiede bei der Steckdose?

Grundsätzlich sind 1-phasige Steckdosen nach der CEE Norm blau eingefärbt. 3-phasige Steckdosen besitzen eine rote Farbe. In der EU sind ausschließlich 1-phasige Ladestationen eher selten, da hauptsächlich asiatische Elektroautos diese benötigen. Deshalb enthalten die meisten älteren Ladestationen insgesamt drei verschiedene Stecker. Einen für 1-phasiges Laden und zwei weitere für 3-phasiges Laden.

Inzwischen wurden die Steckdosen in der EU weiter vereinheitlicht. Die sogenannten Typ 2 Dosen sind nun der allgemeine Standard. Der dazugehörige Stecker (auch Mennekes Stecker genannt) erlaubt sowohl ein 1-phasiges als auch ein 3-phasiges Aufladen von Elektroautos.