Fragen und Antworten zum Pollenfilter im Auto

Antworten auf Fragen wie: Wie oft sollte man eigentlich den Pollenfilter im Auto wechseln? Wie funktionieren sie eigentlich und wo kann ich sie kaufen?

02.06.2016 Press Inform

Heuschnupfen-geplagte Menschen fürchten ein Horror-Szenario: Während man mit dem Auto unterwegs ist, wird man von einer heftigen Niesattacke heimgesucht. Wer die Augen bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h nur für eine halbe Sekunde schließt, legt knapp 14 Meter im Blindflug zurück. Was geschieht, wenn sich in diesem Moment ein Hindernis auf der Fahrbahn befindet, darf sich jeder selber denken. Aber es muss ja nicht immer gleich der schlimmste Fall eintreten, es reicht schon eine ständig rinnende Nase. Pollenfilter sind die Lösung und führen zu einem angenehmeren Autofahren.

Was sind eigentlich Pollenfilter und wie funktionieren sie?

Wie der Name schon impliziert, säubern sie die Außenluft von Substanzen, die allergische Reaktionen hervorrufen. Die Filter sind die letzte Bastion bevor Gerüche, Kraftstoffpartikel oder Pflanzenpollen. Diese feinporige Verteidigungslinie ist nötig, um die Innenraum-Luft möglichst sauber zu halten. Während der Autofahrt, saugt das Fahrzeug beinahe alles auf, was sich in der Luft befindet. Abgase von vorausfahrenden Fahrzeugen, Dieselpartikel, Feinstaub oder eben auch Blütenpollen.

Innenraumfilter (3)
© Bild: Bosch

Wie sind die Filter im Auto aufgebaut?

Herkömmliche Filter bestehen aus drei Lagen, wobei die erste die groben Partikel aussiebt und die mittlere aus Mikrofaser selbst kleinste Elemente (mit einem Durchmesser von 0,0025 Millimeter), die in die Lunge gelangen können, am Weiterkommen hindert. Diese Schicht ist elektrostatisch aufgeladen und saugt die Kleinstteile förmlich aus der Luft. Den Abschluss bildet eine Schutzschicht. Moderne Luftfilter haben zusätzlich noch eine „Aktiv-Kohleschicht“, die einen großen Unterschied macht. Denn sie extrahiert auch Gerüche und Gase. Dieses Element des Filters besteht aus zerkleinerten Kokosnussschalen, die der Struktur eines Schwamms ähneln. Durch diesen Kunstgriff entsteht eine sehr große Oberfläche: Ein Teelöffel Aktivkohle entspricht in etwa der Fläche eines Fußballfeldes.

Wie baut man einen Pollenfilter ein?

Wer also nicht unbedingt den Treibstoff des Vordermanns inhalieren will, sollte sich einen solchen Filter zulegen. Die Umrüstung ist bei den meisten Fahrzeugtypen problemlos machbar, da die neue Lage nur die Dicke des Filters geringfügig verbreitet. Wer etwas handwerklich begabt ist, kann diesen Austausch selbst vornehmen. Je nach Modell dauert der Wechsel zwischen zehn und 20 Minuten.

Woher bekomme ich einen Pollenfilter?

Namhafte Hersteller bieten für viele gängige Fahrzeuge die passenden Filter an. Die Kosten bewegen sich zwischen 15 und 30 Euro. Natürlich kann man auch bei Verkaufsplattformen, wie ebay und Amazon zuschlagen, sollte sich aber das Angebot, den Hersteller, die Herkunft des Verkäufers genau anschauen.

Innenraumfilter (4)
© Bild: Bosch

Wie oft und wann sollte der Filter gewechselt werden?

Autofahrerclubs empfehlen den Klimafilter mindestens einmal pro Jahr oder alle 15.000 Kilometer zu wechseln. Allergiker sollten diesen Wert sogar halbieren. Der beste Zeitpunkt zum Wechsel ist direkt vor dem Frühjahr, da die kalten Monate im Herbst und Winter den Filter stärker belasten. Außerdem beginnt im Frühjahr die Pollenflug-Saison. Spätestens, wenn der Filter seinen Dienst nicht mehr einwandfrei verrichtet, sollte man handeln.

Woran merke ich, dass der Filter getauscht werden muss?

Untrügliche Zeichen, dass die Zeit für einen Austausch überfällig ist, sind ein deutlich verminderter Luftfluss und eventuell auch störende Gerüche. Um ganz auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt es sich, auch die Sitze, die Teppiche und andere Innenraum-Oberflächen regelmäßig zu reinigen. Während der Fahrt sollten die Fenster geschlossen und die Klimaanlage angeschaltet sein.

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